Ein neues Schweineabenteuer (erzählt von Freddy Flausch)

Hallo ihr da draussen, ich bin´s, Freddy. Oder auch „The Mastermind“, harhar! Die Frau, bei der wir wohnen, denkt ja, ich bin nur so´n flauschiges Knuddeltier. Naja, da tu ich ja auch so, als könne ich nicht bis drei zählen, gucke immer völlig verschreckt und mache auf schüchtern, voll Oscar-reif eben!

Aber ich bin eindeutig der Chef im Gehege und sage, wo´s langgeht! Piggeldy muß man sowieso immer alles erklären, der denkt nur ans Mampfen!

Unser Gehege ist ja schon toll, zugegeben, aber ich wollte ja immer schon wissen, was dahinter so los ist. Also immer schön das Gitter abgecheckt auf der Suche nach Schwachstellen, ich bin ja nich dämlich, muig?! Und Montag war´s dann soweit! Eine Lücke, yaaay! Ich wäre ja alleine abgehauen, aber Piggeldy mußte ja uuuunbedingt mit….. *bromsel*

Wir also haste nich gesehen raus aus dem Gehege, zack! Die Futterfrau war im anderen Zimmer und wir also voll neugierig überall rumgestiefelt und gleich mal ne Spur geköttelt. Sozusagen als Beweis, wir waren da! Hähä! Aber dann kam auf einmal die Futterfrau ins Zimmer, mitten im schönsten Spaß! Die hat vielleicht doof geguckt, als sie uns da hat rumrennen sehen! Ich hatte mich ja unterm Sessel versteckt, aber Piggel, der kleine Schleimer, saß mitten im Zimmer vor dem Gitter, weil er wieder nach Hause wollte, das Weichei! Der hat sich auch gleich fangen lassen, wahrscheinlich, weil er nicht mehr wußte, wo´s langging. Aber ICH nicht! Mein kriminelles Schweinchenhirn behält ALLE Wege, ICH hab den Weg alleine ins Gehege gefunden, jawohl^^ Und nun warte ich auf die nächste Gelegenheit, kommt bestimmt! (Anmerkung von der Futterfrau: Denkste!)

Todeseis von Bernward Schneider

(c) Gmeiner Verlag
Die Flucht vor dem Mörder ihres Geliebten führt die schöne Gladys auf die Titanic, als diese am 10. April 1912 von Southampton aus zu ihrer Jungfernreise nach New York in See sticht. An Bord des mondänen Schiffes begegnet Gladys einer illustren Reisegesellschaft aus Bankiers und Millionären, Aristokraten und Prominenten, für die die Jungfernfahrt des Meeresgiganten einen der gesellschaftlichen Höhepunkte des Jahres darstellt. Doch für ihre Feinde ist Gladys eine gefährliche Zeugin und selbst auf dem Schiff nicht sicher …

Gladys ist nicht wirklich eine „Lady“ und ihr Liebhaber auch eher das, was man vornehm „Beschützer“ nennt. Nach dessen Ermordung, deren Zeugin sie wird, muß sie schnellstens sehen, wo sie bleibt. Der unsanft Verblichene hatte Erste-Klasse-Passagen auf der Titanic gebucht, da er geschäftlich nach New York wollte und Gladys sollte ihn begleiten. So muß sie also nur das Schiff erreichen, um damit in die Freiheit zu fahren.

Wir alle wissen, was aus der Titanic wurde. Darum ist das Ende keine wirkliche Überraschung, aber: Die Geschichte um Gladys und ihre illustren bis unheimlichen Begegnungen auf dem Schiff liest sich wunderbar! Man kann sofort eintauchen in die Welt der Titanic, Gentlemen im Frack und Ladies in Ballroben, reiche Müßiggänger und Abenteurer, alles ist vertreten. Und natürlich fiebert man von Beginn an mit, ob die schöne Gladys einerseits ihren Verfolgern und andererseits dem Tod im Eis entkommt. Da dieses Buch eine Mischung aus Realität und Fiktion ist, noch dazu eine gelungene, wäre ein Personenregister schön gewesen, allerdings kann man das auch im Internet nachlesen.

🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 Smileys und mein Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensions-Exemplar.

Er studierte übrigens in Göttingen!

Stollengeflüster von Marijke Schnyder

(c) Gmeiner Verlag
Ein Hoteldirektor wird tot im Simmental aufgefunden. Elsi Klopfenstein, die Kioskbetreiberin vom Lenkersee, reist als selbsternannte Geheim-Delegation nach Bern, um Kommissarin Nore Brand darüber zu verständigen. Diese kennt den Direktor aus einem vergangenen Fall und reist mit ihrem Assistenten Nino Zoppa ins Simmental, um inkognito zu ermitteln. Die Spuren führen das Duo bis nach Amsterdam in die internationale Kunsthändlerszene. Als ein zweiter Mord geschieht, wird Nore Brand mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert und gerät in Lebensgefahr.

Eigentlich hat Nore Brand ja wohlverdienten Urlaub und ebenso eigentlich sollte sie sich gerade vom Simmental ausdrücklich fernhalten. Weisung von „ganz oben“. Etwas geht vor im Simmental und Nores Chef weiß nicht, was. Nore selbst schweigt wie ein Grab, fährt aber, entgegen allen Weisungen, trotzdem hin. Urlaub kann sie schliesslich machen, wo sie will, oder?
Das Buch packt ein heißes Eisen der Geschichte an, es geht um Beutekunst aus dem 2. Weltkrieg und gut gemeinte Absichten. Nore Brand ist eine Frau mit Geheimnissen und einem eigenen Kopf, durchaus sympathisch.
Entgegen vieler anderer Buch-Fortsetzungen sollte man hier den ersten Teil (Matrjoschka-Jagd) allerdings besser gelesen haben. Das Buch wimmelt von Anspielungen auf den ersten Fall, die man als Leser eben einfach hinnehmen muß, ohne sie wirklich zu verstehen. Trotzdem ist die Geschichte sehr spannend! Nore Brand und Assistent Nino haben alle Hände voll zu tun, denn irgendwie ist plötzlich jeder entweder verdächtig oder tot, mit dem die beiden über den verstorbenen Hoteldirektor gesprochen haben…..

Das Buch bekommt von mir 🙂 🙂 🙂 🙂 und herzlichen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensions-Exemplar!

Sowas hätt ich gern „in echt“….

Wenn man sich das sehr klotzige Armband genauer betrachtet, das in SL an meinem Arm hängt, sieht man…

… ja, das ist eine Schreibmaschine!

Und wenn ich was zu sagen habe, tipp ich es da ein. Allerdings erinnere ich mich mit Grausen an das Gewicht der ersten Schreibmaschinen… Trüge ich so ein Armband, mein Orthopäde wäre begeistert 🙂

Vielleicht erfindet ja bald einer ein biegsames Tablet zum umschnallen?*grinz*

Nochmal Steampunk^^

Gestern war es erfreulicher Weise so voll auf der Sim, daß ich keine Fotos mehr machen konnte, der Laptop kochte :). Das hole ich nun nach – und falls sich jemand wundert, warum ich so oft selbst auf den Bildern bin: ich finde das Outfit einfach klasse 😉

Batman fände das super, wetten?!
Mechanische Fische, sehr hübsch! Leider sehr primlastig….

Thunfisch?
Nee, Meerjungfrau in Dosen!^^

Ist das Kunst oder kann das weg? *grinz* Nein, es ist Kunst!
Noch mehr Kunst 🙂
Espresso à la Steam
Wissta Bescheid!^^
Ich habe so das unbestimmte Gefühl….
… etwas BEOBACHTET mich!

Ein eiskalter Wind weht durch Deutschland…

Nein, ich rede nicht vom Wetter. Natürlich nicht. Eine Freundin sagte mir letztens erst,lies blooooß keine Kommentare irgendwo, sonst regst du dich nur stundenlang auf. Ein Rat, den ich zu 90% beherzige, es sei denn, ich hinterlasse selbst einen. Da bleibt es nicht aus, andere Kommentare zu lesen. Zum ersten Mal aufgestossen ist es mir Anfang August, nach dem Selbstmord einer nicht (mehr) bekannten Schauspielerin. Eine Zeitung hatte ein Kondolenzbuch geschaltet – es mußte geschlossen werden! Weil in diesem Kondolenzbuch nicht nur „letzte Grüße“ drinstanden sondern übelst hämische Kommentare, einer entblödete sich nicht mal, sein ewig gestriges Gedankengut zu verbreiten, so nach dem Motto: „Hätte sie nicht vergessen, eine DEUTSCHE Frau zu sein, hätte sie sich nicht umgebracht, denn eine DEUTSCHE Frau am Herd mit acht strammen Kindern für Fü…. und Vaterland…“ Also, nicht wörtlich, aber sinngemäß.
Dazu sagte ich bisher nichts.
Und warum jetzt? Auf Youtube gibt es einen Meerschweinchen-Kanal, den ich abonniert habe. Eines der Schweinchen ist heute morgen gestorben und es gibt ein Video dazu. Um es vorweg zu sagen, die meisten Kommentare sind völlig ok. Wie sich das gehört. Aber es gab auch Kommentare wie: „Yayy, es ist tot!“ oder „Ich hätte den Hamster (!!!) eigenhändig umgebracht!“ Und da bleibt mir die Spucke weg!
Ich habe im Moment nicht mal das Gefühl von „fremdschämen“, ich bin einfach traurig. Ich will auch nicht den Tod eines Menschen mit dem eines Meerschweinchens vergleichen, darum geht es nicht. Es geht mir um diese grenzenlose Gefühlskälte. Was für eine Gesellschaft ist das bitte, in der auf dem Leid anderer dermassen rücksichts – und respektlos rumgetrampelt wird? Sind wir tatsächlich auf dem Trash-TV-Niveau angekommen, daß Mitgefühl nur noch lächerlich gemacht wird? Leute, geht´s noch??? DAS ist unsere Gesellschaft, wollt ihr in so einer leben? Macht doch mal die Augen auf und respektiert die Gefühle anderer! Ihr wollt schliesslich auch, daß man eure Gefühle ernst nimmt.

Ja, gut, vielleicht bin ich die letzte Sozialromantikerin… TROTZDEM musste ich das loswerden, bevor ich im kreis kotze!

Steampunk-Flohmarkt am Krümelkram

Heute eröffnete der Steampunk-Flohmarkt mit einer zweisprachigen Lesung von Küperpunk Korhonen, „Grosvenors Räderwerk“. Ich kann mit Steampunk jetzt nicht wirklich viel anfangen. Es ist das viktorianische Zeitalter, gepaart mit viel Dampf(maschinen^^), Luftschiffen, H.G.Wells, Jules Verne und verrückten Zylindern 😉 Jedenfalls war es sehr voll, sehr interessant und es gab viel zu sehen. Noch die nächsten 4 Wochen könnt ihr im Steampunk schwelgen 🙂

Luftschiffe, wohin man guckt!
Über 40 Zuhörer lauschten der Lesung
Zaphod trägt den Zylinder eines Bücherwurms 🙂
Auch ich passte mein Outfit an – MIT Zylinder ^^

Das umfassende Sherlock Holmes Handbuch von Zeus Weinstein

Foto: Kein und Aber
Der kompetente Begleiter zum gesamten Holmes-Werk und ein Buch für alle, die schon immer die letzte Wahrheit über die Spürnase von der Baker Street wissen wollten.

In diesem Buch erfahren Sie wirklich alles über Sherlock Holmes:
· Die Plots aller Storys
· Das Who’s who? aller Figuren
· Kleine Conan-Doyle-Chronik
· Mr. Holmes und Dr. Watson: Porträt einer Freundschaft
· Sherlock Holmes im Kino
und vieles mehr

Laut der HP des Kein & Aber Verlages ist dieses Buch (leider) nicht mehr lieferbar. Ich fand meines glücklicher Weise im Antiquariat :). Und ich muss sagen, ich bin wirklich begeistert! Nicht nur, daß das Buch unglaublich viele Illustrationen aufweist, nein, es enthält wirklich jede Menge interessanter Informationen. Ich las „Sherlock Holmes“ bestimmt vor 30 Jahren und hatte eine Menge vergessen. Das A.C.Doyle Arzt war und ebenso politische wie auch Bücher mit spiritistischem Inhalt geschrieben hat, wußte ich gar nicht. Das „Who`s who“ ist super, vor allem, wenn man die Figuren so mit Moffats „Sherlock“ vergleicht. Für jeden Fan ist das Buch ein MUSS und ich hoffe sehr, Kein & Aber startet noch eine Auflage! Ansonsten stöbert durch die Antiquariate, es lohnt sich wirklich!

Leseblüten „Ruf der Freiheit“ 2012

Was ist eigentlich Freiheit? Diese Frage stellten sich 36 Autoren aus Deutschland, Österreich, Frankreich sowie der Schweiz. Sie verpackten ihre Gedanken, Geschichten und Erlebnisse in 39 wundervolle Kurzgeschichten, die das Thema Freiheit von vielen verschiedenen Seiten mit all ihren Facetten zeigt.
So findet man in diesem Buch eine Ballonfahrt, einen Rapunzelturm, einen Spaziergang durch Venedig, ein Zwie(tscher)gespräch, einen kleinen Garten mitten in der Großstadt, ein Navigationsgerät mit Eigenleben und noch viele weitere großartige Geschichten. Ein Buch, das zum Träumen, Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken anregt!

Hier findet man wirklich viele Ansichten zum Thema Freiheit, aus allen möglichen Blickwinkeln. Interessant, lustig, nachdenklich, kurzweilig. Meine Lieblingsgeschichte ist eindeutig die mit dem schlecht gelaunten Navi ;)! Aber auch all die anderen Geschichten haben mir gut gefallen, jede hat etwas besonderes. Dieses Buch hat etwas, das in Anthologien selten ist: Es war keine einzige dabei, die mir nicht gefallen hätte. Gerne zum immer-wieder-lesen:)

🙂 🙂 🙂 🙂 🙂

Silvia Seidel – Versuch eines Nachrufs

Silvia Seidel ist tot und ich denke als allererstes an „Anna“. Wie vermutlich jeder Mensch in Deutschland. Ausgerechnet „Anna“, die ihr mehr zum Fluch als zum Segen wurde, ist das, was bleiben wird – für immer. Auch bei mir, das gebe ich zu. Ich war hingerissen von dieser wunderhübschen, zerbrechlich-stählernen Elfe Silvia Seidel, so sehr, daß ich meine Tochter nach dieser Filmfigur benannte. (Gut, wenn sie „Glyzenia“ geheissen hätte, vermutlich eher nicht!) Nicht, weil ich wollte, daß meine Tochter Ballerina wird (auch wenn ich nichts dagegen gehabt hätte), sondern weil „Anna“ trotz aller Zartheit mutig war und stark, weil sie für das, was sie wollte, gegen alle Widrigkeiten kämpfte. Ich hätte Silvia Seidel MEHR von „Anna“ gewünscht OHNE die Vereinnahme durch diese fiktive Person.

Foto: dpa

Besonders tragisch ist, daß es ein Freitod war und der einzige Mensch, der Frau Seidel vermisste, die Wirtin ihrer Stammkneipe war. Wie unendlich traurig! Hätte man es verhindern können? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Menschen, die an Depressionen leiden, sind hervorragende Schauspieler, Meister darin, ihrer Umgebung vorzumachen, alles wäre prima. Vielleicht hat sie versucht, darüber zu reden und bekam die üblichen Floskeln zu hören: „Ach, Silvia-Mädchen, jetzt reiß dich mal zusammen! Was hast du denn für´n Grund, unglücklich zu sein, anderen geht´s doch viel schlechter…“ Dann sagt man halt nichts mehr und leidet stumm. Und allein. Denn Menschen mit Depressionen brauchen einen starken Partner. Ich weiß es, ich habe einen solchen! Wie oft mußte er Heul- und Wutanfälle ertragen, für die er den Grund weder kannte noch verstand, kam nicht an mich ran und versuchte trotzdem, mich zu trösten. Das kostet Nerven. Und wenn man ein Promi ist, fällt ja auch noch die Presse über einen her! Dazu sage ich hier jetzt aber nichts, das gehört nicht hierher. Nur eines: Es wurde ja immer davon gesprochen, Frau Seidel spiele „nur“ noch Theater. Ich verstehe nicht, warum das so abschätzig rüberkommt. Um auf einer Theaterbühne zu stehen, muß man wirklich etwas können – ganz im Gegensatz zum Film. Wenn einer da seinen Text nicht kann, wird eben nochmal gedreht oder sie bekommen so´n Flipchart hingestellt, von dem sie ihren Text ablesen. Es gibt Filmschauspieler, die haben die Ausstrahlung und Mimik eines Weißbrots und sind „Stars“. Auf einer Theaterbühne braucht es Charisma und Können. So sehe ich das.

Auch wenn es schwierig ist, Depressionen zu erkennen, unmöglich ist es nicht. Ich habe immer wieder mal nach ihr gegooglet, so „was macht eigentlich Silvia Seidel“ und habe mir Fotos angesehen. Und ich dachte: Sie sieht traurig aus.

Foto: ZDF/Chr.A.Rieger

Stehe nicht an meinem Grab und weine

Stehe nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort, ich schlafe nicht.
Ich bin wie tausend Winde, die wehen.
Ich bin das diamantene Glitzern des Schnees.
Ich bin das Sonnenlicht.
Ich bin der sanfte Herbstregen.
Ich bin der Morgentau.
Wenn du aufwachst in des Morgens Stille,
bin ich der flinke Flügelschlag friedlicher Vögel im kreisenden Flug.
Ich bin der milde Stern, der in der Nacht leuchtet.

Stehe nicht an meinem Grab und weine
Ich bin nicht dort, ich bin nicht tot.

(Gebet der Hopi)