Trigger von Wulf Dorn

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Der Fall einer misshandelten Patientin wird für die Psychiaterin Ellen Roth zum Alptraum: Die Frau behauptet, vom Schwarzen Mann verfolgt zu werden. Kurz darauf verschwindet sie spurlos. Bei ihren Nachforschungen wird auch Ellen zum Ziel des Unbekannten. Er zwingt sie zu einer makaberen Schnitzeljagd um ihr Leben und um das ihrer Patientin. Für Ellen beginnt ein verzweifelter Kampf, bei dem sie niemandem mehr trauen kann. Immer tiefer gerät die Psychiaterin in ein Labyrinth aus Angst, Gewalt und Paranoia. Und das Ultimatum läuft …

Ein Buch, das man nicht eher aus der Hand legt, bis man die letzte Seite gelesen hat! Spannung pur! Ellen Roth ist eine engagierte Psychiaterin, die ihrem Lebensgefährten Chris, ebenfalls Psychiater an der Waldklinik, versprochen hat, sich um eine seiner besonders schwierigen Patientinnen zu kümmern, während er nach Australien in Urlaub aufbricht. Die Frau, die Ellen vorfindet, ist schwer verstört und wurde schwer mißhandelt. Gerade beim Versuch, ein erstes bisschen Vertrauen herzustellen, wird Ellen unterbrochen. Als sie in das Zimmer zurückkommt, ist die Patientin verschwunden. Schlimmer noch, außer ihr selbst will niemand die Frau gesehen haben! Ellen ist davon überzeugt, die „Frau ohne Namen“, denn der ist unbekannt, schwebt in großer Gefahr und so begibt sie sich auf die Suche nach ihr. Sie ahnt nicht, daß diese Suche sie an die Grenzen ihrer körperlichen und geistigen Grenzen führen wird, daß sie sich damit selbst in höchste Lebensgefahr begibt.

Wulf Dorn versteht es hervorragend, seine Leser in die Irre zu führen. Jedesmal wenn man glaubt man hat es – ZACK!, gibt es eine Wendung, die einen wieder am Anfang stehen lässt. Man fühlt mit Ellen, lebt ihre Verwirrung und ihr wachsendes Mißtrauen mit und versteht die Welt nicht mehr. Die Aufklärung ist hochdramatisch und ließ mich, was wirklich SEHR selten vorkommt, mit einem leichten Ansatz von Mitgefühl für einen Täter zurück. Eine reine Schwarz-Weiß-Auflösung gibt es in diesem Fall nicht.
Thriller der Extraklasse!

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Bye-Bye, Arthur!

Arthur beim Frühstück
Arthur, mein kleiner Robo, ist seit heute im Hamsterhimmel. Gestern war noch alles in Ordnung, er hopste rum, bettelte mich um seine heißgeliebte Gurke an, wollte auf die Hand, alles wie immer…Heute früh kam kein Arthur an die Terrariumscheibe. Dachte ich mir noch nix weiter. Nach zwei Stunden war die Gurke aber immer noch nicht angeknabbert und DAS war ungewöhnlich! Ich sah nach und es war alles klar, Arthur war schon richtig weggetreten.

Wenn ihr euch erinnert, Arthur kam als mißhandelter Notfallhamster zu mir (https://reginasgedankenwelten.wordpress.com/2010/06/29/arthur-odyssee-eines-hamsters/<a) ich hatte also keine Ahnung, wie alt er war. Er hätte 2 Monate oder ein Jahr alt sein können. Auch weiß ich nicht, welche Spätfolgen sein früheres Leben gehabt hat. Ich weiß nur, die knapp 6 Monate bei mir haben ihm wohl gefallen 🙂 Robos werden im Allgemeinen nicht sehr zahm. Arthur kam auf meine Hand und hat da gefressen und sich ausgiebig geputzt. Das macht kein Tier, wenn es sich nicht sicher fühlt. Er war neugierig, verspielt, verfressen und unheimlich putzig. Arthur hat weder gelitten noch gekämpft, er ist ganz einfach eingeschlafen und wacht jetzt vermutlich auf der Regenbogenwiese auf . Machs gut, kleiner Hamster, bye-bye Arthur!

Manchmal geschehen kleine Wunder im WorldWideWeb/Sometimes little miracles happen in the world wide web

Wer hier ab und zu reinschaut weiß, daß ich twittere. Ich finde Twitter toll weil man relativ leicht Kontakte zu vielen unterschiedlichen Menschen bekommt. Zu ganz normalen Menschen, interessanten, berühmten und weniger berühmten Menschen, zu solchen, die es gerne wären und, ganz selten, zu echten Stars.

So bin ich darüber gestolpert, daß Sir Sean Connery seit einigen Wochen twittert. Natürlich gab es die üblichen Spekulationen, ob er das TATSÄCHLICH wirklich selbst ist, aber je mehr Tweets ich las, desto sicherer wurde ich: er IST es! Die Tweets haben Witz, Charme und Verstand – und ausserdem glaube ich nicht wirklich, daß Connery es tolerieren würde, wenn sich jemand im Netz für ihn ausgäbe. Und hey, Obama twittert, die Queen twittert, also, warum nicht?
Ich bin zwar nicht mehr im Groupie-Alter und kreische, bis ich in Ohnmacht falle, wenn mir eine Berühmtheit begegnet, was durchaus schon vorkam, aber, ich gestehe es, mein Herz klopfte ganz schön heftig, als ich meinen ersten Tweet nach Schottland schickte! Mein Englisch ist furchtbar schlecht, meine Grammatik noch schlechter. Ich kann es einigermassen lesen aber das war es dann. (Für eine Dichterin eine echte Strafe, nicht mit Worten jonglieren und malen zu können wie sonst.) Und dann machte mein Herz einen ganz großen Hüpfer! Nämlich, als ich wirklich eine Antwort bekam! Eine meiner besten Freundinnen würde vermutlich einen Mord für ein Wort von Sean Connery begehen – und mit mir twittert er! Wahnsinn!!! Und es ist wirklich eine wunderbare Erfahrung, wenn auch die sprachlichen Barrieren zu sehr lustigen Verwicklungen führen können… 🙂 Ich lerne viel und hoffe auf noch viele nette Tweets. So, das musste mal gesagt werden 🙂

Everybody who looks here from time to time knows that I tweet. I like twitter because it ist easy to know many different people here. You can know normal people, interresting people, famous and not so famous people, people who want to be famous and rarely real famous beings.
So I found out, that Sir Sean Connery tweets for some weeks now. Naturally there were the normal speculations if he is REAL, but tweet after tweet that I have read, I was more sure that he is real. The tweets are witty, have allurement and are intelligent and I don’t believe that Connery would tolerate it, if somebody would play him in the net. And it is the case that Obama tweets, the Queen tweets, why not he?
I am no longer at the age, that I scream or loose consciousness if I meet a famous person and that has happened but I confess thar my heart was bumping when I sent my first tweet to Scotland. My English is desastrous and my grammar even more. I manage to read English, but that is it. (For a poetress it is a punishment not being able to handle words and create pictures with them as usual.)
And then I got really excited, as I got an answer. One of my best friends would probably kill to get a word from Sean Connery and it is madness, we tweet! It is a wonderful experience even if the language problems lead to funny implications. ..:) I learn a lot and hope for a lot of nice tweets. I simply had to say that. 🙂
And even if he is a fake, it is a charming illusion. 🙂

Das Böse in uns von Cody McFadyen

(c) AmazonLisa, die Tochter eines Kongressabgeordneten ist das erste Opfer des Täters, bei ihrer Autopsie findet man ein silbernes Kreuz mit einer Nummer eingraviert. Es wird nicht die einzige Leiche bleiben. Der unbekannte Mörder, „einer der fleißigsten Killer aller Zeiten“, sucht sich offenbar gezielt seine Opfer: „Er sammelt Sünden“, „die Morde sind sauber, funktional symbolisch. Es fehlt jede Leidenschaft.“ Alle Opfer haben ein dunkles Geheimnis, etwas, das sie zu Lebzeiten verborgen und nie preisgegeben haben. Für den Killer scheint es, als wären „die Opfer notwendig. Wie Requisiten in einem Schauspiel“. Ein Psychopath, der sich als Erlöser gibt, Frauen von ihrer seelischen Last befreien will, indem er sie tötet. Und das alles via Internet an die Öffentlichkeit gibt.

Auf der Rückseite des Buches steht: „Ich habe das Buch in der Nacht zu Ende gelesen, voller Erleichterung aufgeatmet, dass das Gute das Böse besiegt hat – aber dennoch alle Türen verschlossen und die Fenster verriegelt. (M. Martini, FOCUS.de)“ Kann ich jetzt nicht nachvollziehen…Ich hatte von Anfang an Schwierigkeiten, mich in das Buch einzulesen. Es gibt Bücher, bei denen ist man ab der ersten Seite, manchmal schon ab dem ersten Absatz, mittendrin. Bei diesem Buch ist das leider nicht so, es fand keine Identifikation mit der Hauptperson statt. Das Buch ist zwar spannend, auf die übliche CSI-Weise, aber auch erst ab ca. der Mitte. Und ich habe tatsächlich einige Seiten überblättert, eine Todsünde bei jedem guten Thriller! Es waren Seiten, die mich am Thema ohnehin massiv gestört haben, viel zu religiös.
Die Erzählweise ist einfach, manchmal brutal direkt, lässt sich also schnell runterlesen. Fans von FBI-Thrillern werden ihr Vergnügen daran haben, ich persönlich werde diesen Autor hiermit ad acta legen.

Flavia de Luce Mord im Gurkenbeet von Alan Bradley

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Dieser außergewöhnliche All-Age-Krimi hat die Herzen von Lesern, Buchhändlern und Kritikern aus aller Welt im Sturm erobert!

Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht das Opfer eines Giftmordes in ihrem Gurkenbeet entdeckt! Da jeder ihren Vater, den sanftmütigen Colonel de Luce, für den Mörder zu halten scheint, nimmt die naseweise Flavia persönlich die Ermittlungen auf. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia schließlich, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist …

Mit einem Wort, dieses Buch ist absolut HINREISSEND!
Das Coverbild ließ mich sofort an Christina Ricci als „Wednesday“ aus der „Addams Family“ denken. Flavia lebt als Jüngste von drei Schwestern auf einem alten Landsitz, und die drei hassen sich wirklich von Herzen. Ophelia (Feely) hat nur Augen für ihr Spiegelbild, Daphne (Daffy) die Nase nur in Büchern: was mir als Dauerleserin nicht wirklich mißfällt 🙂 . Flavia hat sich mit Leib und Seele der Chemie verschrieben, was sie zuerst mal dazu nutzt, sich an Ophelia dafür zu rächen, von ihr in den Wandschrank gesperrt worden zu sein. Sie präpariert einfach ihren Lippenstift mit Giftefeu…Wahre Schwesternliebe eben!
Seit dem Tod der Mutter kümmert sich ausser der Köchin und Dogger, dem Hausfaktotum, niemand um die Mädchen, denn ihr Vater, der Colonel, hat sich ganz und gar in seine eigene Welt zurückgezogen. Flavia und Dogger werden unvermutet zu Komplizen, als sie gemeinsam einen Streit des Colonels mit einem Fremden belauschen. Und eben diesen Fremden findet Flavia frühmorgens im Gurkenbeet! Grund genug für sie, ihren analytischen Verstand einzuschalten…

Das Buch hat einen wundervollen schwarzen Humor, der mich oft lauthals lachen ließ. Flavia ist eine unerreichte Zynikerin und eine begnadete Giftmischerin, was umso besser wirkt, als sie mit ihren elf Jahren eiskalt ihre kindliche Naivität einsetzt, um ganz unauffällig das ganze Dorf zu verhören. Das Buch ist spannend, denn obwohl die Heldin ein Kind ist, kann man es nicht als „Jugendroman“ abtun. Dafür sind die geschichtlichen Hintergründe, die chemischen Kenntnisse und die literarischen Anspielungen zu komplex. Ich habe mich wunderbar amüsiert und sage es noch einmal: HINREISSEND! 🙂 🙂 🙂

Heizkissen vs. Schatz

So als Frau hat man ja so typische „Frauenleiden“, als da wären, kalte Hände und Füße. Besonders ab Oktober/November geht´s damit richtig los und wer das kennt, weiß: wer mit kalten Füßen ins Bett steigt, bekommt die trotzdem nicht warm und friert ewig unter der Bettdecke. Schatz meinte dann, ich soll mir doch ein Heizkissen kaufen.
Letzte Woche nun habe ich meine jahrzehntelange Heizkissenphobie überwunden. Seit Kindertagen hatte ich panische Angst vor diesen Dingern, vermutlich, weil meine Oma sich über Wohnungsbrände und verkohlte Leichen in Betten mit Heizkissen ausließ, keine Ahnung. Sie hatte aber eins und wollte MIR das dann ins Bett stecken! Neenee Oma, lass mal! (Kreisch!)
Gestern kam es dann mit der Post: Das Heizkissen des Grauens! Ja nee, sieht ja eigentlich ganz harmlos aus… Bei Gerätschaften, die ich dermassen kritisch beäuge, wird natürlich die Gebrauchsanweisung SEHR gründlich durchgelesen, is klar?! Erste Enttäuschung: Ich darf es NICHT UNTER die Bettdecke stecken, um mein Bettchen anzuwärmen, wie ich mir das dachte, sonst: Wohnungsbrand! (Oma hatte also recht!) Bei gründlicher Überlegung ist das aber eigentlich logisch. Na gut. Bei den Pflegehinweisen steht: Das KISSEN (nicht der Bezug!) kann bei 40° in der Waschmaschine gewaschen werden! WAS? Klar, ich stecke ein elektrisches Gerät in die Waschmaschine! Wahrscheinlich habe ich das mit der Reinigung der Kaffeemaschine mein ganzes bisheriges Leben falsch verstanden?! (ACHTUNG IRONIE!!! NICHT NACHMACHEN, LIEBE KINDER!!!)

Na schön, dann zum Praxistest: Stecker rein, einschalten, Stufe 3 (die höchste) und… Enttäuschung. Das Ding wird ja nicht mal lauwarm. Ich meine, es ist schon klar, daß man sich keine Verbrennungen holen soll, aber DAS ist lächerlich! Fazit:
Schatz darf unter die Decke, das Kissen nicht: Eins zu Null für Schatz!
Schatz ist WÄRMER als das Kissen! Zwei zu Null für Schatz!
Schatz fühlt sich besser an als das Kissen. Drei zu Null für Schatz!
Schatz verbraucht keinen Strom! Vier zu Null für Schatz!
Das Kissen ist eher im (auf!) Bett als Schatz Vier zu Eins! 😉

das haekelschwein ist skeptisch....

so vielleicht?

Das Eis ist dünn von Marius Weinbrenner

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Eine Welt, in der es immer kalt ist, in der es nur Eis gibt, so weit das Auge sehen kann und in der „Sommer“ bedeutet, daß man mal keine Mütze aufsetzen muß, wenn man Glück hat! Fion, ein Wichtel, und Eteras, ein Dämon, sind Arbeitskollegen und beste Kumpel, und bei einem Auftrag für einen Alchimisten „brechen“ sie sozusagen in ein aufregendes Abenteuer, denn, wie der Titel schon sagt, das Eis ist dünn!

Mehr sei vom Inhalt nicht verraten, denn auch das Büchlein ist dünn. Wenn ich mehr schreibe, verrate ich zuviel vom Inhalt, was schade wäre. Denn trotz einiger sprachlicher Holprigkeiten ist die Geschichte fantasievoll erzählt, die Charaktere sind liebevoll ausgestaltet und die Story ist interessant. Auch die Illustrationen passen gut zum Text. Vom Stil erinnern sie ein bisschen an Tolkien, leider geht aus dem Buch nicht hervor, von wem sie stammen.

Sonst schreibe ich nichts über die Autoren der Bücher, die ich bespreche, weil es nicht nötig ist. In diesem Fall mach ich aber eine Ausnahme, denn der Autor dieser „Wichtelstory“ ist ganze 15 Jahre alt! Ich finde, in Zeiten, in denen immer nur gemeckert wird, „die Jugend“ verbringt ihre Zeit beim PC-zocken und Komasaufen, verdient es durchaus eine Würdigung, daß es auch andere gibt, die ihre Phantasie nutzen. Vielleicht haben wir hier einen baldigen Anwärter auf den Deutschen Phantastikpreis vor uns, wer weiß?
Wer jetzt neugierig auf das Buch ist, wende sich bitte an
http://www.buecherhof.de/