(c) Gmeiner Verlag


»Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen …« singt Anabella Todorova als Königin der Nacht in Mozarts Zauberflöte bei der Opernpremiere der Salzburger Festspiele. Doch sie bricht mitten in der Arie tot zusammen. Herzversagen? Unfall? Mord? Martin Merana beginnt im Umfeld der Festspiele zu ermitteln und staunt: Es bahnt sich ein Skandal um gefälschte Meistergeigen an und Papagenotreue Vogelfänger und wutentbrannte Tierschützer befehden sich. Hat der Tod der Sängerin mit diesen Vorfällen zu tun?

Eigentlich wollte Martin Merana die Premiere gemeinsam mit seiner Oma geniessen, aber die alte Dame fühlt sich nicht wohl und so nimmt er eine Kollegin mit. Beide ahnen nicht, daß der geplante Kulturabend für sie zu einem Arbeitseinsatz wird. Bei der hochdramatischen Arie der Königin der Nacht stürzt die Starsopranistin ebenso hochdramatisch von einer Säule in den Tod, mitten auf offener Bühne. Somit ist der Abend gelaufen und Merana taucht ein in die Welt der Intrigen, Eitelkeiten und des Betrugs. Viele Menschen hatten Zugang zur Garderobe der Sängerin: Ein Musikalienhändler, die Schützlinge der Todorova-Stiftung, die anderen Sänger und nicht zuletzt die Gewinnerin eines Modewettbewerbs und deren Betreuerin. Hatte jemand einen Grund, die Sopranistin umzubringen? Merana, der ein Verehrer der toten Sängerin war, stürzt sich in die Ermittlung. Da geschieht noch ein Mord….

Das Buch hat mir außerordentlich gut gefallen. Merana ist das absolute Gegenteil vom zerknautschten Chaos-Kommissar, kompetent und sehr sympathisch. Und obwohl er als Kommissar gewohnt ist, nur harte Fakten zu sehen, nutzt er doch auch sehr unorthodoxe Methoden, an einen Fall heranzugehen. Die Story ist gut erzählt, mit einer guten Mischung aus Spannung und Humor. Einziger Wermutstropfen ist die Figur von „Florababy“. Ihre Rolle ist zwar bewußt so konzipiert, aber ihre dermassen überzogene Dämlichkeit wirkt bisweilen sehr störend. Da wäre etwas weniger mehr gewesen.

Ich vergebe 4,5 🙂 Smilys von 5!
Herzlichen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar.

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