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Eine ganze Weile war es ruhig auf dem Blog, weil ich beschlossen hatte, nur noch etwas zu veröffentlichen, wenn mich etwas bewegt, freut oder ärgert und diese Monatsrückblicke stillschweigend einzustellen. Nach drei oder vier Jahren empfand ich sie nur noch als lästige Pflicht und das hat man sicher auch gemerkt.

Aber natürlich heisst das nicht, ich wäre untätig gewesen oder hätte nichts erlebt, im Gegenteil! Vor einiger Zeit schrieb ich ein japanisches Märchen und aus irgendeinem Grund blieb es lange in der Schublade, es gab nur einmal eine Lesung in Second Life. Aber nun – TUSCH! – wird es aufgeführt! Und zwar in Second Life UND einem ganz realen Stuttgarter Theater! Wenn alles klappt, soll die Premiere im Dezember sein, das genaue Wie und natürlich das Wo erfahrt ihr rechtzeitig. Abgesehen davon, dass es MEIN Stück ist, was an sich ja schon sehr aufregend ist, wird es auch etwas, das es so, in dieser Form, noch in keinem Theater gegeben hat. Und zwar eine zeitgleich parallele Aufführung in beiden Welten, der realen und der virtuellen. Das bedeutet eine Menge Planung und noch mehr Technik, darum bin ich diese Woche in Stuttgart und sehe mir die reale Seite genau an. Das tollste war aber, ich durfte in den Fundus! Es gibt ja, glaube ich, nichts aufregenderes, als in einem Theaterfundus rumzutoben! Soooo schöne Kostüme und witzige Requisiten! Ich habe mich ja vom Fleck weg in Susie Sau verliebt und hätte sie am liebsten geschweinappt – aber dann wäre Hund Hans-Heinrich wohl sehr traurig gewesen… Außerdem, tut mir leid, Susie, bist du zu dick für meine Reisetasche….

Im Fundus

Es ist für mich sehr ungewohnt, Regie zu machen. Als Autorin bin ich normaler Weise der eher unsichtbare Part. Jetzt stehe ich da und muß Anweisungen geben: wer zieht was an? Wer steht wo? Nein, das klingt nicht richtig, nochmal bitte! Das ist ein sehr merkwürdiges Gefühl. Wenn man allerdings die Fotos ansieht, die dabei entstanden sind, entsteht der Eindruck, als hätte ich nie etwas anderes gemacht, als Leute zu dirigieren. Da ich bis zur Premiere nichts verraten darf, gibt es hier jetzt leider nur Fotos von meiner Wenigkeit bei der Arbeit zu sehen, tut mir leid! Aber man sieht deutlich, es hat Spass gemacht – und wie!

Ich dirigiere – eindeutig^^

Hochverehrtes Publikum… für heute ist Schluß! 😉

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