Kleines Theater-Update: Spielplan Dezember 2017

Kleines Update zum Theaterprojekt: Ab heute steh ich, bzw. WIR, offiziell auf dem Spielplan des „Theater am Olgaeck“! Das ist so verdammt aufregend! Ich meine, bisher hab ich im Hintergrund rumgewerkelt: geschrieben, gebastelt, virtuelles Theater und Schauspieler angeworben. Das ist zwar auch völlig real, nur eben in einer anderen Wirklichkeit, aber jetzt wird es sichtbar. Für alle! Im ganz realen Stuttgart. Das ist toll und ich freue mich wahnsinnig! Auf die Arbeit, die in den nächsten zwei Monaten vor uns liegt, und auf die Premiere sowie auf ein tolles Publikum aus BEIDEN Welten: Am 12.12. um 20.00 Uhr hier:

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Neuigkeiten zum Theaterprojekt – Regina goes virtual real ;)

In den letzten Monaten hat es eine Menge Arbeit hinter den Kulissen gegeben und das wird auch in den nächsten Wochen noch so weitergehen, aber heute darf ich endlich offiziell verraten, was es mit dem Theaterprojekt auf sich hat und vor allem, wo es aufgeführt wird und wann.

Das Märchen „Die weisse Schlange“ ist im Japan der Heian-Zeit angesiedelt, dem Goldenen Zeitalter, der Blütezeit der Literatur, Kunst und Kultur. In diese Periode fällt zum Beispiel die Veröffentlichung des berühmten „Genji Monogatari“, welcher als erster psychologischer Roman der Literaturgeschichte gilt, im Jahre 1008. „Die weiße Schlange“ enthält Elemente des klassischen Märchens, der Fabel und auch Anklänge an den Shintoismus. Die Tochter eines Landadeligen soll den Sohn des Präfekten heiraten. Beide haben sich noch nie gesehen, die Ehe ist arrangiert. Plötzlich taucht im Brautgemach eine Schlange auf und zwingt der jungen Braut eine schwere Prüfung auf. Es wird ihr nicht erklärt, was geschehen wird, wenn sie versagt, aber auch nicht, wenn sie besteht. Es wird ihr keine Wahl gelassen. Mehr werde ich hier jetzt natürlich zum Inhalt auch nicht verraten 😉 .

Das klingt ja zunächst mal nicht sehr aufregend. Ein Märchen wird im Theater aufgeführt. Und doch ist es eine absolute Weltpremiere, weil es multimedial sein wird! Es wird nämlich zeitgleich in zwei Theatern aufgeführt. Und zwar befinden sich alle Schauspieler in Echtzeit live im japanischen Kaburenjo in Second Life und spielen dort vor einem internationalen Publikum. Diese Liveperformance wird, ebenso in Echtzeit, ins „Theater am Olgaeck“ in Stuttgart übertragen. Und dort befindet sich ganz real einer der Second Life-Akteure in Person auf der Bühne. Er ist also quasi zweimal anwesend und bildet so das Bindeglied zwischen virtuellem und realem Theater. So wird es auch möglich sein, daß die Schauspieler im Anschluß mit dem realen Publikum interagieren können und absolut deutlich wird, das Publikum sieht auf der Leinwand keine Aufzeichnung oder etwa einen Film. Ich weiß, das klingt jetzt erstmal alles etwas sehr kompliziert, ist es aber eigentlich nicht. Es ist experimentell und der Versuch, zwei Welten kreativ zu verbinden. Als Autorin und Virtual Artist bewege ich mich seit Jahren in beiden Welten und was liegt da näher, als sie einmal zusammen zu bringen und zu zeigen, was alles möglich ist? In Zeiten von Hatespeech, Fakenews, Cybermobbing und was es dergleichen noch mehr gibt, zu zeigen, man kann auch anderes mit dem Internet machen. Kultur schaffen, Kunst, Freude.
Seht es Euch einfach mal an. Auf dieser wunderschönen Sim steht das Theater, in dem wir in Second Life spielen werden: https://www.youtube.com/watch?v=J1VcY_OcomI

Und real sind wir hier: http://www.theateramolgaeck.de/ und zwar am 12.12. 2017 um 20.00 Uhr
Dazu gibt es natürlich zeitnah noch mehr Informationen.

Die Katze ist aus dem Sack: Regina goes Theater!

Eine ganze Weile war es ruhig auf dem Blog, weil ich beschlossen hatte, nur noch etwas zu veröffentlichen, wenn mich etwas bewegt, freut oder ärgert und diese Monatsrückblicke stillschweigend einzustellen. Nach drei oder vier Jahren empfand ich sie nur noch als lästige Pflicht und das hat man sicher auch gemerkt.

Aber natürlich heisst das nicht, ich wäre untätig gewesen oder hätte nichts erlebt, im Gegenteil! Vor einiger Zeit schrieb ich ein japanisches Märchen und aus irgendeinem Grund blieb es lange in der Schublade, es gab nur einmal eine Lesung in Second Life. Aber nun – TUSCH! – wird es aufgeführt! Und zwar in Second Life UND einem ganz realen Stuttgarter Theater! Wenn alles klappt, soll die Premiere im Dezember sein, das genaue Wie und natürlich das Wo erfahrt ihr rechtzeitig. Abgesehen davon, dass es MEIN Stück ist, was an sich ja schon sehr aufregend ist, wird es auch etwas, das es so, in dieser Form, noch in keinem Theater gegeben hat. Und zwar eine zeitgleich parallele Aufführung in beiden Welten, der realen und der virtuellen. Das bedeutet eine Menge Planung und noch mehr Technik, darum bin ich diese Woche in Stuttgart und sehe mir die reale Seite genau an. Das tollste war aber, ich durfte in den Fundus! Es gibt ja, glaube ich, nichts aufregenderes, als in einem Theaterfundus rumzutoben! Soooo schöne Kostüme und witzige Requisiten! Ich habe mich ja vom Fleck weg in Susie Sau verliebt und hätte sie am liebsten geschweinappt – aber dann wäre Hund Hans-Heinrich wohl sehr traurig gewesen… Außerdem, tut mir leid, Susie, bist du zu dick für meine Reisetasche….

Im Fundus

Es ist für mich sehr ungewohnt, Regie zu machen. Als Autorin bin ich normaler Weise der eher unsichtbare Part. Jetzt stehe ich da und muß Anweisungen geben: wer zieht was an? Wer steht wo? Nein, das klingt nicht richtig, nochmal bitte! Das ist ein sehr merkwürdiges Gefühl. Wenn man allerdings die Fotos ansieht, die dabei entstanden sind, entsteht der Eindruck, als hätte ich nie etwas anderes gemacht, als Leute zu dirigieren. Da ich bis zur Premiere nichts verraten darf, gibt es hier jetzt leider nur Fotos von meiner Wenigkeit bei der Arbeit zu sehen, tut mir leid! Aber man sieht deutlich, es hat Spass gemacht – und wie!

Ich dirigiere – eindeutig^^

Hochverehrtes Publikum… für heute ist Schluß! 😉