(c) Gmeiner Verlag

DUCHGEKNALLT! Nach Einsteins Tod stahl der Pathologe Thomas Harvey das Gehirn des Schöpfers der Relativitätstheorie. Als es nach jahrelanger Odyssee ins Princeton Hospital zurückkehrt, beauftragt ein Schweizer Verehrer des Genies den Ganoven Edwin Klein die kostbare Reliquie nach Europa zu bringen. Doch es kommt zu einer kuriosen Verwechslung. Ein halbes Jahrhundert später recherchiert der 14-jährige Albert die Umstände seiner Herkunft, als er im Keller seines Vaters auf eine Stickstoffflasche stößt …

Albert Pottkämper lebt mit seiner doch leicht schrägen Familie auf einem hochherrschaftlichen Anwesen, auf dem Vater Pottkämper den Hausmeister mimt, obwohl es ihm gehört. Seine ältere Schwester Anja brennt mit einem, bedeutend älteren, Lover durch und Albert, obwohl ebenfalls minderjährig, erhält den Auftrag, sie nach Hause zu holen.

Falls sich nun jemand wundert, warum meine Inhaltsangabe so dermassen kurz ist: mehr passiert in dem Buch nicht. Albert macht sich auf den Weg und landet auf einer obskuren Weltreise, auf der er tiefenphilosophische Gespräche mit dem Dalai Lama, dem amerikanischen Präsidenten und schlußendlich dem Papst führt, aber einen Krimi sucht man in diesem Buch wirklich vergebens. Weder findet ein Verbrechen irgendwelcher Art statt (Vom Diebstahl des Gehirns einmal abgesehen, aber das war 1955 und es wurde längst zurückgegeben), noch tritt die Polizei in Aktion. Der Protagonist gefällt sich darin, endlose wissenschaftliche und philosophische Vorträge zu halten um aller Welt zu zeigen, was für ein schlaues Kerlchen er doch ist. Als Groteske, als ein Stück absurde Literatur ist das Buch wirklich großartig: Es ist interessant, sehr witzig, manchmal herrlich böse und in den größten Teilen echt unterhaltsam. Als Kriminalroman muß ich aber leider sagen, klar das Thema verfehlt!

Ich danke dem Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar und vergebe 🙂 🙂 Smileys.

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