Monatsrückblick Januar

Gelesen:
Die Bibliothek der besonderen Kinder

Gehört:
Spotify – da gibt es echt soooooo viel zu entdecken

Gesehen:
SHERLOCK Staffel 4 (OMGOMGOMG!), Passengers

Gedacht:
Leute, wer mich als „asoziales, hetzendes Gutmenschenpack“ bezeichnet und mit „dem Tag der Abrechnung“ droht, IST rechts und kommt für mich aus der Nazi-Ecke. Also lasst euer Nazikeulen-Mimimi einfach stecken und gut ist.

Gesagt:
Boah, mein Rücken bringt mich um! Ich brauche dringend ne Massage….

Gefreut:
Über eine Menge Unterstützung! Und über einen wunderbaren Brief eines wunderbaren Menschen. UND über noch einen sehr unerwarteten Brief mit Sherlock-Buttons 🙂

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Geärgert:
Allerdings. Aber nur kurz. Ich bekam tatsächlich einen anonymen Nazi-Wisch.

Gelacht:
Ja, natürlich ^^

Geweint:

Getrunken:
Tee. Man sollte eindeutig mehr Tee trinken 🙂

Gegessen:
Nix Besonderes, war immer noch voll von Weihnachen 😉

Gekauft:
Auch nix Spezielles…

Gefunden:
Einen Shop, um den ich die nächste Zeit einen WEITEN Bogen machen sollte, oh ja!

Gemacht:
Sehr viel nachgedacht und auch eine Menge geschrieben.

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Eigentlich…. Einige Gedanken über das Zeitgeschehen

Eigentlich will ich das jetzt gar nicht schreiben. Eigentlich will ich gerade ganz was anderes machen und habe eigentlich auch was anderes zu tun. Und eigentlich will ich diesem ganzen rechten Hass-Hetz- und Beschimpfungswahnsinn gar keine Plattform bieten. Aber…. Ja natürlich gibt es ein Aber. Ich werde hier jetzt mit Sicherheit keine Lösungen präsentieren, ich schreibe einfach auf, was mir seit einiger Zeit durch den Kopf geht. Und das nicht erst, seit ich diesen anonymen Wisch bekommen habe.

Das ist schon der erste Punkt, den ich nicht verstehe: Diese „Besorgtbürger“ glauben sich im Recht. Mit dem, was sie sagen, tun und auch schreiben. Warum tun sie das dann anonym zum Teufel?! Da muß doch noch so ein kleines Rädchen Gewissen ticken, das flüstert: „Ey, du weißt, daß das eigentlich falsch ist, was du da gerade machst, oder?“ Denn Angst davor, bedroht und angegriffen zu werden, müssen sie ja nicht haben, wir „Gutmenschen“ werfen doch höchstens mit Teddybären.

Zweiter Punkt: Diese umgedrehten, sinnverzerrenden Bezeichnungen. Die natürlich absolut bewußt kalkuliert erschaffen und eingesetzt werden. Man bedient sich der Sprache, um ein nicht existentes Feindbild aufzubauen. Warum merken das so wenige??? Ein besorgter Bürger war früher jemand, der beim Gemeindeamt anrief um zu melden, daß irgendwo ein tollwütiger Hund frei rumläuft. Schlimmstenfalls ein Nörgler, der jeden Falschparker meldete. Nervig aber harmlos. Heute ist es eine Bezeichnung für eine Gruppe von Leuten, die fremdenfeindliche Ansichten vertreten und sich permanent als Opfer fühlen, obwohl sie noch nie ein Opfer von irgendwas waren. Schon gar nicht von Verfolgung oder gar Krieg.
Ich bin nach der NS-Zeit geboren und aufgewachsen, wurde aber in der Schule jahrelang mit dem Thema überschüttet (wenn man in Berlin zur Schule ging, gab es im Geschichtsunterricht fast kein anderes Thema). Natürlich stellte ich die üblichen Fragen: Wie konnte so etwas passieren? Wie war das möglich? Waren die Menschen damals dumm? Nun, JETZT sehe ich, wie so etwas möglich sein konnte. Es geschieht gerade wieder und ich verstehe es nicht. Ich verstehe zur Zeit sehr vieles nicht mehr. Zum Beispiel verstehe ich Politiker nicht, die sagen: „Wir müssen die Sorgen der Bürger ernst nehmen.“ – und damit diese Besorgtbürger meinen! Nicht etwa Leute wie mich, die sich Sorgen darüber machen, in eine Diktatur zu schlittern.

Nächstes Thema: Meinung! Die arme Meinungsfreiheit wird in diesen Tagen ja so oft bemüht, daß sie mir fast leid tut. Vor allem wird sie mißbraucht, mit Füßen getreten und in den Dreck geschubst.
Da wird gedroht, beschimpft, gepöbelt auf übelste Weise, es wird zu Gewalt aufgerufen – und alles im Namen der Meinungsfreiheit. Gerade die Rechten befleissigen sich ja gerne darin, das Grundgesetz zu zitieren, wenn sie rumpöbeln: „Ich bin der Meinung, du bist ein Arschloch. Und ich darf das sagen, weil es Meinungsfreiheit gibt, so!“ Natürlich überlesen sie regelmässig den nächsten Artikel, in dem klar drinsteht: deine Freiheit hört da auf, wo die eines anderen anfängt.

Ich werde ja nun so bei „linksgrünversifft“ einsortiert, womit ich nichts anfangen kann. Ich wollte mich politisch nie irgendwo verorten lassen (ausser Rechts, da war ich nie!) und werde nun zwangsläufig in die linke Ecke gestellt, nur, weil ich gegen Rechts bin. Ein Terrorist ist für mich jemand, der Bomben bastelt und Menschen umbringt, für irgendeine bekloppte politische Gesinnung egal welcher Färbung. Ich bin in RAF-Zeiten groß geworden. Die haben Politiker entführt und ermordet und waren Links. Jetzt bekomme ich einen anonymen Wisch, in dem von „linkem Gutmenschen-Terror“ geschwafelt wird! Ach ja, asozial auch noch. Was denn nun? Entweder asozial oder Gutmensch, beides zusammen geht nicht. Es ist einfach lächerlich!

Vor einigen Wochen las ich einen Artikel von einer Autorenkollegin. Sie schrieb, sie hätte keine Lust mehr zu schreiben, sie wüßte nicht, für wen. Die Gesellschaft würde sich auf eine Weise verändern, die nur noch häßlich wäre und sie wolle nicht, daß solch häßliche Menschen ihre Geschichten läsen, für eine solche Gesellschaft wolle sie nicht schreiben. Das hat mich tief betroffen gemacht und geht mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf. Einerseits macht mich eine solche Aussage traurig, ein wenig kann ich sie sogar verstehen. Schliesslich ist jeder künstlerische Prozeß mit Herzblut verbunden – und wer kippt sein Herzblut schon freiwillig in einen Schweinetrog? Andererseits, nicht alles ist häßlich. Es gibt trotzdem so viel Gutes und Schönes. Menschen, die helfen, Menschen, die aufstehen und dagegenhalten. Und die müssen irgendwo ihre Kraft herbekommen. Aus einem schönen Song, einem Bild, einer schönen Geschichte. In dem Augenblick, wenn ich ein fertiges Buch in die Welt hinauslasse, habe ich keine Macht mehr darüber. Ich kann ja auch nicht verhindern, wenn ein Leser mein Buch nach der Halbzeit in die Mülltonne schmeisst, weil er es blöd findet. Einem anderen verändert es vielleicht sein Leben. Das weiß ich alles nicht. Eines weiß ich aber:

Aufgeben ist niemals eine Option!

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Fanpost – der etwas anderen Art

Schlagwörter

Am Sonntag Abend kontaktierte mich meine Verlegerin, sie hätte einen Brief für mich und ob sie mir den weiterleiten solle. Ein Brief? Für mich? An den Verlag? Sie schickte ein Foto des Umschlags, unbekannte Handschrift.
„Tickt er?“ „Neeee!“ „Na dann schick mal…“

Ich verbrachte einen Tag mit Grübeln, wer mir über meinen Verlag schreiben würde. Ein anderer Verlag? Unwahrscheinlich. Ein anonymer Lyrikliebhaber, der mein Mäzen werden wollte? Kaum. Vielleicht hat mir ein unbekannter Onkel des Cousins des Neffen meiner Großtante… ach lassen wir das! Lange Rede, kurzer Sinn: es war ein Drohbrief von Rechts. Anonym natürlich und dermassen hingeschmiert, daß ich den Inhalt eher erraten als lesen konnte. Vermutlich hat es sich der Verfasser vorher mit einer Dose Lack bequem gemacht, bevor er loslegte über den „Gutmenschen-Terror“, für den der „Tag der Abrechnung“ bald käme und wir „asozialen Dreckshetzer“… Blablabla… „Schwandt an die Wand“… usw. Ach, aus der Ecke kommt das? Es ging wohl um einen kleinen Artikel in der noch kleineren „Nordsee-Zeitung“, den ich mit einem Satz positiv kommentiert hatte. Man versucht jetzt wohl, mich darüber aufzuklären, was für ein „hetzerisches Dreckspack“ dieser Verlag wäre – ob der Zeitungsverlag oder Ankerherz gemeint war, ist nicht ersichtlich – und belegte das mit Kopien einiger reißerischer Artikel aus z. B. dem Blatt mit den vier großen Buchstaben als Titel. Der Name Schwandt tauchte auch immer wieder auf, wie gesagt, ich kann eigentlich nur raten, was da steht, zu unleserlich. Und will ich das so genau wissen? Nein.

Um diesen Artikel geht es. Foto (c) Ankerherz-Verlag

Um diesen Artikel geht es. Foto (c) Ankerherz-Verlag


Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, daß ich Kapitän Schwandt verehre. Für seinen Mut, seine Menschlichkeit, seine „Klare Kante“, das wird auch ein solcher Wisch nicht ändern! Es ist eigentlich nur erstaunlich, was für ein unüberwindlich großes Feindbild der Mann darstellt. Er ist vor Monaten aus der Öffentlichkeit zurückgetreten, aus gesundheitlichen Gründen, und immer noch ist er die Nemesis schlechthin für diese Aufrechtdeutschen, die nicht mal den Mumm haben, einen Absender auf einen Briefumschlag zu schreiben!
Verlage, Schriftsteller, Musiker, bildende Künstler, Schauspieler, die gegen diktatorische Strömungen angingen, sind schon früher bedroht und verfolgt worden, ich befinde mich durchaus in guter Gesellschaft. Trotzdem stimmt es mich sehr nachdenklich. In was für Zeiten lebe ich, wie verändert sich die Gesellschaft um mich herum und was kann ich tun? Ich kann dagegen anschreiben. Ich kann mich nicht einschüchtern lassen. Und vielleicht werde ich mir doch dieses T-Shirt drucken lassen – JETZT ERST RECHT!
schwandtianer

Monatsrückblick Dezember – jaja, spät kommt er, doch er kommt!

Gelesen:
Die Glückszettel aus dem Bonbonglas vom gesamten Jahr. Die mir teilweise tatsächlich ein erneutes Lächeln schenkten – und ein sehr lautes Lachen 🙂

Gehört:
Weihnachtsmusik allüberall….

Gesehen:
Star Trek DS9

Gedacht:
Vorsatz für das Neue Jahr: Egal, von welcher Katastrophe ich in den Social Media lese, Bomben, Lastwagen, Amokläufer – ich werde das NICHT MEHR kommentieren! Ich drehe Spekulation und Hetze den Rücken zu, werde zwei Tage abwarten und dann die TATSACHEN zur Kenntnis nehmen, so es welche gibt. Fertig. Ich habe es nämlich absolut satt, mich über saudämliche, substanzlose Hetzkommentare aufzuregen, von denen alles mehr überschwemmt wird als es um die eigentliche Katastrophe geht. Gilt übrigens auch für maßlos übertriebene Solidartätsbekundungen. Um wen ich mir Sorgen mache ist MEINE Sache.

Gesagt:
Wahrscheinlich eine ganze Menge, grinz.

Gefreut: Über den Weihnachtsbrief eines besonderen Menschen! Darüber, das erste Mal bei FB was gewonnen zu haben 🙂 (Japanische Kochbücher!)

Geärgert:
Leider ja. Über eine dermassen hohle, dumme, empathielose Bemerkung, daß ich noch immer fassungslos bin. Aber auch das gehört zu meinen Vorsätzen: Menschen, die mich (extrem) nerven, fliegen aus meinem Leben raus. Ich bin inzwischen zu alt, mich mit überflüssigem zu belasten.

Gelacht:
Ja, natürlich ^^

Geweint:
Doch, auch…

Getrunken:
Selbstgemachten Punsch – der Beste!^^

Gegessen:
Weniger Lebkuchenkram, dafür viel anderes leckeres Zeugs

Gekauft:
Weihnachtsgeschenke, was sonst?!

Gefunden:
Leider nicht das Rezept für die Gänsekeulen mit der Pflaumen-Johannisbeersauce. Wo hab ich das bloß hin?

Gemacht:
Gekocht wie ein Weltmeister, Spiele gespielt, viel Besuch gehabt, Spaß gehabt…. Weihnachtsmarkt mit dem Tochterkind!

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Monatsrückblick November

Gelesen:
Ich komm auf Deutschland zu – Firas Alshater

Gehört:
Sehr viel Spotify

Gesehen:
Doktor Strange , Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (Wunderbar!!!)

Gedacht:
Wirklich unglaublich, für wie dämlich einen bestimmte Menschen halten. Und mancher Gang nach Canossa ist eindeutig redundant….

Gesagt:
Weihnachtsmarkt auf Schloß Berlepsch? Na klar komm ich mit!

Gefreut:
Das die Vergesellschaftung von Piggeldy und Mini-Sherlock (bisher) problemlos geklappt hat. Freddy ist leider, nicht ganz unerwartet, gestorben. Er hatte einen Schlaganfall, der Arme ;( . Piggeldy war so traurig, daß er tagelang nichts gefressen hat. Für manche mag das herzlos wirken, nach knapp einer Woche einen neuen Kumpel zu besorgen, aber Meerschweinchen sind nun mal Herdentiere und Piggeldy wäre vereinsamt und sehr traurig geblieben. Und nun? Seht selbst:
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Geärgert:
Nicht direkt. Aber die verdammte Erkältung darf nun abhauen, ja? Danke.

Gelacht:
Ja, auch mal.

Geweint:
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Getrunken:
Kräutertee, Salbeitee, Fencheltee usw…

Gegessen:
Nicht so viel, schmeckte alles nach Pappe….

Gekauft:
Wenn man krank ist, spart man. Man liegt flach, meckert und kann nix ausgeben!

Gefunden:
Einen ganzen Haufen Bücher, die auf den Wunschzettel kommen!

Gemacht:
Weihnachtsgeschenke überlegt, Weihnachtsessen geplant, mich auf anstehenden Besuch gefreut. Weihnachten kann jetzt kommen, jippie^^

Ich komm auf Deutschland zu – Firas Alshater

Schlagwörter

dsci0417 Lieber Firas,

ich habe schon sehr viele Buchrezensionen geschrieben, darum kann ich auch berechtigter Weise sagen, daß es mir noch niemals so schwer gefallen ist, eine für Dein Buch zu schreiben. Weil Dein Buch mehr verdient als das übliche Geschwurbel über Inhalt und Schreibstil. Weil es mehr zu sagen gibt, wird diese Rezension eine völlig neue Form haben, ein offener Brief an Dich sein.

Das es in Syrien einen furchtbaren Krieg gibt, weiß ich natürlich. Was ich bisher nicht verstanden habe, ist das wieso und wer-gegen-wen. Was haben die Russen da zu suchen und wer ist dieser Daesh? Ich danke Dir für diese Erklärungen. Es hilft, etwas besser zu verstehen, was eigentlich nicht zu verstehen ist. Es macht aber auch furchtbar hilflos, weil es bedeutet, daß Dein Volk – und damit meine ich die ganz normalen Leute, die Hausfrauen, Studenten, Bäcker, Handwerker, Künstler – überhaupt keine Chance haben. Sie werden Opfer und Spielball von Menschen, denen völlig gleichgültig ist, was sie hinterlassen und absolut jeder, der ein wenig Menschlichkeit besitzt, oder auch nur gesunden Menschenverstand, versteht, warum von dort geflüchtet wird.

Ich habe Dein Buch überwiegend im Bett gelesen, weil erkältet, warm zugedeckt, mit vollem Bauch und ohne Angst, daß gleich mein Dach über mir explodiert oder daß jemand meine Tür eintritt und mich wegzerrt, weil ich auf meinem Blog einen unangenehmen Artikel geschrieben habe. Was für ein Luxus! Ich habe über Deine Arschbrause gegrinst und habe mit Dir über die deutsche Bürokratie den Kopf geschüttelt. Ich war fassungslos und traurig über Deine Berichte aus den Gefängnissen – und ich bin mir sicher, Du hast uns Leser noch geschont. Was mich aber absolut begeistert hat, ist Dein ungebrochener Wille, das Leben positiv zu sehen und mit Deinem wunderbaren Humor. Und auch nachdenklich hat mich Dein Buch gemacht. Und zwar in den Passagen, in denen es um die „Flüchtlingsdiskussion“ geht. Du schreibst, die Diskussion in den Sozialen Medien (Facebook) wäre eigentlich sinnlos, weil beide Seiten mit Argumenten aufeinander eindreschen. Ich kann jetzt nur für mich sprechen, natürlich. Ich bin sicher, das liegt an unserer eigenen, unverarbeiteten Geschichte, der Nazi-Zeit nämlich. Jahrzehnte lang war es ein absolutes No-Go, bestimmte Dinge laut auszusprechen. Weil sich natürlich niemand in eine Reihe mit menschenverachtenden Massenmördern in eine Reihe stellen wollte. Heute ist das wieder „salonfähig“, Menschen sprechen davon, andere zu vergasen, von „Viechern“ und noch viel schlimmeres. Nur sind es heute nicht mehr Juden sondern eben leider Flüchtlinge um die es geht. Früher haben sehr viele aus Angst den Mund gehalten, heute halten eben nicht mehr alle den Mund, zum Glück. Krieg kommt „von oben“ sagst Du. Genau so ist das hier auch: Politische Parteien schüren irgendwelche wirren Ängste – und WIR streiten deswegen. Das ist aber leider notwendig. Menschen wie ich können und wollen nicht tatenlos dabei zusehen, wie sich die Geschichte wiederholt. Wenn wir hier keinen Krieg haben wollen, geht es nur mit Argumenten, so schwierig das auch sein mag.

Ich wünsche mir, daß sehr, sehr viele Menschen Dein kluges, gutes Buch lesen und vor allem, daß der ein oder andere es auch ein bisschen begreift. Dir, lieber Firas, wünsche ich vor allen anderen Dingen ein langes Leben in Frieden.

Monatsrückblick Oktober

Gelesen:
Zu viele Gedanken im Kopf, um konzentriert zu lesen…

Gehört:
Sehr viel Spotify, Sturmwarnung – Hörbuch

Gesehen:
Die alten Star Trek-Folgen, Die Insel der besonderen Kinder

Gedacht:
Ich sollte wirklich meinen Prinzipien treu bleiben und NIEMALS jemanden auf meine FB-Liste aufnehmen, den ich nicht persönlich kenne, ein für alle Mal!

Gesagt:
Oh, ich hab Post! *sehr doll freu*

Gefreut:
Über die Reaktionen auf eines meiner Gedichte. Es ist wirklich ziemlich überwältigend, wenn man solche Dinge liest wie „ Da spürt man das Herz in den Fingern beim Tippen. Danke für Worte die treffsicher sind .“
Menschen, die mir für diese Worte danken, die ich schrieb, um die große Lücke zu beschreiben, die in unserem Leben plötzlich da ist. Eine persönliche Nachricht dazu hat mich ganz besonders berührt und auch sehr stolz gemacht. Auch wenn der Anlass dazu ein trauriger war.

Geärgert:
Über meine Dummheit, einen Suppentopf auf dem Herd zu vergessen. Der war hin!

Gelacht:
Ja, auch mal.

Geweint:
Doch, ja.

Getrunken:
Mal wieder einen Writers Tears (Irish Whisky)

Gegessen:
Lecker Kürbissuppe – BEVOR der Topf samt Inhalt zu Kohle wurde!

Gekauft:
Einen neuen Suppentopf, grummel…..

Gefunden:
DAS Geburtstagsgeschenk für den besten Freund! (Und nein, du brauchst nicht zu fragen….grinz!)

Gemacht:
Eher NICHT gemacht… Ich hatte ja große Töne gespuckt von wegen #Dogtober/Inktober, aber ich fand absolut keinen Zugang dazu. Weder zum Thema Hund, was allerdings nicht verpflichtend gewesen wäre, noch zum Material – was verpflichtend war. Malen und zeichnen funktioniert wohl ähnlich wie schreiben für mich. Wenn es nicht zu mir kommt, wird das einfach nichts…

Ich KANN so nicht arbeiten!

Irgendwann dachte ich ja mal, wenn ich „auf´s Land“ ziehe, wird es ruhiger und ich kann ungestört vor mich hin schreiben. Das war aber ein heftiger Trugschluß. Die verlockenden Ablenkungen des funkelnden Großstadtlebens sind es nämlich gar nicht, die DEN Roman, DEN Gedichtband verhindern. Nee, es ist das, was ich unbedingt brauche, um überhaupt schreiben zu können: meine eigenen Gefühle nämlich. Im Moment ist mein Leben mal wieder emotional reichlich turbulent. Große Freude, Trauer, Hoffnung und auch Fassungslosigkeit, alles da und quasi im fliegenden Wechsel.
Ich schrieb ein Gedicht, welches mir, den Reaktionen nach, recht gut gelungen war. Es sollte die Emotionen vieler Menschen spiegeln, die ich persönlich nicht kenne und gleichzeitig die Persönlichkeit einer Person beschreiben, die ich sehr wohl kenne – und die alle miteinander verknüpft sind. So weit, so gut. Ich wollte dieses Gedicht auch einsprechen, es ist mir nicht gelungen. Jedenfalls nicht gut genug. Zum Glück habe ich das Privileg, einen professionellen Sprecher im Freundeskreis zu haben, der mir bei Bedarf „Unterricht“ gibt. Und der Bedarf ist eigentlich immer da, sprechen und sprechen ist nämlich durchaus nicht dasselbe. Er fand das Gedicht toll, sagte mir aber: „Du klingst zu traurig.“ Ja, Kunststück, ich war ja auch traurig und das hört man. Obwohl ich vorher anderthalb Stunden lang lauthals lustige Liedchen geträllert habe, bekam ich die Traurigkeit nicht aus der Stimme raus.
Gerade was Lyrik angeht, brauche ich aber Emotionen, um sie ausdrücken zu können. Ein Gedicht ist für mich wie eine Komposition mit Worten, die Melodie einer tiefen Stimmung, es entsteht aus einem aktuellen Gefühl – und das muß stark sein. Ist es aber zu stark, behindert es mich. Dabei ist die Art des Gefühls gar nicht so wichtig, alle stören irgendwie. Vermutlich ist das Geheimnis, wie bei allen Dingen, die Balance. Aber vermutlich ist das auch das Dilemma aller Künstler: Ohne Gefühle geht nicht, mit Gefühlen geht eben manchmal auch nicht. Da heisst es dann, Geduld haben.

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Monatsrückblick September #catember

Gelesen:
Ich, der Kater (Ja, immer noch. Das Buch ist schön aber sehr anspruchsvoll.)

Gehört:
Quer durch Spotify. Lesung „Sturmwarnung“ von Stefan Krücken und Kapitän Schwandt.

Gesehen:
Viele Schiffe in Hamburg.

Gedacht:
Meine Katzen werden besser ^-^

Gesagt:
Ich freue mich so sehr, dich kennen zu lernen!

Gefreut:
Das ich mir beim diesmaligen lang hinschlagen nur den Ellbogen aufgeschlagen habe.

Geärgert:
Verdammte, blöde, unebene Bodenplatte!

Gelacht:
Ja. Einfach nur JA 🙂

Geweint:
Nein.

Getrunken:
Irgendwie zu viel Kaffee….

Gegessen:
Franzbrötchen!!!

Das berühmte Hamburger Franzbrötchen!

Das berühmte Hamburger Franzbrötchen!

Gekauft:
Einen „Hamburger Pott“

Gefunden:
Einen sehr besonderen Menschen und – meinen „Strich“

Gemacht:
Das ich in Hamburg war, könnt ihr im vorigen Artikel ausführlich nachlesen. Ich habe ja den (fast) kompletten September an Kikis #catember teilgenommen und dazu jetzt noch einige Worte: Von meiner Überzeugung, ich könne nicht malen oder zeichnen, habe ich mich inzwischen ein bisschen verabschiedet. Ich habe zwei Zeichenprogramme, in die ich mich in diesen 30 Tagen etwas eingearbeitet habe. Manche Miezen empfinde ich als verunglückt, habe sie aber trotzdem so gepostet, weil sie für mich auch zum Entwicklungsprozess gehören. Andere sind mir gut gelungen, sie gefallen mir. Was ich auf jeden Fall aus dem #catember mitgenommen habe, ist folgendes: Ich habe meine ganz eigene Art, Katzen zu malen. Sie sind nicht anatomisch korrekt aber das müssen sie auch nicht sein. Andere konnten das viel, viel besser als ich, aber das sind auch deren Katzen, nicht meine. Meine sehen halt aus wie etwas verzogene Achten mit Schwanz und Ohren :). Aber je mehr ich rumprobiert habe mit verschiedenen „Stiften“ und „Pinseln“, desto mehr verschwand die Unsicherheit, der zittrige Strich wurde mutiger und die Miezen wurden immer mehr „meine“ Miezen. Auf den #catember folgt nun der #dogtober und ich werde weitermalen und ausprobieren. Mal sehen, wie „mein“ Hund am Ende aussieht.

Sonnenaufgangskatze

Sonnenaufgangskatze