Die seltsamen Methoden des Dr. Irabu von Hideo Okuda

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Erstmals auf Deutsch: Japanische Geschichten aus der Psychotherapie.

Ein Bandenboss, der an einer Phobie vor spitzen Gegenständen leidet. Ein Baseballspieler, der die Kontrolle über den Ball verloren hat. Eine Schriftstellerin, die an Brechreiz leidet, sobald sie an ihrem neuen Roman schreibt. Sie alle landen in der Praxis des Psychiaters Dr. Irabu. Er ist ein unkonventioneller Arzt, klein und dicklich, und unkonventionell sind seine Behandlungsmethoden: Es gibt keine Couch, stattdessen sucht er seine Patienten auf und konfrontiert sie mit ihren Neurosen. Und siehe da – seine Methoden zeigen Wirkung.

Japan und Psychotherapie klingt nach einem Widerspruch in sich, sind doch gerade die Asiaten Meister darin, ihre Emotionen vor anderen zu verbergen. Emotionale Ausbrüche gelten in hohem Maße als unhöflich und blamabel. Andererseits ist die Kluft zwischen traditioneller Erziehung und Moderne geradezu riesig und man wundert sich, daß nicht viel mehr Japaner die Dienste eines Dr. Irabu benötigen. Der nämlich schert sich weder um Tradition noch um seine Patienten, so scheint es. Er ist albern, unhöflich und peinlich, aufdringlich und direkt. Gerade das macht ihn in Japan zur komischen Figur. Dabei trifft er bei seinen Patienten zielsicher den wunden Punkt und hilft ihnen, mit ihren Problemen fertig zu werden.

Das Buch enthält mehrere Kurzgeschichten, die alle mehr oder weniger amüsant sind und sich gut lesen lassen. Allerdings fällt auf, wenn man das Buch von vorn bis hinten durchliest, sie laufen immer nach dem gleichen Muster ab, was auf Dauer etwas langweilig wirkt. Immer mal eine Geschichte so zwischendurch ist aber durchaus lustig 😉

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Der Hamster las was spannendes vor!

Heidi Hensges alias Violetta Miles, der kriminelle Kulturhamster (oder doch besser kulturelle Krimihamster?!^^) las gestern im Kafe Krümelkram eine spannende Geschichte vor, Titel: „Der Vernichter“.

Es ging um Kartoffelpizza, Eichsfelder Mettwurst und andere Leckereien, so daß dem Publikum bald vernehmlich der Magen knurrte! (Natürlich nicht NUR, einzelne Schuhe kamen auch vor 😉 ) Es war ein gut besuchter, spannender und lustiger Abend im Krümelkram. Ein wenig Verwirrung stiftete mein Outfit. Herr Kueperpunk fragte, ob ich ein Telefonbuch trüge, der Hamster sagte „Nee, die hat gar nichts an!“ und ich verstand nur Bahnhof…

Beweisfoto

Ich sah, wie immer, ENTZÜCKEND aus…. nämlich! 🙂

P.S. Gerade fand ich bei den Brennenden Buchstaben dieses Bild:

ich bin die "alte Schachtel" im Sessel da hinten...

Offensichtlich sahen mich einige tatsächlich als wandelnde Pappschachtel…. Seltsam, seltsam…??? 😉

Eine Show im Planetarium und schreckliches Publikum

Gestern Abend gab es eine Musikshow mit Lighteffekten im Planetarium von Second Life. Prima, das wollte ich mir immer schon mal ansehen, also nichts wie hin!

Sehr bequeme Schwebesessel

Langsam füllten sich die Plätze und leider tauchten dann auch einige Leute auf, die massiv störten. So von der Art, die im Kino ständig quatschen und den Mörder verraten oder im Theater telefonieren… Es ist mir auch schon passiert, daß ich vergessen habe, mein „Voice“ auszumachen (und bei mir läuft KEIN Fernseher im Hintergrund!), aber wenn man mir mehrfach sagt, ich möge es bitte ausmachen weil es stört – dann mach ich das und quatsche nicht einfach weiter! Oder lasse Animationen laufen, die jedem ins Ohr kichern oder hicksen! Es war dermassen störend, daß ich gegangen bin, was mir sehr leidtat. Eigentlich wollte ich ein Video mitdrehen, was sich als unmöglich herausstellte, es ginge höchstens als schlechtes Beispiel!
Die Veranstalterin und Joachim Thor holten mich dann wieder zurück und die Störfraktion verschwand nach einigen Minuten, weil sie es langweilig fanden – zum Glück! Ich persönlich fand die Musikauswahl zu den optischen Eindrücken auch nicht so ganz gelungen (Michael Iwoleit hätte prima gepasst 😉 ), aber dann kann man ja einfach gehen. In SL müssen ja nicht mal alle Zuschauer links oder rechts von einem extra aufstehen. Und selbst wenn einem etwas nicht gefällt, jeder Künstler verdient Respekt für seine Arbeit, oder etwa nicht? Jeder, der schon mal irgendetwas in SL „gemacht“ hat (ausser rumzulaufen, meine ich *g*) weiß, wie viel Zeit und Arbeit das kostet und das verdient Anerkennung und keine mutwilligen Störungen!

Da das mit dem Video an dieser Stelle ja nicht geklappt hat, hier wenigstens einige fotographische Eindrücke:

die Bühne, schwebend im Dunkel
tolle Lightshow!
planetarische PAAARTYYYY! 🙂

P.S. Gerade hatte ich Besuch von Bastian75, dem Veranstalter, der sich bei mir entschuldigte (wofür? Das war ja nicht SEIN Fehler!) und mir sagte, die Herrschaften gingen tatsächlich nicht freiwillig sondern mussten „verbannt“ werden. Wirklich schade, daß es wirklich überall Menschen zu geben scheint, denen es Spass macht, die Arbeit und Freude anderer kaputt zu machen. Dumme Leute eben! Ich hoffe, solche begegnen mir nicht zu oft – und natürlich auch nicht den anderen, die Spass in SL haben wollen 🙂

Der Weltraum – unendliche Möglichkeiten über dem Krümelkram

Gestern war es endlich soweit: das wirklich riesige Gebilde, welches seit geraumer Zeit über dem Kafé Krümelkram schwebt, wurde seiner Bestimmung zugeführt, den „Orbitalen Visionen“. Drei Autoren brachten teils lustige, teils gruselige SiFi-Stories zu Gehör und es gab eine tolle Ausstellung mit passenden Illustrationen (die Ausstellung könnt ihr noch einen ganzen Monat besuchen!). Hier einige Eindrücke:

Das Publikum passte sich teilweise schick der Umgebung an 🙂

Sphinxkatze
Ich seh da ein Rotkäppchen!^^

In ernster Betrachtung versunken

Memo an mich: Besser keine SiFi-Lesungen mehr für kleine Geishas! Ich habe wirklich übles Zeug von einem bösen Computerwesen geträumt, das meinen Skalp wollte! Allerdings ist das ein Qualitätsmerkmal für die Eindringlichkeit der Stories :), hat sich also gelohnt ^^

Wer dem Tode geweiht von Elizabeth George

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Thomas Lynley ermittelt wieder!

Nach Wochen der Einsamkeit fernab von London kehrt Thomas Lynley in die City zurück. Als Isabelle Ardery, eine Kollegin aus vergangenen Tagen, ihn um Unterstützung bei einem komplizierten Mordfall bittet, zögert er nur kurz – und tut ihr den Gefallen.

Während Ardery im Laufe der Ermittlungen zusehends ins Kreuzfeuer der Kritik gerät, besinnt Lynley sich seiner früheren Stärken. Und seiner genialen Ermittlungspartnerin Detective Sergeant Barbara Havers …

Ein neuer Fall für Thomas Lynley und Barbara Havers: komplex, raffiniert verwoben und rasend spannend.

Tommy Lynley ist zurück in London. Allerdings noch immer depressiv und traumatisiert, unsicher, was er mit seinem Leben anfangen soll. Isabelle Ardery hat, vorerst, seinen Job als Superintendent übernommen und bittet Lynley bei ihrem ersten Fall um Unterstützung. Es handelt sich um den Mord an einer jungen Frau, der relativ viel Staub aufwirbelt, da der psychisch angeschlagene Bruder einer berühmten Persönlichkeit involviert zu sein scheint. Ausserdem erhofft sie sich von seiner Anwesenheit die Kooperation seines Teams, die sie nicht hat. Ardery ist eine inkompetente Schnapsdrossel, die eine Fehlentscheidung nach der anderen trifft und es sich mit den Kollegen schnell verdirbt. Der Fall scheint den Bach herunter zu gehen, bis Barbara Havers einen ihrer legendären Alleingänge startet…

Der neue Lynley/Havers-Fall besteht aus zwei Erzählebenen, Vergangenheit und Gegenwart, was mich unglaublich gestört hat. Wenn ich nicht genau gewußt hätte, daß es bei Elizabeth George IMMER einen Grund gibt, hätte ich sie gerne überblättert, denn der Hauptstrang an sich ist schon unglaublich spannend: Die Beziehung Lynley/Havers, die schon immer spannend war, ebenso wie die Lynley/Ardery, bei der ich nur den Kopf schüttele und mir Lynleys Nachgiebigkeit nur mit seinem Zustand erklären kann. Wie erwartet laufen beide Zeitebenen am Ende zusammen und bilden ein erklärendes Ganzes, die Vergangenheit hätte nach meinem Empfinden allerdings nicht ganz so breit angelegt sein müssen – auch wenn sie sich auf einen wahren Fall stützte.
🙂 🙂 🙂 🙂 von 5!

„Reginas Teehaus “ wurde gestern feierlich eröffnet !

Vor einem knappen Monat fing ich damit an:

ein einsamer Tisch in Violettas freier Wildbahn

Dann machte Vio Platz für mich in ihrem Garten und nach gut 3 Wochen, in denen ich mit ihrer kräftigen Unterstützung werkelte, sägte und hämmerte, stand dieses Prachtstück da:

Natürlich habe ich nicht vor, mein wunderbares Teehaus (da bin ich stolz drauf, merkt man aber kaum, oder? 🙂 ) einfach so dekorativ rumstehen zu lassen! Ich dachte mir, es ist genau der richtige Ort, etwas über Geishas zu erzählen und, in loser Folge, japanische Literatur zu lesen. Also lud ich zuerst mal die Menschen ein, denen ich diese wunderbare Möglichkeit zu verdanken habe (mein Testpublikum sozusagen 🙂 ), ohne groß Werbung zu machen. Das Häuschen ist nicht groß, mit 15 Avataren ist es voll. Und es WURDE voll! Ich begann mit meinem Vortrag, was eine Geisha überhaupt ist, sprach über Rangfolgen, Kimonos und Frisuren (erstaunlicher Weise blieb das überwiegend männliche Publikum sitzen!) und erstaunte mit der Tatsache, daß die allerersten Geishas im 17. Jahrhundert Männer waren!

der hinreissende Chapter zog sich umgehend um!
Als nächstes bot Violetta ein Musikstück auf der Shamisen dar, wovon es leider keine Fotos gibt. Zwar hatte ich darum gebeten, daß jemand welche macht, aber alle hörten so interessiert der Musik und dem Vortrag zu, daß es schlicht und ergreifend vergessen wurde (spricht ja für den Vortrag, würde ich sagen, grinz!). Chapter Kronfeld rettete diesen Blogbeitrag aber vor der Langeweile! Er filmte etwas mit und stellte mir das Video freundlicher Weise zur Verfügung. Hier also ein kleiner Einblick:

Wie man sieht, ist wirklich jeder Platz besetzt^^. Nach Beendigung des Vortrags gab es die „Einweihungsparty“, alle tanzten mit wahrer Hingabe!

ich hätte kueper irgendwann den sake wegnehmen sollen.....!

Es war ein laaanger, sehr interessanter und lustiger Abend! Bis bald in