Monatsrückblick November

Gelesen:
Immer noch: Ich der Kater (Das Buch ist soooo eng bedruckt, da wollte jemand Papier sparen. Sehr anstrengend zu lesen…)

Gehört:
Klassikradio, die neuen Sparten. Favoriten sind New Classics, Movie, Healing und Christmas

Gesehen:
Crimson Peak (Weiß gar nicht, warum der so schlecht abschnitt. Er ist etwas oldschool und auch ein bisschen vorhersehbar aber trotzdem schön.) Und Mr. Holmes – wunderbar!

Gedacht:
Es wird immer schlimmer! Es kann doch nicht wirklich wahr sein, daß sich Geschichte immer wiederholt, oder? Wenn Hitler, Goebbels, Himmler und Co wüßten, was hier gerade so abgeht, die würden Party machen in ihrer Gruft…

Gesagt:
DAS (was da passiert ist) ist definitiv die Krone meiner Statistik! Breitgrinz!

Gefreut:
Das dem besten Freund in Paris nichts passiert ist! Und über seine Mitbringsel….

Geärgert:
Nein, es ist eher ein sehr starkes Gefühl der Resignation über die allgemeine Weltlage. Ich zitiere ja nun wirklich nie ausgerechnet den Papst, aber er nannte Weihnachten in dieser Zeit tatsächlich „ein Affentheater“. Es ist schon irre, sich jetzt auf „innere Einkehr“ und Rückbesinnung einzustimmen, aber andererseits brauchen wir definitiv mal eine Pause. ICH brauche die ganz sicher!

Gelacht:
Ja, sehr viel

Geweint:
Ja, schon. Aber wenn jemand da ist, der einen versteht und tröstet, macht das nichts.

Getrunken:
Viel Tee und lecker Punsch

Gegessen:
Viel Obst, Sushi

Gekauft:
Geschenkeeeeeee

Gefunden:
Viele superschöne Apps für mein Ipad. Erwähnte ich schon, daß ich das Ding wirklich, wirklich liebe?

Gemacht:
Text für Radiosendung eingesprochen. Jahaaa, Regina goes Radio! (Ihr dürft dann ALLE zuhören, ne?!)

FoS11

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Dieser Weg wird kein leichter sein… und wer ist hier ein Mob?

Ich habe immer von mir behauptet, unpolitisch zu sein. Zwar gehe ich brav wählen, aber in den letzten Jahren wirklich deutlich frustriert mit dem Gefühl, sowieso nichts bewirken zu können. Der einzige Grund für mich ist, zu verhindern, daß irgendeine dieser Naziparteien irgendwo irgendetwas zu sagen haben könnte, um Himmels Willen. Wenn ich nichts weiter mit meinem Kreuzchen bewirke, als das zu verhindern, ist das heutzutage schon viel!
Und genau aus diesem Grund habe ich auch gegen die Entsendung von Xavier Naidoo zum ESC protestiert. Das war eine politische Entscheidung, eindeutig. Der ESC als solcher ist mir herzlich egal und ob Xavier Naidoo singen kann oder nicht, ist Geschmackssache. Ich persönlich kann seinen Stil, seine Texte und seine Bigotterie darin nicht ausstehen, aber wenn das der einzige Grund wäre, hätte ich ihn problemlos auf dem ESC für Deutschland trällern lassen, bitteschön.
Das aber wird den Kritikern jetzt vorgeworfen. Atze Schröder schrieb gestern auf Facebook, daß es schade wäre, Deutschlands besten Sänger nun nicht antreten zu lassen, weil der Mob gewonnen hätte, und hat damit natürlich eine Verbalschlacht eröffnet.
Korrigiert mich, wenn ich mich irre, aber war es nicht früher so, daß jedes Bundesland erstmal einen Kandidaten gestellt hat und dann in einem Vorentscheidungswettbewerb entschieden wurde, wer letztendlich da hinfährt, zum ESC? Habe ich diese Vorgehensweise dieses Jahr irgendwie verschlafen oder war es tatsächlich so, daß der NDR einfach mal so gesagt hat: „Ach, wir lassen diese überflüssige Vorentscheidung mal weg und bestimmen einfach, daß der Naidoo das schon für uns schaukelt.“

Fakt ist, das Volk hat entschieden: Wir wollen den da nicht sehen. Und ja, das war eine politische Entscheidung, keine, die seine künstlerischen Qualitäten betraf. Fakt ist auch, Deutschland hat ein Naziproblem, welches immer weniger ignoriert werden kann. In den Sozialen Medien tobt seit Monaten eine Schlacht,nennen wir sie mal profan „Besorgtbürger gegen Gutmensch“, also rechtslastige Hetze gegen alle Menschen, die sich das nicht gefallen lassen wollen. Das Ausland beobachtet Deutschland exakt in diesem Augenblick sehr genau, in welche Richtung es hier geht und ob man irgendwann mal „eingreifen“ muß, wenn wir das nicht selbst geregelt bekommen. Selbst die ARD, von der ich wirklich kein Fan bin, ließ Stimmen hören, die Xavier Naidoo als „katastrophale Fehlentscheidung“ bezeichneten. Aus all diesen Gründen kann man einen Sänger mit „rechtslastigen, homophoben Tendenzen“ (ja, die HAT er, und wenn es noch so runtergespielt wird!) nicht bei einem internationalen Wettbewerb für Deutschland antreten lassen, Punkt. Wer das nicht sieht, hat einfach den Knall nicht gehört.

In allen Städten Deutschlands stehen immer wieder Tausende Menschen gegen diese intoleranten und gefährlichen braunen Unbelehrbaren auf der Strasse, in Köln, in Dresden, in Berlin und München. Wenn Atze Schröder die Menschen, die gegen Xavier Naidoo beim ESC sind, als „Mob“ bezeichnet, bezeichnet er auch jeden, der für Freiheit, Toleranz und Menschlichkeit auf der Strasse steht, als Mob. Darüber sollte er vielleicht mal nachdenken.

Ich persönlich freue mich jedenfalls sehr, daß unsere Stimmen tatsächlich mal zur Kenntnis genommen wurden. Na bitte, es geht doch!

Liebe Radfahrer: Bitte macht das Licht aus!

Die Überschrift mag merkwürdig klingen, vor allem jetzt, wo es früh dunkel wird und morgens mancherorts so dicker Nebel herrscht, daß man nicht fünf Meter weit sehen kann. Selbstverständlich müssen Radfahrer gut sichtbar sein, keine Frage!

Ich lebe in einer Fahrradstadt. Universitätsstadt. Tausende Studenten mit tausenden von Fahrrädern, die mittlerweile technische Hyperteile sind. Vor allem die Lampen. Diese Halogenstrahler mit dem hellen, kalten, blauweißen Licht. Wenn ihr, liebe Radfahrer, euren Drahtesel durch die Fußgängerzone schiebt, macht doch BITTE das Licht aus! Warum? Nun, eine solche Lampe wirkt beim schieben wie ein Stroboskop. Normaler Weise ist das nur einen Moment lästig, bis ihr vorbei seid. Bei einem Menschen mit Epilepsie und erhöhter Photosensibilität kann das innerhalb weniger Sekunden einen Anfall auslösen. Das ist keine Übertreibung. Ihr könnt nicht wissen, ob in dem Pulk Menschen, der euch entgegenkommt, ein solcher Mensch ist, bis er ohne ersichtlichen Grund umkippt. Das ist für alle eher unschön. Für den Betroffenen natürlich, aber auch für die herbeigerufenen Rettungskräfte. Normaler Weise dauert ein epileptischer Anfall nicht sehr lange, meist ist er vorbei, bis der Rettungswagen eintrifft. Der Patient ist vielleicht noch etwas schwach und verwirrt aber kein Fall für die Klinik. Das verursacht Aufwand und Kosten, die im Normalfall dem Betroffenen in Rechnung gestellt werden.
Ein Krampfanfall ist anstrengend und schmerzhaft und manchmal auch mit Verletzungen verbunden, die durch den Sturz entstehen. Das lässt sich durch einen einfachen Klick am Lichtschalter umgehen. Also, liebe Radfahrer, allzeit Gute Fahrt, getreu dem Motto:

Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt – und macht dabei bitte das Licht aus!

Ich bin es so müde…

Dieser Artikel wird sehr oft das Wort „eigentlich“ beinhalten. Das ist mir schon beim allerersten Satz klar. Trotzdem werde ich das hier weiter schreiben, auch wenn es keine tiefschürfende Analyse wird und vermutlich keine flammende Rede für die Freiheit der westlichen Welt und gegen den IS. Dazu bin ich inzwischen zu müde. Und damit meine ich jetzt nicht die übliche Müdigkeit nach einer durchfeierten Nacht sondern die Müdigkeit, die sich nach Windmühlenkämpfen einstellt.

Eigentlich hatte ich am Freitag Abend alle Sozialen Netzwerke runtergedreht, ich wollte mir was leckeres kochen und dann gemütlich Doktor Who auf BBC gucken. Das habe ich auch gemacht, nicht ahnend, daß das die letzte ruhige Handlung des Abends war. Kurz vor Mitternacht schaute ich dann doch noch auf Twitter vorbei. War momentan verwirrt. Erstarrte. #ParisAttacks . Nicht viele wußten was, nur, daß es schlimm war. Sehr schlimm. Und mein bester Freund feierte am Freitag seinen Geburtstag – in Paris! Zwar im Disneyland, aber soweit ich wußte, wollte er auch nach Paris direkt, ich wußte nur nicht mehr, wann. Telefon geschnappt, angerufen, keinen erreicht. Zwischendurch die großartigen, wunderbaren Hilfsangebote der Pariser Bevölkerung retweetet, die sichere Plätze und Unterkunft anboten, für all die Menschen, die verängstigt durch die Strassen liefen. Und wo es vollkommen egal war, ob diese Menschen Franzosen, Deutsche oder getarnte Aliens waren. Auch die Pariser Taxifahrer, die sich spontan zusammenfanden, um Verletzte umsonst in Krankenhäuser zu fahren, oder an sichere Plätze. Chapeau! Um Viertel vor drei meldete sich der beste Freund wohlbehalten, ihm ging es gut. Mir fiel ein Fels vom Herzen und ich fiel ins Bett.

Am Samstag dann erste Erkenntnisse. Und das nicht nur über Paris. Zwischen den Sozialen Netzwerken gibt es ja seit langem eine offene Rivalität, speziell zwischen zweien: „Die Intelligenz ist auf Twitter. Der Rest ist auf Facebook.“ Heisst es da. Und gerade bei solchen Katastrophen bestätigt sich das immer wieder. Klar, auch auf Twitter wird mal ein Gerücht oder ne Ente verbreitet, aber doch bei weitem weniger. Auf Facebook wird man mit rechtslastigem Nazidreck von Besorgtbürgern geradezu erschlagen. Hohl, dumm, unreflektiert. Eigentlich müßte ich dort eine Person wirklich entfreunden. Fällt mir aber schwer, weil sie grundsätzlich nett ist. Einerseits teilt sie einen fremdenfeindlichen Post (der als solcher jetzt nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, zugegeben), wonach ich die Person schütteln möchte und sie anschreien, ob sie nicht merkt, auf was für ein Gewäsch sie reinfällt! Drei Posts weiter teilt sie das Bild einer Kerze für ein totes Flüchtlingskind. Ähm… was mach ich mit sowas? Ist das wirklich so unreflektiert, wie es rüberkommt?
Ich bin es müde, mich für mein „Gutmenschentum“ zu rechtfertigen. Ich bin es müde, die ewig gleichen Diskussionen mit Unbelehrbaren zu führen, daß, bei Allah, nicht jeder Muslim ein fanatischer Attentäter ist. Ich bin es soooo müde, immer und immer wieder zu erklären, warum unter den Flüchtlingen so viele junge Männer sind. Das die nicht eine monate- und jahrelange Flucht auf sich nehmen, um hier stramme deutsche BDM-Mädel zu vergewaltigen, die sich ja aus lauter Angst sowieso nicht auf die Strasse trauen, die Armen…. Ich bin unserer Politker aller Facetten müde, die jetzt noch lauter nach Grenzen mit Stacheldraht rufen, die Totalüberwachung fordern, Vorratsdatenspeicherung und was weiß ich noch alles. Hat auch in Frankreich nicht viel geholfen. Ich bin es müde, mir Angst machen zu lassen.
Eigentlich sollte man aus Facebook aussteigen. Mach ich jetzt auch, eine zehntägige Pause. Ich kann den ganzen Hass da nicht mehr ertragen, wenn der Rest der Welt um die Opfer eben dieses ungebremsten Hasses trauern. Vielleicht habe ich danach wieder Kraft, mich den ewig gleichen, fremdenfeindlichen Diskussionen zu stellen und zu hoffe, wenigstens EINEN dazu zu bringen, mal für fünf Minuten nachzudenken.

Immer schon

Der Richtige für mich.

Das warst Du.

Immer schon.

Ich wusste das,

immer schon.

Als ich Dich kennenlernte

war ich geborgen bei Dir

wie immer schon.

Ich schenkte Dir mein Herz –

immer schon.

Als ich Dich verließ

bereute ich das.

Immer schon.

Ich wollte nur ein Wort von Dir.

Immer schon.

Jetzt haben wir uns wieder,

halten uns fest,

lassen uns nicht mehr los

und lieben uns wie

immer schon.

herz

Monatsrückblick Oktober

Gelesen:
Ich der Kater, wundervolle Mails

Gehört:
Klassikradio, Blue Heron Radio, verschiedene Playlists und Podcasts (u.a. die von Frau Wibke Ladwig^^)

Gesehen:
Death Note, Anime und Realfilm

Gedacht:
In mein schönes großes Gehege passen ja sicher auch drei Meeris, oder?…..

Gesagt:
Nächstes Jahr fahr ich wieder auf die Buchmesse. Ohne fehlt definitiv was^^

Gefreut:
Das ich tatsächlich wieder gut ohne Stock laufen kann. Freue Dich über die kleinen Dinge…

Geärgert:
Nicht wirklich geärgert. Die Vergangenheit muß nur verarbeitet werden, richtigen Ärger ist sie nicht wert. Das erzähle ich zumindest meinem Körper jeden Abend, der nachts wohl doch noch einiges zu verarbeiten hat…. pffft!

Gelacht:
Ja, sehr viel

Geweint:
Nein, keinen einzigen Tag

Getrunken:
Viel Tee und selbstgemachte Smoothies

Gegessen:
Viel Obst, die ersten Spekulatius uuuund Kürbissuppe, zwei Varianten

Gekauft:
Nur Bücher 🙂

Gefunden:
Leider immer noch nicht die blöden Paßbilder, die ich suche…. wo sind die bloß?!

Gemacht:
Neue Rezepte ausprobiert, Herbstspaziergänge, viele Briefe geschrieben

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