(c) Gmeiner Verlag

Vor der KZ-Gedenkstätte im nordfriesischen Ladelund wird die Leiche eines iranischen Arztes gefunden. Alle Hinweise deuten auf einen Mord mit fremdenfeindlichem Tatmotiv hin und schnell findet Kommissar Thamsen erste Verdächtige in der rechten Szene. Dann wird jedoch ein Neugeborenes aus dem Husumer Krankenhaus entführt und zwischen den beiden Fällen scheint es einen Zusammenhang zu geben. Kommissar Thamsen nimmt zusammen mit seinen Freunden Tom, Haie und Marlene die Ermittlungen in die Hand …

Was liegt näher, als die Verdächtigen eines Mordes, bei dem ein ausländischer Mediziner getötet und ausgerechnet an einer KZ-Gedenkstätte abgeladen wird, in der Neonazi-Szene zu suchen? Eigentlich nichts, denkt sich Kommissar Thamsen. Aber er zögert, denn einerseits ist das all zu offensichtlich, andererseits ist er schockiert, wie tief der braune Sumpf im friedlichen Nordfriesland tatsächlich ist. Er taucht ein in eine Mauer des Schweigens und der Angst, denn niemand will so recht mit der Sprache heraus. Erst recht nicht, als immer klarer wird, daß die Freundinnen der örtlichen Neonazi-Größen allesamt Patientinnen dieses Arztes waren. Thamsens Freund Hajo, der ja alle und jeden kennt, bekommt zudem heraus, daß es einige ledige Mütter zu geben scheint, deren Schwangerschaften nicht so reibungslos verliefen, denn – es gibt keine Kinder!

Dieser Roman beschäftigt sich mit den aberwitzigen Ideen der ewig Gestrigen und deren Rassenidealen. Denn gerade die Friesen galten als die reinsten Arier. Kommissar Thamsen und seine Freunde geraten in ein ungeheuerliches Komplott, das so abwegig in der heutigen Zeit gar nicht ist, denn: was in der Medizin machbar ist, wird auch gemacht. Von irgendwem. Spannend und gut erzählte Krimikost, 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 Smilys.

Ich danke dem Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar.

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