Ein bizarrer Mord an einem Finanzbeamten stellt die Münchener Kriminalpolizei vor ein Rätsel. Vielleicht weiß Bartholomäus Kammerlander eine Antwort? Aber der ehemalige Hauptkommissar hat vor Jahren den Dienst quittiert. Doch dann schlägt der Mörder erneut zu – genauso brutal, genauso rätselhaft. Jetzt kann Bartholomäus nicht mehr anders, er muss den Täter finden. Wird er ihn stellen, bevor ein weiterer Mord begangen wird?

Bartholomäus Kammerlander ist „eigentlich“ kein Kommissar mehr, sondern Hotelier. Er besitzt ein gut gehendes feines Hotel am Starnberger See und hat der Kriminalität den Rücken gekehrt. So scheint es. Aber er ist ein tiefes Wasser und hat ein Geheimnis. „Nix genaues weiß ma net“, wie die Bayern sagen. Denn wenn ein Fall zu kompliziert wird, wenn niemand mehr weiter weiß, dann holt man den Kammerlander. So auch hier. Offensichtlich hatte niemand einen Grund, den Finanzbeamten umzubringen, er war der Inbegriff von Wohlgeordnet und langweilig. Keine Frauengeschichten, keine Spielsucht, keine verbotenen Dateien auf dem Computer, nichts. Alle tappen im Dunkeln. Da geschieht noch ein Mord, ebenso bizarr und offensichtlich ebenso grundlos. Erst langsam bildet sich ein verschwommenes Bild, welches auf ungeheuerliches hindeutet. Aber ist das wirklich schon das Ende der Fahnenstange?

Bartholomäus Kammerlander ist ein Ermittler ganz nach meinem Geschmack. Intelligent, tiefgründig und durchaus in der Lage, den bürokratischen Weg auch mal zu umgehen. Das Buch ist sehr spannend und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Die Protagonisten sind glaubwürdig und die Story sehr gut erzählt. Ich verteile 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 Smilys!

Ich danke dem Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar.

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