Ein langes Telefonat,
das es sehr lange nicht gab,
zwischen uns
ist das Katapult
durch die Zeit zurück.

Vieles, sehr vieles,
ist nicht mehr,
wie es einmal war,
manches ist erschreckend,
anderes nur ungewohnt
und dann
lachst du mich an!

Mit Augen, noch immer
so unglaublich blau,
dein Lachen blitzt
bis zu ihnen hinauf
und trifft mich.
Wieder.
Ins Herz.

Einiges ist noch immer so,
wie es mal war.
So genau wie abgefilmt,
aus meiner Erinnerung,
die Bewegung deines Arms,
wenn du meinen Kopf
auf deine Schulter ziehst,

das Gefühl deiner Finger,
die mir über´s Haar gleiten.
Mach das nochmal –
und du machst es nochmal,
ein wenig länger diesmal,
und ich schmiege
meinen Kopf in deine Hand.

Und ich schliesse die Augen,
durchlebe die Wiederholung einer
Erinnerung, die,
unvergessen,
immer in mir gelebt hat.
Ich bin zu Hause.
Für diesen Augenblick.

Bevor wir uns trennen,
aus dem Gestern ins Heute,
gibt es ein Zögern,
nicht Unbehagen, nur Unsicherheit.
Gehen wir über die Brücke
der Zeit?
Und dann tun wir es,
flüchtig wie die Berührung
eines Schmetterlings –

liegen

deine Lippen auf meinen.

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