Monatsrückblick September

Gelesen:
Tagebuch eines alten Narren

Gehört:
Viel Klassikradio – in der Nacht beim Schreiben

Gesehen:
Das erste Mal den Kölner Dom, echt imposant! Ein Schwein in der U-Bahn (ja wirklich!). Wundervolle Aquamarinaugen….
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Gedacht:
Es war mir ja eigentlich schon immer klar, daß Körper, Seele und Geist als Einheit funktionieren und das der Körper mit Krankheit auf Stress und negative Schwingungen reagiert. Das ich das mal schwarz auf weiß in aller Deutlichkeit vorgeführt bekomme, hätte ich tatsächlich nicht gedacht. Drei Monate ohne Unglück und unterdrückte Wut und mein Blutdruck ist wieder vollkommen normal, mein Blutbild super, meine Zuckerwerte deutlich gesunken, mir ist nachts nicht mehr schlecht bis zum Erbrechen (ja, sorry, zu viel Info, es IST aber so!), keine Migräne mehr und auch sonst keinerlei Anfälle. Also, Leute, wenn ihr euch mies fühlt in eurem Leben und ihr wisst, woran das liegt – ändert es! Es ist euer Leben!

Gesagt:
Danke, an sehr gastfreundliche Menschen in Gymnich bei Köln und ein tolles Wochenende!

Gefreut:
Über nettes Publikum bei meiner Lesung und über einen extrem wundervollen Nachmittag

Geärgert:
Naja, ein bisschen über eine fürchterliche Nacht in meinem Hotel. Wer hat eigentlich entschieden, daß bequeme Betten so weich sein müssen, daß einem der Rücken voll durchhängt?!

Gelacht:
Ja, sehr viel

Geweint:
Nein, keinen einzigen Tag

Getrunken:
Sehr genialen französischen Milchcafé in ner echten Bol in einer tollen französischen Bäckerei in Köln

Gegessen:
Superleckeren Möhrenkuchen – und wenn ich das sage, mein ich das, weil, ich mag den eigentlich überhaupt nicht

Gekauft:
Die Pegasus-Box mit Wechselakku (das ist Dampferkram, für alle Uneingeweihten^^)

Gefunden:
Eher Wiedergefunden: Den Platz, bzw. den Menschen, bei dem meine Seele absoluten Frieden findet

Gemacht:
Eine Lesung in Köln, mir Gedanken

Lesung Lokal K

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Ein Blick auf wahre Schönheit

Das Leben,es hinterließ Spuren auf Dir wie auf jedem von uns. Nur härtere, gemeinere, als es gemeinhin üblich ist. Ich sehe sie mir an, noch nicht so genau, eher etwas scheu. Feine, weiße Linien kreuz und quer auf Dir, Kartografie ohne Sinn. Manchmal berühre ich sie und spüre – nichts.
Als wären sie aufgemalt, abwaschbar, nicht echt. Erschreckt mich das? Ein wenig, manchmal. Und Dein Gesicht? Trägt Spuren. Vom Leben. Vom Schmerz. Und wieder vom Leben. Nur Deine Augen nicht. Aquamarine, strahlend und klar, besonders, wenn sie lachen, blitzend, wenn sie mich ansehen. Sie sind von all dem Leben, all dem Schmerz, unberührt geblieben.

Die Wandlung vollzieht sich langsam in Dir. Die Spuren verschwinden, lösen sich auf und unter ihnen erscheint eine Schönheit, die mir den Atem verschlägt. Wie ein Tuch, welches der Wind von Deinem Gesicht fortweht, weht meine Hand die Spuren der Härte von Dir, die Dich traf und beinahe umwarf. Ich wünschte, ich könnte es malen, könnte diese Verwandlung festhalten, könnte diesen Vorgang auf ewig konservieren. Ich sehe die Linie Deines Mundes, der leicht harte Zug löst sich auf, wird weich und Du öffnest die Lippen, ganz wenig nur, völlig entspannt. Ich sehe durch die Oberfläche hindurch, den Schwung Deiner Wange auf dem Kissen neben mir, spüre Deinen Atem, gleichmässig und ruhig, fahre die Konturen Deines Gesichtes mit dem Finger nach und es wird noch schöner. Du bist völlig in Dir selbst, selbstvergessen, und nichts kann Dich jetzt noch stören, solange ich diese Schönheit in meiner Hand halte.

Es ist eine sehr alte Wahrheit: Alles wird schön, was man mit Liebe betrachtet. So auch Du.

egal

Dampfen macht NICHT süchtig – ein Selbstversuch

Am Wochenende war ich also unterwegs, habt ihr ja vielleicht mitbekommen, ich hatte einen Lesungstermin in Köln. Wenn ich wegfahre bin ich grundsätzlich sehr gut organisiert, schalte alle Lichter aus, ziehe Stecker und schliesse zweimal ab. Meine Taschen stehen gepackt und kontrolliert neben der Tür, ich muß also nur zur Tür rausgehen und fertig.
Das tat ich Freitag früh und merkte auf halbem Weg zum Bus: ICH HABE MEINE DAMPFE VERGESSEN! Oh Gott, die hängt noch am Ladekabel! Was jetzt? Zurückgehen? Dafür reicht die Zeit nicht mehr… So ein verdammter Mist!
Ich entschloß mich dann zu einem spontanen Selbstversuch: Mal sehen, wie lange ich das aushalte ohne Nikotin. Mal gucken, wie süchtig ich überhaupt bin, Nikotin ist ja kein Suchtmittel, das ist eher der ganze andere Dreck in den Kippen. Wenn es gar nicht gehen sollte, kann ich mir ja unterwegs eine billige Notfalldampfe besorgen oder Kippen (Iiiiihhhhh!), falls alle Stricke reissen.

Ihr kennt das: Vorm Bahnhof noch schnell eine Zigarette durchziehen, weil, dann ist erstmal für Stunden Schluß damit. In meinem Fall fünf. Zur Erinnerung, ich habe 37 Jahre lang nicht wenig geraucht, bevor ich von Heute auf Morgen mit dem Dampfen angefangen und mit dem Rauchen aufgehört habe (vor 8 Monaten!), würde also sagen, ich war schon ziemlich süchtig. In Köln angekommen hatte ich noch immer keinen Schmacht und auch keinen Flattermann. Was soll ich euch sagen? Ich hatte das ganze Wochenende weder Entzug noch war ich nervös oder hatte einen Freßanfall nach dem anderen, es war schlicht und ergreifend ÜBERHAUPT NICHTS. Ich kam tatsächlich auch an einem neu eröffneten Dampfshop vorbei, fragt nicht, wo, und bin vorbeimarschiert. Klar, es wäre nett gewesen, mich in die Sonne zu setzen und zum Kaffee gemütlich mein Black & Blue zu dampfen, aber ich MUSSTE nicht. Im Klartext heisst das für mich folgendes:

Ich habe von Donnerstagabend bis Sonntagabend weder gedampft noch geraucht ohne die geringste Einschränkung. Für mich persönlich bedeutet das, das ganze Gerede von wegen „Dampfen macht süchtig und abhängig“ ist gequirlte Hühnerkacke! Als Raucher hätte ich mir noch am Startbahnhof eine Schachtel Kippen gekauft, weil ich es nicht ausgehalten hätte, so einfach ist das. Wäre also wahr, was überall von der WHO und dem DKFZ verbreitet wird, hätte ich dampfen MÜSSEN um das Wochenende zu überstehen und auf jeden Fall hätte ich geraucht, wenn ich denn noch Raucher wäre. Es ist also schlicht und ergreifend gelogen, wenn im Zusammenhang mit der Dampfe von Sucht und Abhängigkeit gesprochen wird. Somit dürfte sich dann auch die Drogenbeauftragte, die in der Diskussion ohnehin Fehl am Platz ist, aus dieser verabschieden. Das kann ich durch meinen (unfreiwilligen) Selbstversuch nun wirklich bestätigen.

Und nun werde ich mir gemütlich eins dampfen, vape on!dampfe