(c) Gmeiner Verlag

I’D LIKE TO TALK Kriminalhauptkommissar Karl Rünz a. D. als Privatdetektiv mit einem Klienten in seiner Detektei – mehr braucht Christian Gude nicht, um alle Regeln des Genres gegen den Strich zu bürsten und zielsicher die üblichen Erwartungen an leicht verdauliche Krimikost zu unterlaufen. Bei diesem minimalistischen Kabinettstück kann man sich nur auf eins verlassen: Dass man sich auf nichts verlassen kann. Das Urteil im Namen des Volkes: Unterhaltsamer und intelligenter kann man seine Leser nicht verunsichern.

Karl Rünz hat ein Faible für die Serie Noir, die alten Krimis mit Humphrey Bogart und Lauren Bacall, Sam Spade, Whisky, Bakelit-Telefone und Trenchcoats. So sieht sein Büro aus, das er sich mit einem unbekannten Schriftsteller teilt und es ist der einzige Schauplatz dieses Buches. Sein einziger Klient stellt sich als Psychoanalytiker vor und im Laufe der „Konsultationen“ verwickeln sich die beiden in ein gnadenloses Psychospielchen, bei dem bald nicht mehr klar ist, wer mit wem spielt.

Ein Raum, zwei Personen – und ich habe dieses Buch ohne Pause in einem Rutsch verschlungen! Obwohl vollkommen unblutig, es gibt nicht mal einen Toten (obwohl, vielleicht ja doch?), kann man das Buch ohne weiteres zu den Krimi-Thrillern zählen. Der Leser wird immer wieder auf´s Glatteis geführt, wird von einer Wendung zur nächsten geschubst und trotz aller Spannung ist es auch noch witzig, ich musste stellenweise wirklich sehr lachen.

Dieses Buch verdient 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 (6!) von fünf Smileys!
Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Gmeiner Verlag 🙂

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