London calling…..2!


Meine „Sherlock-Tour“ am ersten Tag machte ich ja mit der U-Bahn. Das geht schnell, man kommt problemlos überall hin aber – natürlich sieht man nichts. So bin ich am zweiten Tag Bus gefahren. Einige Worte zum öffentlichen Verkehr: In London ist es absolut unmöglich, schwarz zu fahren 😉 ! An jedem U-Bahn-Zugang muß man durch ein Gate, dessen Türen sich nur öffnen, wenn man sein Ticket vorher einliest. Es stehen auch überall Servicekräfte, die einem helfen, wenn man (wie ich natürlich!) erstmal stecken bleibt. Das Gleiche muß man aber auch machen, wenn man wieder RAUS will! Fährt man beispielsweise zu weit über seine Zone hinaus, bleiben die Gates geschlossen, man ist dann wirklich eingesperrt. Finde ich sehr effektiv 😉 In den Bus könnte man zwar auch hinten einsteigen, aber das lasst besser bleiben, der Fahrer sieht alles!
Mein erster Weg führte mich direkt nach Chinatown:

London-Chinatown

Das hier kenne ich doch???
Sag ich doch!^^ (Foto: Sherlockology.com)
Achtung, Stinkfrucht!!! Die heissen wirklich so – und nicht umsonst! Keine Ahnung, wie man etwas essen kann, das so bestialisch „duftet“… örks!

Am Ende von Chinatown kommt man in die Fulham Road, wo u.a. die Musical-Theater sind.

Da es dann mal zu regnen anfing, stieg ich in den nächsten Bus ein und ließ mich rumfahren… Jetzt gibt´s einige typische Touristenfotos 🙂

Royal Mail

Themse & Aussicht
House of Parliaments, beeindruckend
St. Paul´s Cathedral

Busfahren macht hungrig und ich kann ja wohl nicht in London sein ohne einen richtigen Five-o´clock-tea! Also stieg ich am Piccadilly aus und ging zu Waterstones. Das ist eine Buchhandlung, richtig. Aber die haben ganz oben ein Café mit einer grandiosen Aussicht auf London! Natürlich kann ich keinen Buchladen betreten, ohne wenigstens ein Buch zu kaufen….grins!

HAHAHA!!!

Das mit der Tea-Time war ein wenig enttäuschend… Ich befinde mich quasi im Mutterland der europäischen Teekultur mit early-morning-tea, high-tea, zu-jeder-Gelegenheit-tea – und dann schmeissen die überall nur einen Teebeutel in die Kanne?!? Teebeutel – die Höchststrafe für jeden Teetrinker! Vermutlich hätte ich wirklich zum High-Tea ins Ritz gehen müssen, allerdings weiß ich nicht, ob ich in meinem Jack-Wolfskin-Allwetter-Outfit mit den verlatschtesten (weil bequemsten!) Schuhen da nicht etwas deplaziert gewesen wäre… Na egal, zum Tee gab es einen Scone mit Erdbeermarmelade und Clotted Cream und DAS war …hmmmmmmmm 🙂

Ein Häkelschwein-Cupcake!^^
Häkelschwein hat Aussicht. Im Hintergrund seht ihr die Battersea-Power-Station, ein Riesending!
Zum guten Schluß eine der erwähnten Halal-Metzgereien. In Deutschland unmöglich, Fleisch so „offen“ zu verkauen, in London normal 😉

So, das war´s von meinem ersten (und NICHT letzten!) Londontrip. Es war wirklich ein tolles Erlebnis 🙂 🙂 🙂

Werbeanzeigen

London calling……!

London rief – und ich eilte! Schliesslich bekam ich diese Reise von Freund und Familie zum Geburtstag geschenkt, hatte also laaange Zeit, mich darauf zu freuen 🙂 Und viel Zeit zum planen, was sich als wirklich nützlich erwies, zumal wenn man, wie ich, zum ersten Mal dort ist.
Zwei Dinge lernt man quasi sofort:
1. Wenn Du nicht lebensmüde bist, überquere Strassen NUR an der Ampel. Ich weiß, daß in Großbritannien links gefahren wird, aber reflexartig guckte ich doch zuerst in die falsche Richtung und wäre sicher 10x in ein Auto oder einen Bus gerannt, wenn nicht zusätzlich eine Hilfe auf dem Boden stünde:

2. Die Londoner sind wirklich ungeheuer freundlich und hilfsbereit. Noch nie hat man mir so oft einen Sitzplatz angeboten, wenn ich in die „Tube“ (U-Bahn) reinhinkte, wurde ich gefragt „Can I help you?“, wenn ich verwirrt vor einem Busfahrplan stand oder schleppte jemand mein Gepäck die endlosen Treppen in den Gängen zwischen den Stationen hoch! Das erlebte ich gleich am allerersten Tag. In diesem Viertel lag mein B & B:

Das ist ungefähr so wie Berlin-Neukölln, nur viel größer und mehr von Afrikanern als von Arabern bevölkert, was aber kaum einen Unterschied macht. Anhand der fast in jedem Haus vorhandenen Halal-Metzgereien ist klar der Islam Hauptreligion dort. Und ich suchte verzweifelt die Strasse meines B & B. Auf der Karte sah das so einfach aus, aber ich irrte da herum und fand sie nicht! Mit dem Adressenzettel in der Hand fragte ich an einem Obststand und da hieß es: „Yes, Lady, come here, ask Peckham-Boy! Peckham-Boy knows all streets here…. Booooy! There´s a Lady with a question!“ Ich sah recht erwartungsvoll den Teenager hinter den Bananen an, sollte mich aber irren:

The Peckham-Boy! (unglücklicher Weise blendete ihn mein Blitzlicht….)

Und was macht er? Schnappt sich meinen Zettel, zückt sein Mobiltelefon und ruft meine Vermieterin an! Dann erklärt er mir den Weg und keine 10 Minuten später biege ich in einen Weg, an dem ich fünfmal vorbeigerannt bin. Da steht eine lachende, winkende Frau am Fenster und ich bin angekommen! 🙂 Solltet ihr mal in Peckham Rye sein und nicht weiter wissen, fragt nach Peckham-Boy, ich glaube, den kennt da jeder – und ohne seine Hilfe wäre ich noch ewig da herumgeirrt! Thank you very much!

Mein Zuhause auf Zeit, B&B vor Mrs Helena Monteiro

Ich hab ja so Gruselgeschichten gehört über englisches Frühstück und das Essen in England allgemein, aber mein Frühstück war wirklich super: jeden Tag frischer Obstsalat, ein bisschen Wurst & Käse und massenhaft Marmelade^^

Das Häkelschwein checkt die Auswahl 🙂

Mrs Monteiro war überhaupt unheimlich nett. Wenn ich mir was zu essen gekauft hatte, durfte ich das problemlos in ihrer Küche verputzen, ich bekam einen kleinen Wasserkocher auf´s Zimmer und wir haben uns super verstanden – notfalls mit Händen und Füßen, grins! Ich habe mich bei ihr wirklich sehr wohlgefühlt und sollte ich noch einmal nach London fahren, werde ich sicher wieder bei ihr wohnen 🙂 🙂 🙂

Das Häkelschwein war natürlich mit dabei und begleitete mich auf meiner persönlichen „Sherlock-Tour“!

Herr Häkelschwein möchte Sherlock besuchen!

Nach diesem Foto ging ich zu Speedy´s Café, meinen Sherlock-Wrap essen (seeeeehr lecker!!!) und wurde natürlich gefragt, warum ich das Schwein auf den Türklopfer gesetzt habe. Also erzählte ich von der Häkeloma, die in Deutschland gaaanz viele Schweine häkelt, die dann in alle Welt verreisen und Abenteuer erleben und natürlich, daß die Häkeloma zum Geburtstag wahnsinnig viele Geburtstagskarten aus aller Welt bekommt. Das hat den beiden Jungs so gut gefallen, daß sie ein Foto mit dem Häkelschwein haben wollten, bitte, hier ist es:

Hello Guys! It was nice to meet you at Speedy´s, many greetings from Germany!
(The woman with the pink piggie 🙂 )

Ja und Speedy´s war super! Wahnsinnig nette Leute und obwohl im Café der Bär steppte, wurde nichts vergessen und ich bekam meine Speedy-Mugs gut verpackt. Das Essen ist wirklich lecker, der Service ist top – also Sherlockians und Nicht-Sherlockians, geht da was essen, das ist ein Geheimtip 🙂

Das Häkelschwein will auch was vom Sherlock-Wrap ^^
Sherlock-Fotos an den Wänden

Knocking on heavens door! 😉
TAXI?!? „Just tea for me, thanks.“ (Giggles!)

Nur 2 Stationen vom Euston Square geht es zum Sherlock Holmes Museum


Einen echten Bobby habe ich in ganz London nicht gesehen – allerdings massenhaft Polizei und Security

Death-Frisbee ^^
Ihr wisst schon, wo es nun hingeht, oder?!
Genau: Reichenbach! O.O
Ich stand genau da, wo John stand. Er KONNTE gar nicht sehen, was mit Sherlock passiert ist….
Mein Gott, wie DRAMATISCH!^^

Morgen gibt es Teil 2 🙂