(c) Gmeiner Verlag

Eine Gewitternacht in Nordfriesland. Mit einer Harpune wird vor dem Herrenhaus Hoyerswort auf einen Mann geschossen. Der ungewöhnliche Mordfall führt das Team um Kommissar Jan Swensen in die internationale Surferszene, nach Dänemark und weit zurück in die Vergangenheit. Bei den Ermittlungen treffen die Kriminalisten auf Verdächtige aus drei Generationen. Wurde eine alte Rechnung beglichen? Oder spielten Eifersucht und Konkurrenz unter Surfern eine Rolle?

Dieser Krimi aus der Jan-Swensen-Reihe ist der bisher bedrückenste und behandelt ein schwieriges Thema: Die Besetzung Dänemarks durch die Deutschen während der Nazizeit. Die Handlung bewegt sich in zwei Erzählsträngen – Vergangenheit und Gegenwart – aufeinander zu. Erzählt wird einerseits die Geschichte der 12jährigen Aase, die von den Deutschen mit ihrer Familie aus ihrem Dorf vertrieben und in eine Barackensiedlung gesteckt wird. Ihr Bruder ist im dänischen Widerstand aktiv und das Mädchen hasst die Deutschen. Was hat aber der Tod von Oleander Eschenberg, mehr als 50 Jahre später, damit zu tun? Der junge Deutsche war ein bekannter Surfer und besitzt in Flensburg einen Surferladen. Die einzige Verbindung, die Swensen und sein Team auftun können ist die, daß seine Freundin, ebenfalls Surferin, Dänin ist. Um zum Kern vorzudringen, gräbt sich das Team in die Familiengeschichten und die jüngere Geschichte beider Länder – und fördert Dramatisches zutage.

Dieses Buch ist inhaltlich schwere Kost und es fehlt die „Leichtigkeit“ der anderen Bände. Selbst die immer wieder einfliessenden buddhistischen Weisheiten spenden diesmal nur wenig Trost. Die Geschichte ist, wie immer, hervorragend recherchiert und Fiktion und Wirklichkeit gehen Hand in Hand. Ein hervorragender Kriminalroman, spannend und eindringlich! Ich vergebe 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 Smilys.

Herzlichen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar.

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