Lyrik, die….wievielte?

Ein Nest

Es ist kalt
da draussen,
einsam und leer.
Du flatterst herum,
weisst nicht
wo hin und
wo her.

Ich seh dich
vor dem Fenster,
bei mir ist es warm.
Trau dich herein,
bleib bei mir,
in meinem Arm.

Bumerang

Ich zielte mit meinen Worten
auf dein Herz
Und traf, mitten durch,
deine Seele.

Worte sind mächtig,
gewaltig und stark.
Worte sind laut oder leise,
sanft und auch hart.

Du nahmst meine Worte
und den Pfeil,
spanntest den Bogen
und trafst mich – frontal!

(c) Regina Neumann

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Langsam gehen mir die Titel aus…. noch´n Gedicht :)

Distanz

Hunderte Kilometer entfernt
und doch so nah.
Deine Stimme in mir,
meine Gedanken zu dir,
der Weg zwischen uns entspannt.

Entfernung gilt nur im Raum,
nie in der Zeit.
Wir spannen einen Bogen
in der Zeit bis zum Morgen,
zärtlichwarm wie einen Traum.

Lass uns die Zeit festhalten
mit aller Macht.
Die Distanz zwischen uns so klein,
nicht ein Blatt passt da noch rein –
noch Strassen, um darauf anzuhalten!

Feuereis

Meine Seele ist Feuer,
meine Füße aus Glas,
sie stehen auf
sehr dünnem Eis.

Das Feuer in mir
will nach vorn,
meine Füße
bewegen sich nicht,
zu glatt ist der Boden.

Glas auf Eis, erstarrt
und kalt.
Bist du dann da,
mit festen Schuhen –
und gibst mir Halt?

(c) Regina Neumann

Familienpakt von Jan Beinssen

(c) Gmeiner Verlag
Mord im Nürnberger Südklinikum! Eine junge Krankenschwester stirbt durch mehrere Messerstiche. Der Täter wird noch am Tatort gefasst. Doch als er hinter Gittern sitzt, geht das Morden im Klinikum weiter. Konrad Keller, frisch pensionierter Nürnberger Kripochef, hat seine ganz eigenen Vorstellungen vom Ruhestand: Statt das Rentnerleben zu genießen, mischt er weiter bei der Mordermittlung mit und spannt dafür seine ganze Familie ein …

An sich ist es eine einfache Sache: ein Vater verliert bei einem Routineeingriff seine geliebte Tochter. Darüber zerbricht seine Ehe, er ist verzweifelt und will sich am OP-Team rächen. Er lässt sich nach dem Angriff auf die Krankenschwester widerstandslos von Kommissar Keller festnehmen und gesteht alles. Allerdings geht das Sterben weiter und wie ist das möglich, wenn der Hauptverdächtige geständig in Untersuchungshaft sitzt? Keller läuft die Zeit davon, denn er ist nur noch bis Mitternacht im Dienst. Gibt es einen Komplizen? Keller beisst sich fest, sehr zum Mißfallen seiner Frau, die sich auf eine Zeit ohne Mord und Totschlag gemeinsam mit Gatten und Enkelkindern gefreut hatte. Aber wenn es hart auf hart kommt, halten alle Kellers zusammen!

Der Krimi hat mir gut gefallen. Die Story ist gut, die Charaktere stimmig und auch der (fränkische) Humor kommt nicht zu kurz. Ein wirklich netter Krimi mit Spannung un Lokalkolorit 🙂

Ich vergebe 🙂 🙂 🙂 🙂 Smilys. Danke an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar.

Und die Gedichte sprudeln nur so…..

Stillstand

Ein Kuss, nur in Gedanken,
hält die Welt,
die Zeit,
mein Herz und meinen Atem an.

Ein Kuss, nur in Gedanken,
lässt alles stillstehen,
dich und mich –
nur unsere Gedanken nicht.

Ein Kuss, nur in Gedanken,
spielt Violinen in unsere Seelen
und die Gedanken tanzen dazu,
engumschlungen.

Sprich mir von Ewigkeiten

Wie lang ist eine Ewigkeit?
Gibt es mehr davon, zwei
oder drei?

Sprich mir von Ewigkeiten!
Eine für die Träume.
Eine für die Phantasie.

Sprich mir von Ewigkeiten!
Eine für die Zärtlichkeit.
Eine für die Nähe.

Sprich mir von Ewigkeiten!
Eine für die Liebe.
Eine für die Geborgenheit.

Sprich mir von Ewigkeiten!
Eine für die Sehnsucht.
Eine für das Verlangen.

Acht Ewigkeiten lang
mit dir,
und nur eine allein:

Die ist für den Schmerz.

(c) Regina Neumann

Neues aus der Lyrik-Ecke

Mit dir schweigen

Bei dir sein
und schweigen.

Wir schweigen
gemeinsam

so laut, daß
die ganze Welt

uns hören kann.

Ich will!

Bisher immer nur
Ich möchte bitte
Ich hätte gern
Ich wünsche mir.
Sehr oft
Ich will
nicht.

Auf einmal nun
Ich will!
Mit Macht.
Mit Gewalt.
mit einer Kraft
die mein Herz
in Stücke reißt!
Und dennoch heilt.

Eis

Begraben
unter Schichten
des Jura,
eingefroren, meterdick
und eingemauert
von eigener Hand –
deine Seele.

Eine zarte Pflanze
fand den Weg
in den Jura,
brach die Mauer
bis ins Eis.
Entzündete ein Flämmchen
und schmolz bis zur
Explosion
deine Seele – frei.

Ohne Titel

In meiner Seele steht ein Haus,
Schräg, verwunschen und klein.
Auf einer Lichtung, ich seh hinaus
und warte auf dich: Komm Heim.

Der Boden ist krumm, die Tür ist schief.
Trotzdem der schönste Ort.
Dort drinnen ist das Leben tief
und wir gehen niemals fort.

Du bist zu Hause in meinem Ich,
ich in Deinem daheim.
Es ist ein magisches Licht
um uns, in uns, goldener Schein.

Mein Herz, komm zu mir
in der Nacht!
Halte mich ganz fest bei dir,
daß ich deinen Schlaf bewach.

(c) Regina Neumann

Madame Inconnu wurde gestern im Virtuellen Köln enttarnt – und gefeiert!

Ungefähr vor zwei Monaten stolperte ich in SL über fantastische Tanzanimationen (MOCAPs) und kaufte mir einige, ohne groß nachzudenken, was ich damit machen wollte. Die passende Musik dazu hatte ich, also fing ich an, etwas rumzuspielen und es gefiel mir. Im RL hatte ich jahrelang Tapdance-Unterricht, Musiktheorie und etwas Gesang – und es war einfach toll, das alles nach SL zu übertragen^^ Zaphod Enoch, der Talentscout vom VK, sah mich da rumsteppen und meinte, daraus ließ sich was machen… OKAY, machen wir! Es begann eine ziemlich große Planungsstrecke, denn: das Theater in der Kulturschaukel erwies sich als zu klein. Also: Baustelle!

Ich bekomme eine perfekte Bühne gebaut! Man könnte auch sagen, ich sag, wo´s langgeht und Heino Holmer schuftet *grinz*
Vorhänge aussuchen….
Langsam nimmt es Form an 🙂

Dann begannen die Proben. Und ich habe viel geprobt, mit Hilfe von Zaphod, denn ich musste ziemlich viel lernen. Es ist nicht so, daß man einfach auf eine Taste drückt und lostanzt, während man sich im RL gemütlich zurücklehnt und einen Kaffee schlürfen kann. Die Tänze sind per Hand animiert und es ist genau umgekehrt wie im richtigen Leben. Als Tänzerin passe ich meine Bewegungen der Musik an, dem Rhythmus, der Geschwindigkeit. Eine Animation, auch wenn sie handgesteuert ist, kann das nicht, d.h., ich muß die Musik nach den Bewegungen aussuchen und eine möglichst große Übereinstimmung finden. Also nächtelang Musik durchgehört und Bewegungsabläufe studiert….

Hab ich jetzt genug Platz?

Diamonds are a girls best…… *träller*
Pink Panther…. ROOOAARRRR! ^^

Da meine bis dahin wichtigste Identität in Second Life eine eher hoch- und verschlossene Geisha ist, war es irgendwie ein besonderer Spass, geheim zu halten, wer diese Show wirklich macht, denn ich bin mir sicher, niemand hätte damit gerechnet, mich auf dieser Bühne zu sehen, grinz 😉

Da steht es, das Prachtstück von Heino Holmer!

Übrigens ist das Lampenfieber SEHR real, auch bei einer virtuellen Show^^ Aber, ebenso wie im realen Leben, legt sich das, wenn es dann wirklich losgeht. Und da das Publikum ziemlich tobte vor Begeisterung, klatschte, pfiff und jubelte, war ich wohl gut. Ich wollte sie aus den Sesseln hauen – und das ist mir richtig gelungen, yay!!! Es war anstrengend – aber es hat einen Wahnsinns-Spass gemacht!

P.S. Hier könnt ihr gucken, was ich mit eurer Gage gemacht habe: sinnlos verprasst^^

Drei neue Gedichte

Unberührbar

Eine Berührung zweier Welten,
eine Berührung zweier Seelen
ohne
die geringste Berührung.

Intensiv wie ein Tanz,
die stärksten Gefühle der Welt,
ein gegenseitiges Halten
ohne das Einer den anderen hält.

Eine Welt voller Klang,
wunderbar –
in der anderen Welt:
unberührbar.

Zwischenwelten

Keine Welt für uns beide,
eine Hier und
eine Da.
Eine Realität
wirklicher als das Jetzt,
eine Zeit,
tiefer als jede Stunde.

Seelenberührung zwischen
dir und mir,
mehr als jede Körperlichkeit
je gibt.
Lass mich nicht los –
weil mein Herz es liebt.

Nonverbal

Keine Worte nötig,
Sprache zu begrenzt
um dir zu sagen,
was ich empfinde
wenn du mich
nicht-berührst.

Musik, die mir
in die Seele fließt,
erzählt mir alles,
was du mir sagen willst,
ganz ohne Worte –
tanz mit mir durch die
ganze Nacht…..

(c) by Regina Neumann