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Snapshot_20150323 Vor nicht allzu langer Zeit wurde ich als „Dampfaktivistin“ bezeichnet. Finde ich gut, auch wenn ich nicht gedacht habe, in meinem Alter nochmal politisch zu werden. Aber inzwischen nehmen die Dinge eine dermassen falsche Richtung in unserem Land, daß eigentlich NIEMAND mehr stillhalten sollte. Ich habe eine Petition gegen die EU-Tabakrichtline abgesendet (dazu folgt noch ein gesonderter Bericht!), aber die muß natürlich kurz, sachlich und nicht persönlich sein. Also konnte ich sehr viele Dinge dort nicht hineinschreiben, die da sehr wohl hineingehören und die mich ganz persönlich wahnsinnig ärgern. Darum schreibe ich das halt hier auf meinen Blog und hoffe, es wird gelesen.
Zum Glück gibt es sehr viele Menschen, die sich wehren – und es werden immer mehr. Worum geht es hier nun eigentlich? Um die E-Zigarette. Eigentlich ist schon die Bezeichnung falsch, ein Vaporisator (Dampfe) ist technisch gesehen eben ein Verdampfer und keine Zigarette. Somit eben auch kein Tabakprodukt. Tabak ist in keiner Dampfe enthalten. Das ist aber gar nicht der Hauptgrund, über den ich mich ärgere. Den technischen Kram kann man inzwischen überall nachlesen oder sich bei Youtube erklären lassen. Dazu empfehle ich Dampferhimmel , Mr Phil Good erklärt wirklich alles und das auch gut verständlich 🙂 Was mich wirklich ärgert, ist die Scheinheiligkeit und ganz offensichtliche Verlogenheit, mit der gegen die Dampfe argumentiert wird. Fangen wir mit unser aller Lieblingsthema an: Kindersicherheit. Selbstverständlich ist das wichtig, das wird niemand bestreiten. Folgende Bilder habe ich mit freundlicher Genehmigung des Pressehaus Tonollo Göttingen gemacht. Wunschgemäß sind einige Stellen unkenntlich gemacht (nicht schön, ich weiß, aber ich bin Autorin, keine Grafikerin 😉 ), es ging mir dabei auch nicht um einzelne Marken sondern lediglich um die einzelnen Verpackungen:
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Tabaksdose, nicht zugeklebt oder gesichert. Jedes Kind, das eine Bonbondose öffnen kann, bekommt das auf.

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Tabakbeutel, leicht zugeklebt. Für einen cleveren Fünfjährigen kein Problem.

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Zigarrenpackung, mein absoluter Liebling: Überhaupt nicht geschlossen, lediglich durch die Steuerbanderole gehalten!

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Hier nochmal in einer Holzschachtel: Zigarillos, ebenfalls nicht verschlossen sondern nur durch die Steuerbanderole gehalten.

WO IST DA DIE KINDERSICHERUNG? Übrigens kenne ich auch keine Alkflasche mit einem kindersicheren Verschluß, nur mal so nebenbei…. Es geht ja auch nur um das Geschrei, Dampferartikel MÜSSEN kindersicher sein. Na sicher, gerne doch! Dann setzt diese Standards aber bitte überall gleich hoch. Liquidflaschen haben (fast!) alle einen kindersicheren Verschluß. Und die „manipulierbaren“ Dampfen, also die, gegen die die Tabaklobby so schön wettert, kann man alle mit dem Fünferklick ausschalten. Den ein Kleinkind so nicht hinbekommt. Steckt ein Kind eine ausgeschaltete Dampfe in den Mund, passiert gar nichts! Und um nochmal Phil Good zu zitieren: Wir sind erwachsene, mündige Bürger. Als solche werden wir selbstverständlich ALLE potentiell gefährlichen Dinge wie Waschmittel, Alkohol,jedes Putzmittel, Zigaretten und auch Dampfzubehör ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Das ist UNSERE Verantwortung, nicht die der EU oder einzelner Staaten.

Das nächste große Ärgernis ist die Berichterstattung. Ja, gaaaaanz langsaaaam wird es hier und da mal besser, aber grundsätzlich heißt es immer noch, Dampfen sind HOCHgiftig, Chemiebomben und ausserdem weiß ja eh keiner, was drin ist. Das ist schlicht und ergreifend nicht wahr. Es gibt hinreichend genügend Studien (ja, auch Langzeitstudien!), die Klipp und Klar das Gegenteil beweisen, z. B. HIER .Ärzte, die FÜR das dampfen sind, Patienten, denen es damit besser geht und nicht zu vergessen, Millionen von Ex-Rauchern, die keine Zigarette mehr anfassen werden. Mich eingeschlossen! Womit wir uns des Pudels Kern nähern: Millionen von Ex-Rauchern, die nun friedlich dampfen (wollen) und keine Tabaksteuer mehr bezahlen. Den Staaten, die Raucher ohnehin schon finanziell schröpften, gehen Milliarden an Steuern flöten und bei den Tabakkonzernen geraten die Aktionäre ins Schlottern. Sehr schön nachzulesen im Wallstreet Journal. Das ist aber nicht mein Problem. Als Konsument schon gar nicht. Wenn ich als Aktionär in ein Unternehmen investiere, ist es mein Risiko, ob ich Geld gewinne oder verliere. Ein Gewinn ist ja kein gesetzlich vorgeschriebenes MUSS, oder? Wie kann es also sein, daß Wirtschaftsunternehmen in der Lage sind, Regierungen vorzuschreiben, daß sie ein bestimmtes Produkt nicht auf dem Markt haben wollen? Es tut mir wirklich nicht leid, aber:

WIR WERDEN UNS DAS NICHT GEFALLEN LASSEN!

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