Ein Brief an Deutschland – Wir müssen reden!

Ich lebe schon seit über fünfzig Jahren hier und bisher fühlte ich mich wohl in dir, Deutschland. Ich wurde hier geboren, von deutschen Eltern, bin also sowas wie eine „Biodeutsche“. Aber was heißt das, Deutschland? Ist das ein Gütesiegel wie auf „Bio-Eier“ vom Bauernhof? Seit einiger Zeit bist Du jedenfalls nicht mehr meine Komfortzone, nicht mehr der Ort, in dem ich mich uneingeschränkt wohlfühle. Was ist mit dir passiert, Deutschland?

Du hast eine Vergangenheit. Eine unrühmliche, sehr nachhaltige Vergangenheit, auf die du sicher nicht stolz sein darfst. Es gibt dann Dinge, auf die du stolz sein kannst, zum Beispiel, diese Vergangenheit abgeschüttelt zu haben und eine Demokratie geworden zu sein. Du kannst stolz auf deine Bildung sein und darauf, daß deine Bürger ihre Meinung sagen dürfen und auch öffentlich protestieren, ohne im Gefängnis zu landen. Stolz kannst du sein, daß in deinen Zeitungen die Wahrheit gesagt wird, auch über Politiker, selbst wenn denen das nicht passt. Ja… oder, Moment… irgendwas stimmt mit dir doch nicht mehr, Deutschland. Hast du Gedächtnisprobleme? So lange ist deine unrühmliche Vergangenheit ja noch nicht her. Wie kann es dann sein, daß in deinen Grenzen die Dummheit immer mehr Oberwasser bekommt? Eine Dummheit, die weit über schlechte Schulzeugnisse hinausgeht, die so tief verwurzelt zu sein scheint, daß man deinen Menschen tatsächlich erzählen kann, sie sollen „umgevolkt“ werden (was immer dieses komische Wort bedeuten soll) und unsere Regierung hat den Plan, die „weiße (Herren-)Rasse“ durch Messeremigranten auszurotten. Das eindeutig belegbare, beweisbare Fakten ins Gegenteil verdreht werden von Leuten, denen man irrationale Angst vorm „schwarzen Mann“ (Moslem, Afrikaner, allem Fremden per se) eintrichtern konnte, das kennst du doch noch, Deutschland? Diese emotionale Dummheit und Empathielosigkeit sorgt für Unruhe auf deinem Rücken, es sorgt dafür, daß deine Menschen gegeneinander stehen und nicht füreinander. Es sorgt dafür, daß diejenigen, die gegen die Dummheit angehen, beschimpft und bedroht werden. Und gleichzeitig darf man über nichts und niemanden mehr etwas sagen, weil sich einzelne dann „betroffen“ fühlen und „beleidigt“. Dann sage mir mal, Deutschland, wie soll es weitergehen mit dir? Was möchtest du in Zukunft sein? Eine Heimat, in der sich alle Menschen wohl fühlen und frei, so zu leben, wie sie es gerne möchten, lieben, wen sie wollen, den Gott anbeten, den sie möchten – oder auch nicht – , die ihre Gedanken frei äußern dürfen, mündlich wie schriftlich. Oder ein dunkler Ort, in dem Angst und Unterdrückung herrscht, wo alle geduckt und ängstlich herumschleichen, keiner seine Meinung laut sagt und viele deiner Menschen einfach mal so verschwinden.

Im Augenblick sieht es so aus, als wäre deine Richtung düster wie das Mittelalter. Die Zeit, in der die ungebildeten Leute an Hexen und Zauberei glaubten und verbrannten, was sie nicht verstanden. Willst du diese Zeit zurück, Deutschland? Wirklich? Das glaube ich nicht. Ich glaube, die Mehrheit deiner Menschen will in einer freiheitlichen, offenen Demokratie leben. Also entscheide dich, wohin du gehen willst. Dann kann ich entscheiden, ob ich mitkomme oder mich dagegen wehre. Und entscheide dich schnell, Deutschland! Die emotionale Dummheit breitet sich schnell aus und das ist nicht gut für dich.

Eine Bewohnerin

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Was machen Sie denn so den lieben langen Tag?

Auf dem Blog Read on my dear erzählt Mlle Readon an jedem 5. eines Monats, was sie den ganzen Tag so macht. Das ist so eine ähnliche Sache wie das monatliche „12 von 12“, was ich mit schöner Regelmäßigkeit verpenne. Nachdem ich dann auf Twitter laut darüber nachdachte, ich könnte das ja vielleicht auch mal aufschreiben, kam ein begeistertes „Oh ja, bitte!“ zurück. Nun denn!

Die Sonne weckt mich und inzwischen bin ich nicht mehr freudig begeistert darüber sondern einfach nur noch erschlagen. Ich sehne mich wie jeder Grashalm und jedes Blatt nach einer lang anhaltenden Dusche von Oben. Eigentlich würde ich gerne weiterschlafen, weil ich seit Wochen kaum schlafe wegen der Hitze und ständig müde bin. Aber ich werde schon erwartet wie jeden Morgen. Wenn ich durch meinen Noren (jap. Trennvorhang) ins Wohnzimmer komme, sitzen Sherlock und Watson im Gehege, den Blick gebannt in meine Richtung und warten darauf, daß sie Frühstück bekommen. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern pfeifen und quieken sie nicht, sobald sie merken, daß ich mich rege, aber sie starren mich sozusagen telepathisch aus dem Schlafzimmer.

„Guten Morgen, Jungs!“ flöte ich.

Ich sammle die Futterreste ein, nehme den leeren Napf mit und wenn ich nach dem kurzen Abstecher ins Bad zurückkomme, bringe ich einen mit Gurke, Tomate, Fenchel, Salat oder Möhre gefüllten Napf mit zurück und löse hopsende Begeisterung aus. Das ist jeden Morgen so. Sogar bevor ich den Wasserkocher für Tee oder Kaffee anschalte, zuerst sind die Schweinchen dran und dann ich.

Weil Sonntag ist, koche ich mir ein Ei und Tee, es gibt selbstgemachtes Lemon Curd und Harry Potter. Ich lese beim Essen und lasse mir Zeit. Weil nämlich Sonntag ist, habe ich nachher noch genug zu tun, aber gemächlich. Hinter mir höre ich Freßgeräusche und Futterstreit um das eine Salatblatt, an dem beide Schweinchen zerren, geflissentlich ignorierend, daß direkt neben ihnen noch ein Haufen anderer Salatblätter liegt. Danach ruhen sie vollgefressen und ich lasse sie, denn später muß ich das Gehege putzen und das gibt jedesmal Action, die sie nicht wirklich mögen. Obwohl sie sich natürlich freuen, wenn alles wieder sauber ist. Manchmal denke ich, das muß für sie so sein, wie für uns, wenn wir in frisch bezogene, duftende Betten fallen. Meine Tiere sind nicht handzahm und sie kommen nicht, wenn man sie ruft. Es sind ja auch Meerschweinchen und keine Hunde. Damit es keine hektische Jagd wird, habe ich mir Tricks einfallen lassen, um sie freiwillig rauszulocken und das klappt sehr gut und stressfrei. Dann kann ich sie hochnehmen und ein bisschen knuddeln, aber hauptsächlich werden sie untersucht: sind die Zähne ok, die Krallen nicht zu lang? Haben sie etwa Schädlinge (Milben, Haarlinge) oder kleine Wunden von einer Rauferei? Sherlock hatte letztens einen kleinen Pilzbefall auf der Nase und bekam Salbe drauf, nun ist alles wieder gut. Das Gehege ist zwei Quadratmeter groß und es dauert gut eine Stunde, bis alles sauber ist, und ich kann mir noch solche Mühe geben, danach ist dann das Wohnzimmer dran gründlich gesaugt zu werden. (Nein, das stört hier tatsächlich niemanden^^)

watson frühstück

Danach ist wieder Lesezeit und ich hänge ein bisschen bei Youtube rum, auf den Kanälen von Ryoya Takashima. Einer davon heißt Peaceful Cuisine, dort gibt es vegane Rezepte. Ich mutiere sicherlich nicht zum Vollveganer, aber das ein oder andere Rezept ist durchaus interessant. Ich höre ihn gern reden und langsam verstehe ich Alltagsjapanisch recht gut und erkenne die Syntax. Keine Bange, fast alles hat englische Untertitel 😉 Ich betreibe gerade bingewatching, jaja, aber mein Hirn ist auf Grund der Hitze einfach nicht wirklich arbeitsfähig – und Takashima-san ist ungeheuer fokussiert bei allem, was er tut. Ich hoffe, das färbt ein wenig ab. Und jetzt werde ich noch ein wenig Musik machen und mich an meinem wunderbaren Geburtstagsgeschenk erfreuen. Für diese Handpan haben Tochterkind und Freunde zusammengelegt und sie kam den weiten Weg aus Krasnojarsk – und zwar unerwartet schnell, ich habe erst in drei Wochen Geburtstag 🙂

handpan

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein – #KunstGeschichtealsBrotbelag

Ihr kennt das sicher: man macht den Rechner an, guckt ins SocialMedia und ist eigentlich gleich wieder bedient. Katastrophen, Wut, Hass, Schwachsinn – danke, Wiedersehen! Und dann taucht da dieser eine Tweet auf, dieser eine Hashtag, der auf einmal die Sonne aufgehen lässt und du weißt wieder, warum du dabei  bist und warum es mal so großen Spaß machte. Die wunderbare @MlleReadOn, deren Blog Read on my Dear ich sehr mag, wollte wohl einfach nur ein schönes Foto mit einem lustigen Hashtag posten, es war kein Aufruf, keine Aktion, gar nichts. Nur toll! Bitte: #KunstGeschichtealsBrotbelag sollte schon als eigenständiges Wortkunstwerk gelten! Und wie eine Lawine tauchten von überall her die phantastischsten, lustigsten, kreativsten Brotkunstwerke auf. Für einen wunderbaren Tag hatten wir Spaß und Freude (ich hoffe ja, auch noch länger!), die Brotkünstler beim Brotbasteln und wir anderen beim durchscrollen! Ooohh und Aaahhh, guck maaaal, ein ums andere Mal, wunderbar 🙂

Natürlich dauerte es nicht lange, bis die obligatorischen Miesmacher auftauchten. „Mit Essen spielt man nicht, woanders verhungern die Leute!“ Ja, stimmt. Aber wisst ihr was? Das tun sie (leider!) auch, wenn diese paar Brote nicht „verkünstelt“ worden wären. Im Grunde ist euch das auch klar, das Problem „Lebensmittelverschwendung“ ist ein ganz anderes als ein paar bunte Brote, also geht woanders hin mit eurem Moralin, ja? Danke. Der Mensch lebt nämlich nicht nur vom Brot allein sondern auch von der Freude am Schaffen, am Spielen… und #KunstGeschichtealsBrotbelag ist ein ganz wunderbares Spiel!

Ich hab euch hier meine zehn Lieblingsbrote rausgesucht, aber alle sind toll! Geht sie euch auf Twitter alle ansehen, ja? ^^

Hamburg und Kaffeetrinken mit Kiki & Bär

Gestern war es mal wieder soweit: die Sehnsucht nach Hamburg schlug zu. Und da ich ja letzten Monat so schön sparsam war und das Essen alles andere als aufregend, dachte ich, ich könnte ja mal in die „Bullerei“ gehen, das Restaurant, welches u. a. Tim Mälzer gehört. Das Wetter war ein Traum, sehr warm, strahlend blauer Himmel… Kaiserwetter in Hamburg!

Besonders gefreut hatte ich mich auf ein Treffen mit Kiki & Bär auf einen Kaffee. Verabredet waren wir in der Rindermarkthalle, von der ich noch genau wußte, wo die ist – aber dummer Weise von der Feldstrasse aus und nicht von der Sternschanze, wo die „Bullerei“ ist. Aber der Reihe nach!

Das Restaurant gefällt mir sehr gut, man kann draußen auf der Terrasse sitzen und auch drinnen ist es sehr gemütlich. Die Bedienung ist sehr nett und schnell. Bei der Hitze habe ich nur einen Salat gegessen („Bullenfutter“!) und der war wirklich sehr lecker. Besonders gefallen hat mir, daß zwischen den „normalen“ Zutaten, Tomaten, Ruccola, Möhren, kleine Stücke Wassermelone waren. Die Kombination probiere ich demnächst auch mal zu Hause ^^. Langsam sollte ich mich mal auf den Weg machen, wenn ich nicht zu spät kommen wollte. Ich HASSE zu spät kommen! Aber natürlich steckt der Teufel im Detail: Ich hatte überhaupt nicht auf dem Schirm, wie lang die Schanzenstrasse ist. Ich wußte nur, an irgendeiner Ecke links abbiegen und dann sieht man den Bau schon. Jedesmal, wenn ich fragte hieß es, es ist nicht mehr weit, höchstens zehn Minuten. So ungefähr alle zehn Minuten! Leute, ich bin nicht Zatopek, ich gehe am Stock…. (Ja, ich hatte die Eitelkeit zu Hause gelassen!) Mit ungefähr zehn Minuten Verspätung bog ich bei der Markthalle ein und was jetzt kommt, könnte zumindest in Teilen Fiktion sein, ne? ^^

Ich sah Kiki schon von weitem und natürlich den Bären, der auf den Tatzenballen hin und her wippte. Kiki guckte immer wieder auf ihr Smartphone, aber wenn ich jetzt erst stehenbleibe, um meins aus dem Beutel zu kramen, würde es ja noch länger dauern. Vielleicht rufen? Aber wie ruft man jemanden, von dessen Nachnamen man keinen Plan hat, wie der korrekt ausgesprochen wird? Gibt ja nix peinlicheres, als wenn jemand deinen Namen falsch über einen Platz brüllt…. Ich versuchte es mit „Huhuuuu Kiki!“ Mist, hat sie nicht gehört. Ich holte schon tief Luft für ein „Hallllooooo Bär!“ aber mir fiel gerade noch ein, daß der ja für die überwiegende Mehrheit unsichtbar ist…. Zu guter Letzt haben wir uns ja doch noch gefunden und suchten uns einen Platz im Café. Dort packte ich die Tafel Vollmilchschoki für den Bären aus, Kingsize. Erstens sprechen wir hier über einen Bären von Format, zweitens wollte ich gern, daß Kiki mehr als 30 Gramm davon abbekommt. Der Bär freute sich offensichtlich sehr und bedankte sich artig als plötzlich…

Wow, Mamaaa, guck maaal, ein Bär! Mit Schokolade!“

Der Bär guckte auf den Knirps runter, hielt aber die Schoki sicherheitshalber ein Stückchen höher. Die Frau Mama drehte sich um:

Hier ist doch kein Bär! (Der fletschte gerade ein wenig die Zähne in ihre Richtung ^^) Was du dir immer ausdenkst…. komm jetzt!“

Aber Mama, ehrlich… da steht er doch!“

Kiki zuckte nur die Schultern ¯\_()_/¯ und ich rührte angelegentlich in meinem Cappucchino herum und ich schwöre es: der Bär löste sich langsam auf und verschwand. Kiki schnappte ihm gerade noch die Schokolade weg und verstaute sie in ihrem Rucksack.

Dieser Bär macht mich noch fertig! Er ist übrigens nicht so der Kaffeetrinker, sorry.“

Stehbrettpaddler?“ fragte ich.

Vermutlich….“

Wir plauderten dann noch sehr nett und ich habe mich wirklich sehr gefreut, die beiden getroffen zu haben 🙂

Später drehte ich dann noch eine Runde durch die Markthalle und entdeckte zwei interessante Dinge: einen kleinen Stand, an dem man sich seinen Becher Frozen Yoghurt selbst zapfen und dekorieren konnte (yummy!) und eine Säule, an der ringsum handgetöpferte Kacheln mit Rindviechern angebracht waren. Leider mußte ich mich dann auch schon wieder auf den Rückweg machen. Mit den obligatorischen Franzbrötchen im Gepäck ging es nach Hause. Das nächste Mal sollte ich wohl doch überlegen, mal etwas länger zu bleiben, es gibt einfach so viel zu sehen und zu erleben. Bis zum nächsten Mal, Hamburg!

Fazit vom Extremsparing-Monat

Der Monat ist rum und ich atme hörbar auf, oh ja! Ich habe es tatsächlich durchgehalten, auch wenn ich aufgehört habe, akribisch alles aufzuschreiben. Einfach weil es sich dauernd wiederholt hat und zum Ende hin wirklich SEHR eintönig wurde. Vor allem, weil mir immer mehr ausging und ich nichts mehr nachkaufen konnte/wollte.

FAZIT: Das Ziel, nur mit 50 Euro im Monat auszukommen, habe ich verfehlt. Es wurden knapp 65 Euro, einfach weil ich ohne Obst nicht leben kann. Das habe ich auch am allermeisten vermisst: jeden Tag frisches Obst und Gemüse. Ebenfalls vermisst habe ich mal ein paar Kekse, Gummibärchen oder mal ne Limo. Seit acht Tagen gab es nur noch blankes Wasser, ich lechze nach etwas Geschmack. Tee gab es nur noch sporadisch, weil mir der Zucker ausging und ich nur grünen Tee ohne alles trinke (der auch fast aus ist ^^ ).

Was ich überhaupt nicht vermisst habe, ist jegliche Form von Fleisch. Ich hatte ja das Huhn für die Suppe (die sechs Portionen ergab) und die Reste hatte ich ja mit Reis verarbeitet, das genügte mir dann auch. Wurstbrote brauchte ich auch nicht, eher Käse. Aber in der letzten Woche gab es nur noch Toast mit etwas Marmelade, mehr war nicht mehr da. Von Nudeln und Reis habe ich jetzt aber auch die Nase erstmal voll. Was ich als erstes essen werde? Kann ich euch verraten: eine Riesenschüssel Salat, Gemüse-Tempura und eine mindestens so große Schüssel Obstsalat, yaaaay 🙂

Ich habe einiges gespart, was gut war, denn es waren einige Anschaffungen fällig, über die ich dann nicht groß nachdenken mußte. Zumindest weiß ich, wenn ich mal wieder auf was sparen muß, dann bekomme ich das hin. Allerdings sage ich es nochmal: man MUSS kochen können, sonst hat man ein Problem. Und ich bin nicht gewillt, dieses Experiment allzu regelmäßig zu wiederholen, neenee!

Tag 11 – 15 Extremsparing

Wie im letzten Beitrag bereits erwähnt, kochen können ist hilfreich 🙂 Diese Woche gab es bei A..i Rispentomaten für 55 ct das Kilo und da habe ich natürlich zugeschlagen, klar. Mit etwas mehr als zwei Kilo Tomaten wieder nach Hause und erst mal Sugo gekocht. Ca. ein Kilo ergab drei volle Gläser aus denen ich jetzt bei Bedarf eine leckere Sauce machen kann oder auch als Grundlage für eine phantastische Tomatensuppe ist das Sugo bestens geeignet.

Nun ist ja Halbzeit, 15 von 30 Tagen sind um und die Finanzen mehr als klamm. Das liegt daran, daß ich wohl mehr Obst verputze als gedacht und auch wenn ich Tomaten, Gemüse und z. T. auch (wenig!) Obst mit den Meerschweinchen teile, schlägt das zu Buche. Bei einer echten Apokalypse wird mir das wohl wirklich richtig fehlen…

Ich weiß ja nicht, ob es euch wirklich interessiert, was ich so jeden Tag esse, aber irgendwie muß ich ja erklären, wo die Kohle geblieben ist. Ausserdem stehen da jetzt einige Sachen auf der Liste, die ich erklären muß.

Korokke = japanische Kroketten, die hatte ich noch eingefroren

Anmitsu = eine Art japanisches Dessert/Obstsalat mit An (rote Bohnenpaste, eingefroren)

Und das gab es so die letzten Tage:

Tag 11

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

1 Yoghurt

1 Schale Pekingsuppe

Bananenmilch

1 Wurstbrot

1 Käsebrot

1 Apfel

Tagsüber 1 Liter Wasser mit Waldmeister

Tag 12

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

1 kl. Obatsalat (1 Apfel + 1 Banane) mit Yoghurt

1 Käsebrot

Tagsüber 1 Liter Eistee mit Minze & ca. 1 Liter Wasser

Tag 13

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

Mini Zwieback Kokos

1 Portion gebratene Udon-Nudeln mit Gemüse

1Portion Anmitsu

Tagsüber 2 Liter Wasser

Tag 14

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

Mini Zwieback Schoko

Korokke (jap. Kroketten)

1 Portion Tomatensalat

1 Wurstbrot

Tagsüber 2 Liter Wasser

Tag 15

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

1 Laugenbrezel

1 großen gemischten Salat

Tagsüber 2 Liter Eistee

Tag 07 – 10 Extremsparing

Ich habe mich aus meinem Bunker gewagt, mich todesmutig durch den Dschungel gekämpft und mich Horden von apokalyptischen Zombies entgegengestellt – für eine Schale Erdbeeren! Jaaaaaaaaaaa, gut, sie waren mit 2,49 € deutlich über meinem Budget, aber…. aber…. Erdbeeren!!!!!!! Rot und saftig und süß und sie dufteten so unglaublich gut… Jede einzelne war ein Hochgenuß!

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Ansonsten ist der Weißweinessig und der Honig alle, der Zucker so gut wie, Salz ist auch nicht mehr viel da, von den zwei Kilo Äpfeln sind noch genau zwei Stück da. Sollte ich vielleicht erwähnen, daß ich Essig, Salz, Honig und Zucker nicht extra neu gekauft hatte? Das war alles noch soweit vorrätig. Trotzdem werde ich wohl diese Woche einkaufen gehen müssen und auch die Pfandflaschen wegbringen. Das darf ich ja, denn schließlich habe ich das Pfand ja vorher schon bezahlt, es gehört also in meine 50 Euro mit hinein.

Bisher kann ich sagen, um so ein Experiment zu machen, sollte man kochen können. Wer das nicht kann, wird es sehr schwer haben. Gut, man kann auch einen Monat von Toastbrot mit Margarine leben, schon klar. Aber ich wollte mich schon irgendwie „ernähren“ und nicht nur den Magen mit irgendwas füllen. Und das gab es bei mir von Tag 7 bis Tag 10:

Tag 07

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

1 Teewurstbrot

1 Joghurt

Tomatenrisotto

Tagsüber 2 Liter „Wasser mit Geschmack“ (Gurke & Ingwer)

Tag 08

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

1 kl. Obatsalat (1 Apfel + 1 Banane) mit Yoghurt

1 Schale Erdbeeren (ja, sorry…. ich konnte nicht widerstehen!)

1 Wurstsandwich

Tagsüber 2 Liter „Wasser mit Geschmack“ (Gurke & Ingwer)

Tag 09

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

2 Scheiben Toast/Marmelade

1 Yoghurt

Gurkensalat mit Dill-Senf-Sauce

1 Banane

Hühnerfleisch gebraten in Soja-Honig-Sauce

Tagsüber 2 Liter Wasser

Tag 10

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

1 kl. Obatsalat (1 Apfel + 1 Banane) mit Yoghurt

Nudeln mit der einfachsten Tomatensauce der Welt (jajaaa, Ketchup^^)

1 Yoghurt

Tagsüber 1 Liter Wasser mit Waldmeister