Schlagwörter

Selten hat mich eine Fernsehserie dermassen beschäftigt, wie es „Sherlock“ derzeit macht. Sozusagen „round and round like a teddybear“ 🙂 Zeit, mir diese Leute mal genauer anzugucken, schliesslich wohne ich ja quasi mit ihnen zusammen^^

Jim Moriarty
Er ist ein wundervoller Bösewicht. Er ist brilliant, fies, gemein, total irre und man kann ihn so richtig genußvoll verabscheuen. Sein erklärtes Ziel ist es, Sherlock zu vernichten und dafür ist ihm nichts zu aufwändig, nichts zu teuer. Hinreissend verkörpert von Andrew Scott, dessen Verwandlung vom treuherzigen Blick zu totaler Psychose innerhalb von Sekunden vonstatten geht.

Dr. John Watson
Für John Watson passt eine alte Redewendung, als wäre sie für ihn erfunden: „Er ist treu wie Gold“, ich glaube, jeder Mensch hätte gern einen solchen Freund. Allerdings ist er nicht treudoof, er ist nicht einfach nur Sherlocks „Anhängsel“. Zwar lässt er sich von Sherlock rumscheuchen, zeigt aber durchaus auch, wenn es ihm reicht. Manchmal erinnern die beiden in ihrer Interaktion schon an „Ein verrücktes Paar“, besonders, wenn John mal wieder resignierend versucht, klarzustellen: „Ich bin nicht sein Date!“ 🙂

Mycroft Holmes
Mycroft ist der undurchsichtigste Charakter und für mich auch der unsympathischste. Bei Moriarty ist es leicht: alle wissen, er ist böse und wir hassen ihn von Herzen. Mycroft ist nicht offensichtlich „böse“, allerdings ist er auch nicht nett. Einerseits zieht er Sherlock und John immer wieder in seine Intrigen hinein und ist völlig skrupellos, andererseits macht er sich solche Sorgen um Sherlock, daß er John und Mrs Hudson seine Sockenschublade nach Drogen absuchen lässt. Er ist ein indifferenter Charakter und somit nicht einzuschätzen. Die Waage schlägt aber eindeutig Richtung „Unsympath“ aus, jedenfalls bei mir. Ich überlege, wie es wohl sein muß, zwei solche Kinder zu haben?! 🙂

Mrs Hudson
Mrs Hudson ist eindeutig das skurrile Element der Serie. Ihr Standartsatz: „Ich bin nicht Ihre Haushälterin.“ ist inzwischen ein geflügeltes Wort, obwohl sie es ja nicht übers Herz bringt, John und Sherlock verhungern zu lassen. Und das würden sie, betrachtet man den Inhalt ihres Kühlschranks 😉 ! Sie ist das, was man bei uns etwas „tüddelig“ nennt, ein bisschen nervig aber liebenswert und der einzige Mensch, mit dem Sherlock je spontan-herzlichen Körperkontakt hatte. Was eine ganze Menge über ihn aussagt. Übrigens mag ich den britischen Begriff „Landlady“, das klingt doch viel eleganter als „Vermieterin“ 🙂

Fortsetzung folgt – natürlich! Fehlt ja noch die Hälfte…. 😉

Advertisements