Bye-Bye, Arthur!

Arthur beim Frühstück
Arthur, mein kleiner Robo, ist seit heute im Hamsterhimmel. Gestern war noch alles in Ordnung, er hopste rum, bettelte mich um seine heißgeliebte Gurke an, wollte auf die Hand, alles wie immer…Heute früh kam kein Arthur an die Terrariumscheibe. Dachte ich mir noch nix weiter. Nach zwei Stunden war die Gurke aber immer noch nicht angeknabbert und DAS war ungewöhnlich! Ich sah nach und es war alles klar, Arthur war schon richtig weggetreten.

Wenn ihr euch erinnert, Arthur kam als mißhandelter Notfallhamster zu mir (https://reginasgedankenwelten.wordpress.com/2010/06/29/arthur-odyssee-eines-hamsters/<a) ich hatte also keine Ahnung, wie alt er war. Er hätte 2 Monate oder ein Jahr alt sein können. Auch weiß ich nicht, welche Spätfolgen sein früheres Leben gehabt hat. Ich weiß nur, die knapp 6 Monate bei mir haben ihm wohl gefallen 🙂 Robos werden im Allgemeinen nicht sehr zahm. Arthur kam auf meine Hand und hat da gefressen und sich ausgiebig geputzt. Das macht kein Tier, wenn es sich nicht sicher fühlt. Er war neugierig, verspielt, verfressen und unheimlich putzig. Arthur hat weder gelitten noch gekämpft, er ist ganz einfach eingeschlafen und wacht jetzt vermutlich auf der Regenbogenwiese auf . Machs gut, kleiner Hamster, bye-bye Arthur!

Werbeanzeigen

Ich glaub, mein Hamster bohnert….äh…pfeift!

Arthur, mein Notfall-Robo, hat sich inzwischen bestens eingelebt. Er liebt Salat und Gurke, er pflügt sein Terrarium um, er spurtet nachts kilometerweit in seinem Laufrad (ich überlege ernsthaft, so einen kleinen Dynamo anzubringen, vielleicht lädt er nachts mein Mobiltele wieder auf?! 🙂 ) und er kommt auf die Hand! Zwar muß ich dann einen alten Reithandschuh anziehen, weil Klein-Arthur durchaus die Hand beißt, die ihn füttert, aber dann lässt er sich häuslich nieder und putzt sich…
Und Arthur ist neugierig! Er steigt so ziemlich in alles rein, was er erwischt: Küchenrollen, kleine Schachteln und Näpfe, alles wird erkundet. Letzte Woche hatte ich so eine Plastik-Einteilung aus einer Keksschachtel und dachte, das gäbe eine prima Hamsterleiter ab. Natürlich nicht dauerhaft, Plastik hat bei Nagern nichts zu suchen. Aber so für den Moment, unter Aufsicht. Leider hatte ich die mikroskopisch kleinen Schokospuren in den Rillen übersehen, auf die Arthur sich stürzte wie ein Geier! Bevor jetzt hier ein Aufschrei durch die Menge geht: ich WEISS, daß alle Zwerghamsterarten zu Diabetes neigen, ergo alles Süße schlecht für sie ist! Ich wußte aber nicht, daß er sich wie ein Mini-Berserker darauf stürzen würde…
Jedenfalls nahm ich ihm das Ding wieder weg, keine Schokolade für Arthur! Und was macht der Winzling? Stellt sich auf die Hinterbeine (volle 7 Zentimeter, jawohl!) und PFEIFT MICH AN! Richtig laut und richtig wütend: „Gib das wieder her! SOFORT!!!“

ich sagte ja, er steigt überall rein!

Ich fass es nicht, Zwergenaufstand im Wasserglas, also, Terrarium! 🙂 Aber ist ja auch gemein, sowas: erst bekommt man dieses leckere Zeug vor die Nase gehalten und dann, schwupps, ist es wieder weg! Das Leben ist eben kein Ponyhof, auch nicht für Zwerghamstis…
GENAU SO! 🙂

DAS passt ja wohl! 🙂

Arthur – Odyssee eines Hamsters

Vor 14 Tagen tauchte Arthur im Hinterhof eines Neuköllner Mietshauses auf, zusammengepfercht mit einem Artgenossen in einer Schuhschachtel. Ohne Licht, Luft, ausreichend Platz und ohne Futter. Arthur ist ein Roborowski-Hamster, 7 cm lang, 30 g Lebendgewicht, mit einem ausgeprägten Bewegungsdrang. Schon allein seine körperlichen Merkmale legen nahe, daß er als Kuscheltier völlig ungeeignet ist und nicht in Kinderhände gehört. Genau da waren die kleinen Hamster aber: in sehr groben Kinderhänden. Meine Freundin Franz (nein, sie hat kein Identitätsproblem, sie haßt es nur, wenn jemand nach ihr „Fraanziiiiii“ schreit! 🙂 ) bekam gerade noch mit, wie der Junge versuchte, die Hamster in einen Gully zu stopfen!

Nach einigem guten Zureden kamen die Hamster wieder in die Schuhschachtel. Franz, immer noch die Ruhe selbst, fragte dann nach Futter und Wasser, da wäre ja nichts drin.
„Die piepsen dann, wenn die Hunger haben“ war die Antwort. Ein Hamster pfeift wie ein Meerschwein, alles klar!
Franz konnte das Elend nicht mit ansehen und besorgte ein altes Aquariumbecken als Terrarium vom Dachboden, etwas Sägespäne und Futter.
Keine Stunde später stand der Junge samt Aquarium vor ihrer Tür:
„Da, kannste haben, ich will den nich mehr, den Hamster! Und der andere is tot!“ Sprachs und verschwand.

arthur nach seiner rettung

Franz hat drei Katzen und ist allergisch auf Einstreu. Franz hatte noch nie einen Hamster und wußte nicht mal, was das für einer ist. Nach dem Foto konnte ich ihr das sagen und auch, was der so frißt. Und Franz hat kein Schild an der Wohnungstür, auf dem „Tierasyl“ steht. Denn es ist bereits das dritte Mal, daß exakt diese Familie ihr ein ungewolltes, obwohl vorher angeschafftes, Tier einfach vor der Tür ablädt!
Ich würde ihn ja nehmen, aber da wäre die kurze Distanz von 320 Km zwischen Berlin und Göttingen, ohne Auto nicht ganz einfach. Ausserdem hinterließ Klein-Arthur eine Blutspur in der Einstreu, ich vermutete innere Verletzungen aufgrund der Mißhandlungen (Ja, einen Hamster in einen Gully stopfen zu wollen, sehe ich als Mißhandlung an!). Mit einem 7-cm-Tierchen kann man nicht zum Tierarzt gehen…
noch ganz zerrupft, der arme
Am Ende lief es darauf hinaus, daß wir insgesamt 5 Erwachsene und 3 Autos brauchten, um Arthur zu retten! Franz und Heike, mit deren Auto wir Aquarium und Hamster zum Treffpunkt der Mitfahrzentrale schafften, André und sein Auto um von Berlin nach Göttingen zu fahren und meine Freundin Sonia und mich, mit deren Auto Arthur dann zu mir kam.

Seit 6 Tagen ist Arthur, der kleine Kampfhamster, jetzt bei mir, geniesst sein großes Terrarium, sein Sandbad und sein Laufrad (ein großes, 25 cm Durchmesser!) und ich hoffe, er hat noch ein langes Hamsterleben. Hiermit danke ich allen, die zu seiner Rettung beigetragen haben!
Zuviel Aufstand für so ein kleines Viech? Mag schon sein, aber auch ein 7 cm großes Lebewesen hat ein Recht auf anständige Behandlung und wenn manche Leute mal für 5 Minuten nachdächten, wären solche Aktionen wirklich unnötig… 😦