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Snapshot_20150323 Zuerst einmal bedanke ich mich für die ungeheuer große Resonanz, die mein erster Artikel zum Thema hier erhalten hat. Mein Mailpostfach ist explodiert, die Klickzahlen in den Himmel geschossen, es wurde geteilt und verbreitet – DER Wahnsinn! 🙂

Dabei war mir sowieso schon klar, daß es einen zweiten Teil geben wird, denn alles in einen Artikel zu quetschen, hätte jeden Rahmen gesprengt. Was mir zu dem Thema E-Dampfen nämlich noch unheimlich sauer aufstößt, ist das Thema „Einstiegsdroge“. Das ist ein bisschen dünnes Eis, weil es schwierig nachzuweisen ist, ob oder ob nicht. Wenn ein Politiker oder Drogenbeauftragter eine solche Behauptung aufstellt, muß er sie erstmal nicht beweisen. Ich wäre aber im Gegenzug dazu verpflichtet zu beweisen, daß es NICHT so ist. Was ich als Nicht-Wissenschaftlerin nicht kann. Ich kann nur von dem ausgehen, was ich weiß und von einer gewissen Portion gesundem Menschenverstand. Daher: was ich hier schreibe, spiegelt nur meine persönliche Meinung wider! Und es soll auch nicht so klingen, als würde ich das Rauchen jetzt komplett verteufeln, ich war 37 Jahre lang starke Raucherin. Jeder soll machen was er möchte. Da aber Politik, Wirtschaft und Medien die Zigarette in direkten Vergleich zur E-Dampfe stellen (was meiner Meinung nach absolut nichts miteinander zu tun hat!), wird das auch hier vorkommen.

Ich bin ja innerlich schon zusammengezuckt, als ich mitbekam, daß sich die Drogenbeauftragte mit dem Thema E-Dampfen beschäftigt. Beim Wort „Einstiegsdroge“ sträubt sich mir aber das Nackenfell! Hallo, geht´s noch? Einstiegsdroge impliziert ja zuerst mal, daß danach noch was viel schlimmeres kommt. Was denn? Zigaretten? Und ja, wer raucht, wird später automatisch heroinsüchtig, ganz klar. Das Wort „Einstiegsdroge“ vermittelt das absolut negative Bild von Hinterhofdealern und Kriminalität. Jeder Raucher und jeder Dampfer wird es weit von sich weisen, als drogensüchtig oder als Junkie bezeichnet zu werden!
Zumal es ja in den allermeisten Fällen genau umgekehrt ist: die Hardcoresüchtigen (Raucher) wechseln zur „Einstiegsdroge“ (Dampfen). Irgendwas versteh da jetzt aber nicht….
Es geht im Grunde wieder mal um so ein „offensichtlich verstecktes“ manipulieren der Ängste der…. Eltern. Im Mäntelchen des Jugendschutzes kann man alles irgendwie verkaufen. Versteht mich recht: Jugendschutz ist richtig und wichtig! Rauchen, Dampfen, Alkohol ab 18, bin ich dafür. An meinem Offline-Dampfershop klebt ein „Zutritt ab 18 Jahren“-Schild. Habe ich noch an keinem Zigarettenladen gesehen. Und warum nicht? Weil die auch Zeitschriften, Comics, Getränke und Süßwaren verkaufen. Um das richtig umzusetzen, daß Kinder und Jugendliche keinen Zugang zu Tabakwaren haben, müßten diese in einem separaten Raum verkauft werden. So wie früher in den Videotheken der abgeteilte Raum mit den Schmuddelfilmen. In Dampfershops werden NUR Dampferartikel verkauft, also geht ein Teenager sich seine BRAVO im Zeitungs-/Zigarettenladen holen. Punkt. Als erziehungsberechtiger Erwachsener ist es MEINE Aufgabe, ein bisschen darauf zu achten, wofür mein Kind sein Geld ausgibt, was es im Internet so anstellt, ob es Alkohol in die Finger bekommt usw. Niemand hat behauptet, Eltern sein wäre einfach. Ihr merkt schon, ich könnte noch seitenweise weiterschimpfen und gegen die „Einstiegsdroge“ wettern. Dampfen ist kein Drogenkonsum und wir Dampfer lassen uns nicht kriminalisieren – so ist das!
Ich sehe täglich auf Facebook Einträge mit diesem Inhalt: „Hurra, seit 3 Tagen, einer Woche, 6 Monaten, etc KEINE MEHR GERAUCHT!“ Ich weiß gar nicht, warum wir uns alle so darüber freuen, vom Rauchen weg zu einer Einstiegsdroge gekommen zu sein. Und weil ich dazu keine Zahlen habe… gebt mir welche! Bitte nehmt euch einen Moment für meine Umfrage:

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