Fazit vom Extremsparing-Monat

Der Monat ist rum und ich atme hörbar auf, oh ja! Ich habe es tatsächlich durchgehalten, auch wenn ich aufgehört habe, akribisch alles aufzuschreiben. Einfach weil es sich dauernd wiederholt hat und zum Ende hin wirklich SEHR eintönig wurde. Vor allem, weil mir immer mehr ausging und ich nichts mehr nachkaufen konnte/wollte.

FAZIT: Das Ziel, nur mit 50 Euro im Monat auszukommen, habe ich verfehlt. Es wurden knapp 65 Euro, einfach weil ich ohne Obst nicht leben kann. Das habe ich auch am allermeisten vermisst: jeden Tag frisches Obst und Gemüse. Ebenfalls vermisst habe ich mal ein paar Kekse, Gummibärchen oder mal ne Limo. Seit acht Tagen gab es nur noch blankes Wasser, ich lechze nach etwas Geschmack. Tee gab es nur noch sporadisch, weil mir der Zucker ausging und ich nur grünen Tee ohne alles trinke (der auch fast aus ist ^^ ).

Was ich überhaupt nicht vermisst habe, ist jegliche Form von Fleisch. Ich hatte ja das Huhn für die Suppe (die sechs Portionen ergab) und die Reste hatte ich ja mit Reis verarbeitet, das genügte mir dann auch. Wurstbrote brauchte ich auch nicht, eher Käse. Aber in der letzten Woche gab es nur noch Toast mit etwas Marmelade, mehr war nicht mehr da. Von Nudeln und Reis habe ich jetzt aber auch die Nase erstmal voll. Was ich als erstes essen werde? Kann ich euch verraten: eine Riesenschüssel Salat, Gemüse-Tempura und eine mindestens so große Schüssel Obstsalat, yaaaay 🙂

Ich habe einiges gespart, was gut war, denn es waren einige Anschaffungen fällig, über die ich dann nicht groß nachdenken mußte. Zumindest weiß ich, wenn ich mal wieder auf was sparen muß, dann bekomme ich das hin. Allerdings sage ich es nochmal: man MUSS kochen können, sonst hat man ein Problem. Und ich bin nicht gewillt, dieses Experiment allzu regelmäßig zu wiederholen, neenee!

Tag 11 – 15 Extremsparing

Wie im letzten Beitrag bereits erwähnt, kochen können ist hilfreich 🙂 Diese Woche gab es bei A..i Rispentomaten für 55 ct das Kilo und da habe ich natürlich zugeschlagen, klar. Mit etwas mehr als zwei Kilo Tomaten wieder nach Hause und erst mal Sugo gekocht. Ca. ein Kilo ergab drei volle Gläser aus denen ich jetzt bei Bedarf eine leckere Sauce machen kann oder auch als Grundlage für eine phantastische Tomatensuppe ist das Sugo bestens geeignet.

Nun ist ja Halbzeit, 15 von 30 Tagen sind um und die Finanzen mehr als klamm. Das liegt daran, daß ich wohl mehr Obst verputze als gedacht und auch wenn ich Tomaten, Gemüse und z. T. auch (wenig!) Obst mit den Meerschweinchen teile, schlägt das zu Buche. Bei einer echten Apokalypse wird mir das wohl wirklich richtig fehlen…

Ich weiß ja nicht, ob es euch wirklich interessiert, was ich so jeden Tag esse, aber irgendwie muß ich ja erklären, wo die Kohle geblieben ist. Ausserdem stehen da jetzt einige Sachen auf der Liste, die ich erklären muß.

Korokke = japanische Kroketten, die hatte ich noch eingefroren

Anmitsu = eine Art japanisches Dessert/Obstsalat mit An (rote Bohnenpaste, eingefroren)

Und das gab es so die letzten Tage:

Tag 11

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

1 Yoghurt

1 Schale Pekingsuppe

Bananenmilch

1 Wurstbrot

1 Käsebrot

1 Apfel

Tagsüber 1 Liter Wasser mit Waldmeister

Tag 12

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

1 kl. Obatsalat (1 Apfel + 1 Banane) mit Yoghurt

1 Käsebrot

Tagsüber 1 Liter Eistee mit Minze & ca. 1 Liter Wasser

Tag 13

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

Mini Zwieback Kokos

1 Portion gebratene Udon-Nudeln mit Gemüse

1Portion Anmitsu

Tagsüber 2 Liter Wasser

Tag 14

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

Mini Zwieback Schoko

Korokke (jap. Kroketten)

1 Portion Tomatensalat

1 Wurstbrot

Tagsüber 2 Liter Wasser

Tag 15

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

1 Laugenbrezel

1 großen gemischten Salat

Tagsüber 2 Liter Eistee

Tag 07 – 10 Extremsparing

Ich habe mich aus meinem Bunker gewagt, mich todesmutig durch den Dschungel gekämpft und mich Horden von apokalyptischen Zombies entgegengestellt – für eine Schale Erdbeeren! Jaaaaaaaaaaa, gut, sie waren mit 2,49 € deutlich über meinem Budget, aber…. aber…. Erdbeeren!!!!!!! Rot und saftig und süß und sie dufteten so unglaublich gut… Jede einzelne war ein Hochgenuß!

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Ansonsten ist der Weißweinessig und der Honig alle, der Zucker so gut wie, Salz ist auch nicht mehr viel da, von den zwei Kilo Äpfeln sind noch genau zwei Stück da. Sollte ich vielleicht erwähnen, daß ich Essig, Salz, Honig und Zucker nicht extra neu gekauft hatte? Das war alles noch soweit vorrätig. Trotzdem werde ich wohl diese Woche einkaufen gehen müssen und auch die Pfandflaschen wegbringen. Das darf ich ja, denn schließlich habe ich das Pfand ja vorher schon bezahlt, es gehört also in meine 50 Euro mit hinein.

Bisher kann ich sagen, um so ein Experiment zu machen, sollte man kochen können. Wer das nicht kann, wird es sehr schwer haben. Gut, man kann auch einen Monat von Toastbrot mit Margarine leben, schon klar. Aber ich wollte mich schon irgendwie „ernähren“ und nicht nur den Magen mit irgendwas füllen. Und das gab es bei mir von Tag 7 bis Tag 10:

Tag 07

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

1 Teewurstbrot

1 Joghurt

Tomatenrisotto

Tagsüber 2 Liter „Wasser mit Geschmack“ (Gurke & Ingwer)

Tag 08

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

1 kl. Obatsalat (1 Apfel + 1 Banane) mit Yoghurt

1 Schale Erdbeeren (ja, sorry…. ich konnte nicht widerstehen!)

1 Wurstsandwich

Tagsüber 2 Liter „Wasser mit Geschmack“ (Gurke & Ingwer)

Tag 09

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

2 Scheiben Toast/Marmelade

1 Yoghurt

Gurkensalat mit Dill-Senf-Sauce

1 Banane

Hühnerfleisch gebraten in Soja-Honig-Sauce

Tagsüber 2 Liter Wasser

Tag 10

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

1 kl. Obatsalat (1 Apfel + 1 Banane) mit Yoghurt

Nudeln mit der einfachsten Tomatensauce der Welt (jajaaa, Ketchup^^)

1 Yoghurt

Tagsüber 1 Liter Wasser mit Waldmeister

 

Tag 04 – 06 Extremsparing

Nach knapp einer Woche sehe ich langsam deutliche Lücken im Vorrat (der ohnehin nie so üppig ist) und der Kühlschrank wirkt tatsächlich leer. Jetzt muß ich auch genauer planen, was ich mit dem Vorhandenen noch anstelle und was ich UNBEDINGT dazukaufen muß. Das Wetter tat auch etwas dazu, meine Planung umzuwerfen. Der Liter Milch, den ich für den Grieß benötigt hätte, fiel mir quasi „am Stück“ in die Schüssel, er war, komplett ungeöffnet und im Kühlschrank aufbewahrt, sauer geworden. Also kochte ich den Grießbrei mit einem Gemisch aus Sahne und Wasser. Das ging gut, aber mir fehlt jetzt die Sahne für den Kaffee – und Kaffee ohne Sahne geht ü-ber-haupt nicht! (Jaja, ich bin ein Luxusgeschöpf, ich weiß^^)

Ebenfalls macht sich jetzt ein gewisser Zuckerentzug bemerkbar. Natürlich ist in einem Budget von 12,50 €/Woche kein Platz für Süßkram. Da ich ja nun ohnehin die Sahne verballert hatte, habe ich aus dem Rest, etwas Zucker und 20 Gramm Butter Karamelbonbons gekocht. Die alten Küchentricks sind tatsächlich sehr hilfreich im Moment. Die Bonbons schmecken tatsächlich genau wie „Werter´s“. Und ich bin auch ziemlich froh darüber, zu wissen, welche Wildkräuter hier so auf den Wiesen stehen und welche davon man essen kann.

Und das gab es an Tag vier, fünf und sechs zu essen:

Tag 04

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

1 Brötchen (tatsächlich trocken, die restliche Leberwurst war hienüber…)

1 Schale Pekingsuppe

1 Apfel

1 Portion Nudelsalat

Tagsüber 2 Liter Tee

Tag 05

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

1 Joghurt

Apfelkompott aus 1 Apfel

Grießbrei

Tagsüber 2 Liter Tee

Tag 06

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

1 Joghurt

Grießschnitte

1 Portion gebratene Udon-Nudeln

1 Apfel

1 Käsebrot

1 Teewurstbrot

Tagsüber 2 Liter Tee

Der Juni wird ein Experiment: Extremsparing ;)

Nein, ich bin kein Prepper. Ich glaube nicht daran, daß es ab Morgen im ganzen Land nichts mehr zu futtern gibt und Zombie-Apokalypse? Pah! Die sind so hohl und langsam, denen liefe ich noch mit Rollator weg. Warum starte ich also jetzt das Experiment, einen ganzen Monat von 50 Euro zu leben? Aus zwei Gründen: erstens möchte ich wissen, ob das wirklich klappt, zweitens sollte ich dringend mal was sparen. Außerdem „schummel“ ich etwas. Ich lebe eigentlich nicht nur von 12,50 € pro Woche, denn ich fange ja nicht bei Null an. Tee und Kaffee muß ich nicht kaufen, weil noch vorhanden. Ebenso Eier, Milch, etwas Wurst und Käse, Essig, Öl, nahezu jedes gängige Gewürz, Nudeln, Reis… Also werde ich diesen Monat wohl auch meine Vorratshaltung mal aufräumen. Ich kann (und will) also nicht akribisch aufschreiben, wieviel Gramm und Cent ich pro Tag verbraucht habe, die Statistik wäre ohnehin verzerrt. Ich schreibe auf, was ich pro Tag esse und sehe, wo ich am Ende des Monats lande und ob ich das Ziel, die 50 Euro nicht zu überziehen, erreiche. Auf geht’s!

Tag 01

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

1 Banane

1 Portion Nudelsalat

1 improvisierter Wurstsalat + 1 Scheibe Brot

1Tasse Kaffee

Tagsüber 2 Liter selbstgemachter Eistee

Tag 02

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

2 Scheiben Rosinenbrot, etwas Butter

1 Portion Nudelsalat

1 Apfel

Tagsüber 2 Liter Tee

Tag 03

1 Kanne Ostfriesentee, Sahne

1 Brötchen, etwas Marmelade, 1 Scheibe Käse

1 Ei

1 Schüssel Pekingsuppe

1 Tasse Kaffee, etwas Sahne

1 Käsebrötchen & Tomate

Tagsüber 2 Liter Tee

So, die ersten drei Tage sind um und eigentlich sieht das doch ziemlich normal aus, oder? Das wird sich aber sicher noch ändern, denn bisher habe ich sehr viel meiner Vorräte integriert. Für den Nudelsalat zum Beispiel habe ich faktisch nichts ausgegeben und davon ist noch was da. Dafür war die Pekingsuppe durch das Huhn relativ teuer und die Bambussprossen habe ich aus diesem Grund weggelassen. Aber das gibt erstens einen Riesentopf Suppe, von dem ich heute nochmal essen werde und zwei gute Portionen sind eingefroren, genau so, wie das restliche Hühnerfleisch, von dem ich noch froh sein werde, es zu haben. Natürlich klappt es bei dem Preislimit nicht ganz allumfassend mit der „biologisch-dramatischen“ Ernährung, ich versuche es dennoch. Für die Suppe braucht man genau noch eine Paprika und eine Möhre. Hab ich beides auf dem Markt geholt, lose. Ein wenig fühle ich mich bei der ganzen Aktion wie meine Oma, die noch Haushaltsbuch führte, Speisepläne für die Woche erstellte und das dann genau auf den Pfennig aufrechnete. Bin gespannt, wie es weitergeht 🙂