Echo

Wo immer ich auch hingeh,
es ist immer da,
mal lauter,
mal leiser.
Manchmal so leise,
daß ich vergesse,
es zu hören.
Dann bin ich glücklich.

Wo immer ich auch hingeh,
es ist schon da,
wartet auf mich,
bereit,
mich anzubrüllen,
niederzuschreien,
ohrenzerreißend,
seelenzerfetzend.
Dann habe ich Angst.

Wo immer ich auch hingeh
sind es die Worte
eines Anderen,
nicht deine,
die mich verletzen.
Ein altes Echo,
unhörbar für Dich,
sterbenskalt
für mich.

(c) Regina Neumann

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