Der Kirschblütenmord von Laura Joh Rowland

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Japan 1689. In Edo werden die Leichen eines jungen Mannes niederer Herkunft und eines adeligen Mädchens gefunden. Alles deutet auf den typischen shinju hin, den Doppelselbstmord aus unglücklicher Liebe.Doch der Samurai Sano Ichirô ahnt, dass mehr hinter der Sache steckt, und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Die Spur führt in die Unterwelt von Edo, zu Kurtisanen, Kabuki-Schauspielern und Sumo-Ringern, und in die höchsten Kreise des Adels ┤Der erste Band der Reihe um den japanischen Ermittler Sano Ichirô .

Die beiden Leichen sind aneinander gefesselt, ganz wie es ritueller Brauch bei einem shinju ist, als sie an Land gespült werden. Zudem wird ein Abschiedsbrief im Kimono der jungen Frau gefunden und damit könnte die Sache eigentlich schnell vergessen werden. Aber für Sano stimmt daran etwas nicht. Wie wahrscheinlich ist es denn, daß eine wohlbehütete, reiche Fürstentochter einen so offensichtlichen Habenichts mit kaputten Sandalen überhaupt nur kannte? Sehr vorsichtig macht Sano sich daran, zu ermitteln. Und er muß sehr vorsichtig sein, in der Kaiserstadt Edo wimmelt es von Spitzeln, er ist gefangen in den starren Reglementierungen seines Standes, der über alles stehenden Höflichkeit, zerrissen zwischen dem Pflichtgefühl eines Sohnes und der Ehre eines Samurai. Und er wird gewarnt, diesen Fall ruhen zu lasseen, aber sein Drang, die Wahrheit ans Licht zu bringen, geht weit über seinen Selbsterhaltungstrieb hinaus.

Als Japan-Fan hat mir dieses Buch sehr gut gefallen! Es enthält ein ausführliches Glossar, in den alle Fremdwörter sehr gut erklärt werden und es erlaubt einen tiefen Blick in das historische Japan. Es ist ein sehr spannender Krimi, den ich nur empfehlen kann! 🙂 🙂

Gedanken über Ron Hard

Seit einigen Wochen (oder doch schon Monaten?) verfolge ich einen interessanten Autoren auf: Ron Hard (http://twitter.com/#!/Ron_Hard). Das ist ja nun nichts besonderes, es gibt viele Autoren auf Twitter, meine Person eingeschlossen, denen ich folge, und doch ist er aussergewöhnlich. Der Mann ist produktiv, Hartz-IV-Empfänger und streitbar. Warum ich den Hartzler extra betone? Weil er das selbst tut. Er schreibt über das tägliche Leben mit Hartz-IV oder besser, das tägliche ÜBER-Leben damit und den Kampf mit dem täglichen Wahnsinn. Unter anderem. Ich will hier keine Literaturkritik schreiben, eine Meinung könnt ihr euch hier (http://greyhound67.wordpress.com) selbst bilden und hier (http://kwalae.de) auch!
Ich will hier bloß mal über meine persönliche Meinung schwadronieren. Seine „Schreibe“ gefällt mir ganz einfach. Sie reicht von poetisch bis derb und sie polarisiert bisweilen kräftig. Bestes Beispiel dafür ist
Der Versöhnungsfick

Sie streiten wieder
heftig
Drecksnutte
schreit er und wirft eine Tasse nach ihr
Sie streiten oft

Und es läuft wie immer

Zum Schluss macht sie die Beine breit
und er stöhnt sich auf ihr ab
rammelt auf sie ein
entlädt sich wieder zu schnell

Sie stöhnt heftig unter seinen Stößen
wirft ihren Kopf hin und her
quiekt wie am Spieß

Er ist sich nicht sicher
ob sie es hatte

Er ist sich nie sicher

Am Morgen Frühstück in gewohnter Tristesse
Kaffee, Toast, Zeitung
Die erste Zigarette
Dann nimmt er seine Tasche
schlurft zur Arbeit
sie ins Bad

Kurze SMS
dann klingelt er an der Tür
Thomas
der arbeitslose Sohn der Mieter im Stock über ihr
jung, gerade neunzehn
mit strammem Prügel

Er besorgt es ihr jetzt richtig (by Ron Hard)

Der polarisiert nicht nur die Kommentar-Schreiber sondern auch in mir. Die Sprache gefällt mir nicht wirklich, ich bin eine Frau und trotz meines Alters immer noch bekennende Romantikerin, aber der Inhalt passt. Man kann eine so deprimierende Wahrheit nicht in schöne Worte packen, das wäre ganz einfach unglaubwürdig. Ich glaube, das ist einer der Gründe, warum ich die Poeme von Ron so mag: sie sind wahrhaftig.

Darum macht euch die Mühe: lest seine Texte, die unbequemen und die wahren – es lohnt sich! 🙂

P.S. Warum schreibt mir denn keiner von den vielen Lesern, daß die gestzten Links nicht funktioniert haben?! 🙂 Sie funktionieren leider gar nicht, irgendwas mach ich falsch, also müßt ihr es „guttenplaquen: copy & paste! *g*)

Offener Brief an den Kundenservice von Hewlett-Packard

Sehr geehrte Damen und Herren,

Anfang Juni kaufte ich mir bei Saturn ein neues Notebook Ihrer Firma. Schönes Teil, wirklich! Nette Features, übersichtlich, super… Nur das mit der WLan-Verbindung hapert irgendwie. Nach mehreren gescheiterten Versuchen meinerseits also beim technischen Support angerufen und nach Hilfe gefragt.
Zumindest kann ich sagen, Ihre Mitarbeiter sind wirklich ausgezeichnet auf Höflichkeit geschult, selbst wenn sich ein Kunde aufregt. Und Grund zum Aufregen hatte ich dann mehr als genug….

Des Dramas erster Teil:
Ich bekam gleich erstmal eine „Bearbeitungsnummer“. Das ist hilfreich um die Kundendaten gleich parat zu haben, seh ich ein. Dann, während des Gesprächs kam heraus, ich hätte da wohl einen alten Netzwerktreiber. Treiber aktualisiert, jetzt müßte es laufen. So weit, so gut.

Es lief nicht. Ich flog immer wieder aus dem Internet, die Netzwerkkarte verschwand vollständig aus dem Gerätemanager und erschien erst wieder, nachdem ich das Notebook auf Werkseinstellung zurücksetzte (Das machte ich achtmal!). Nun benutze ich das Gerät nicht nur zum Spielen, Filme gucken und sonstigem Freizeitspass, ich muß damit arbeiten. Und das ist zugegebener Maßen schwierig, wenn ich nichts darauf speichern kann, weil nach einer Zurücksetzung alles von vorn installiert werden muß! Also, wieder beim Support angerufen….

Des Dramas zweiter Teil:
Dank oben erwähnter Bearbeitungsnummer war mein Kundenkonto schnell gefunden und auch, daß ich wegen selbigem Problem schon mal angerufen hatte. Der geduldige, freundliche Telefon-Supporter führte mich durch unendliche Weiten meines Laptops und stellte dann fest, die Netzwerkkarte ist defekt und muß ausgetauscht werden. Verdammter Mist, ich brauch das Ding und überhaupt, das ist ein nagelneues Teil, wieso…? Egal, es wurde vereinbart, UPS holt das Gerät ab und bringt es nach ca. 10 Tagen wieder.

Bis da hin war ich ja nur grummelig. Ein Notebook ist nicht gerade billig, es ist fabrikneu und defekt. Na schön, vielleicht hatte der Montage-Roboter einen Tatterich oder das Förderband in der Montagehalle Schluckauf, vielleicht war auch einfach nur Montag? Sowas sollte nicht passieren, KANN aber… UPS holt das Gerät also ab und bringt es nach zwei Tagen wieder. Man ahnt es schon:

Des Dramas dritter Teil:
Der Text des beiliegenden Schreibens lautete: „Es wurde kein Mangel festgestellt.“ Auf gut deutsch, wir haben das Ding aufgeklappt, geguckt, ob alle Lämpchen leuchten und es wieder zugeklappt. Fertig, zurück an Absender!
Wozu bitteschön habe ich dann 40 Minuten lang und breit am Telefon mein Problem geschildert? Warum schreibt der nette Mann vom Support nicht eine Notiz des Inhalts „Bearbeitungsnummer 0000000 Netzwerkkarte defekt, Austausch vereinbart“? (Hat er ja vielleicht gemacht, der Mensch, der mein Gerät dann auf den Tisch bekam, konnte vielleicht nicht lesen…)
Jedenfalls hatte ich die Nase dann gestrichen voll von HP. Notebook eingepackt, samt Rechnung zum Saturn gefahren, die ganze Story erzählt. Als ich zu dem Punkt kam, daß das Notebook nach zwei Tagen schon wieder zurück war, sagte die Dame: „Lassen Sie mich raten, die haben nichts gemacht?“ Allein diese Aussage spricht ja wohl Bände! Gut, Notebook WIEDER eingeschickt, ich WIEDER ohne Arbeitsgerät, diesmal allerdings tatsächlich repariert zurückbekommen. Das Sahnehäubchen war dann ein Anruf vom HP-Kundenservice, ob ich mit demselben (also dem Service) zufrieden war und das sie mir jetzt gerne eine Garantieverlängerung für NUR 290 € (einmalige Zahlung!) anbieten würden. Ich beendete dieses Gespräch sehr unterkühlt.
Und das Topping, also quasi die Schokostreusel auf dem Sahnehäubchen, war meine Telefonrechnung: 24,96 € für dieses absolut zu nichts zu gebrauchende Telefonat mit dem technischen Support!

Liebe Leute von Hewlett-Packard, es nutzt überhaupt nichts, wenn Ihre Mitarbeiter am Telefon noch so freundlich sind, echter Kundenservice geht anders! Das ist ein solcher Megafail, selbst wenn ich mit dem Gerät an sich zufrieden bin, ich werde sicher nie mehr ein Gerät Ihrer Firma erwerben, der Service ist unterirdisch!

Mit freundlichen Grüßen von einer mehr als genervten Kundin

Tiepolos Fehler von Roman Rausch

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Kilian und Heinlein – ein unschlagbares Ermittlerduo aus Würzburg Kurz vor Beginn des Mozart-Festes wird in der Würzburger Residenz ein Wachmann erstochen unter dem größten Deckenfresko der Welt aufgefunden. Die Kriminalkommissare Kilian und Heinlein finden heraus, dass die Mordwaffe eine seltene Vogelfeder ist, wie sie früher von Freskenmalern benutzt wurde. Ist es Zufall, dass justament Tiepolos Fresko restauriert wird? Frauenheld Kilian ist nur allzu gerne bereit, sich von der attraktiven Restaurationsleiterin Giovanna Pellegrini in die Geheimnisse ihrer Arbeitsmethoden einführen zu lassen.

Kommissar Heinlein hat schlechte Laune. Sein Vorgesetzter geht in den Ruhestand und anstatt befördert zu werden, bekommt er so einen Münchner „Superbullen“ vor die Nase gesetzt, weil der Leiter der Würzburger Mordkommission ebenfalls so ein verhasster Oberbayer ist.
Kilian indes ist kein Münchner sondern ebenfalls Würzburger, aber er haßt diese Kleinstadt von Herzen und will nur weg. Da er aber einen Einsatz gegen eine internationale Verbrecherorganisation verpatzt hat, muß er untertauchen und landet bei Heinlein.
Eher widerwillig arbeiten die beiden Männer zusammen am Fall des ermordeten Wachmanns in der Würzburger Residenz und es bedarf erst eines gemeinsamen Caipirinha-Besäufnisses, um eine Basis dafür zu schaffen, aber dann setzt sich ein Mosaiksteinchen an das andere und der Fall bekommt ein unglaubliches Gesicht…

Sehr spannend, mit viel Lokalkolorit und durchaus „königlich baierischem“ Humor erzählter Würzburg-Krimi. 🙂 🙂 🙂

Deckenfresko Würzburger Residenz (Ausschnitt)
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Miss Daisy und der Tod im Wintergarten von Carola Dunn

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Crime-Time mit Miss Daisy Unterhaltung auf die feine englische Art Mit Charme, Intelligenz, weiblichem Spürsinn und ihrem Schwarm von Scotland Yard löst Miss Daisy so manchen raffinierten Mordfall – aufregend und spannend wie die wilden zwanziger Jahre.

Miss Daisy Dalrymple ist Journalistin für eine noble Interieur-Zeitschrift und – adelig. Ein Umstand, der ihr Zugang zu den höchsten Kreisen gewährt, obwohl er grundsätzlich nicht „comme il faut“ ist. Damen von Stand arbeiten schliesslich nicht und leben auch nicht ohne ihre Familie in Chelsea. Ein Umstand, der ihr von Lady Valeria, der Dame des Hauses, über das Daisy schreiben soll, auch gründlich unter die Nase gerieben wird. Lady Valeria ist allerdings erpicht darauf, ihr Haus in dieser schicken Zeitschrift abgebildet zu sehen und erlaubt darum Daisy einen kurzen Aufenthalt.

Als dann ein verschwundenes Dienstmädchen tot im Wintergarten gefunden wird, ist ein Verdächtiger schnell zur Hand und selbst als Miss Daisy Zweifel an dessen Täterschaft äußert, wird nichts unternommen, da selbst die örtliche Polizei Angst vor Lady Valeria hat. Was bleibt anderes übrig, als DCI Fletcher von Scotland Yard um ritterlichen Beistand zu bitten, zumal Daisy auch fürchten muß, von Ihrer Ladyschaft des Hauses verwiesen zur werden, bevor der wahre Schuldige geschnappt ist!

Spannender Krimi, very, very british mit viel Humor und einer wunderbar emanzipierten Miss Daisy 🙂 🙂 🙂

Eindeutig Mord von Ian Rankin

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„Das war eindeutig Mord“, erkennt der Fachmann – und das gleich in mehreren Fällen. John Rebus, der eigenwillige Detective aus Edinburgh, durchstreift die dunklen Gassen seiner Heimstadt auf der Suche nach Motiven, Tätern und verborgenen Indizien. Egal, ob ein Student erhängt an einem Galgen gefunden wird, ob es um einen Geist geht oder ein vermeintliches Attentat: Detecive Rebus kommt der Wahrheit mit Geduld und Sturheit auf die Spur …

Zwölf geniale Shortstories, zwölf Fälle für John Rebus. Rankin beweist hier schlüssig, daß man nicht unbedingt 500 Seiten braucht, um einen guten Krimi zu schreiben. Alle Geschichten sind spannend und haben den bekannten Rebus-Touch, bestens geeignet für den „kleinen Rebus zwischendurch“ 🙂

Sonderwünsche? Extrawürste? Aber gerne! :)

Eigentlich mach ich in meinem Blog ja keine Werbung, somit ist das hier die große Ausnahme, die die Regel bestätigt 🙂 Und in diesem Fall auch mehr als angebracht. Wieso?
Ich fand @ElasSchmuck bei TWITTER (wo sonst?! 🙂 ) und sah mich natürlich in ihrem Shop um. Tolle Sachen, guckt mal selbst! Besonders die Lesezeichen sind toll und diese kleinen Elfen, hach…
Ja und weil ich damals gerade Jahrestag mit Schatzi hatte, dachte ich mir, so ein „Paar“ Engelchchen wären ja ganz nett. Schatzi ist jetzt nicht so der Schmucktyp, aber man kann ja mit einem Karabiner flexibel sein. Ich fragte also bei Ela an und bekam wirklich postwendend zwei Musterfotos, aus denen ich auswählen konnte! Super, extra für mich gemacht 🙂
Ich hab mein Engelchen seitdem am Handy baumeln gehabt, anderthalb Jahre lang. Bis es mir auf die Strasse fiel. Das Handy blieb heil, dem Engelchen platzten die Perlen auseinander. Ich twitterte einen Heul-Tweet: Engelchen kaputt 😦
Und was kommt von der lieben Ela? „Schick mal ein Foto, wie es aussah, vielleicht kann ich Dir ein neues machen?“ Wow, was für ein Service! Hat zwar ein bisschen gedauert, bis Schatzi mal den Büroschlüssel mitbrachte, aber nachdem das Foto weg war, hat es gerade mal 3 Tage gedauert, bis ich wieder ein Engelchen zu unserem Paar hatte! (Ich wünschte, eine gwisse PC-Firma hätte einen solchen Kundenservice!) Wenn ihr also was Spezielles wollt, besondere Farben, Kombinationen, einfach fragen! Bei Elas Schmuckkästchen bekommt ihr, was ihr wollt – wenn es machbar ist 🙂 Und wenn ihr jetzt im Shop stöbern geht, werdet ihr sehen, es ist vieles machbar. Viel Spass beim Stöbern!

(Fotos folgen, wenn ich wieder am eigenen Laptop sitze…)