Hideo Asami, Küchenhilfe in einem Sushi-Restaurant in Kassel, plagen Unwohlsein und Übelkeit. Als ihm die Haare büschelweise ausgehen, verschwindet er plötzlich spurlos. Wenige Tage später werden drei verkohlte Leichen in einer Laube entdeckt, Hauptkommissar Paul Lenz übernimmt die Ermittlungen. Ein weiterer Angestellter des Sushi-Restaurants leidet unter den gleichen Beschwerden wie sein Kollege, weigert sich jedoch zum Arzt zu gehen, da er sich illegal in Deutschland aufhält und nicht krankenversichert ist. Als auch er verschwindet, verschärft sich die Situation dramatisch …

Für Paul Lenz sieht es erstmal so aus, als wären drei Obdachlose bei dem Versuch, eine provisorische Wärmequelle zu basteln, im Schrebergarten verbrannt. Allerdings stellt sich bald heraus, zwei der Toten waren ehemalige Kasseler Fußballgrößen und einer ein Asiate. Interessant wird es, als bekannt wird, der Schrebergarten gehört der Mutter der Ex-Fußballer, die vehement bestreitet, ihre „Jungs“ hätten je was mit Asiaten zu schaffen gehabt und das die „Jungs“ eine riesige Lagerhalle gemietet hatten, in der tonnenweise Tiefkühlfisch lagert. Für Lenz deuten immer mehr Spuren Richtung Asien, speziell Richtung der japanischen Community in Kassel.

Dieser Krimi ist wirklich gut! Er packt viele heisse Eisen an, organisierte Kriminalität, moderne Sklaverei, Verschleierung krimineller Machenschaften durch oberste deutsche Behörden, die Mißachtung menschlichen Lebens auf allen Seiten, wenn es der Wirtschaft dienlich ist. Spannend von Anfang bis Ende und hat auf jeden Fall 5 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 verdient. Empfehlenswert!

Herzlichen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar.

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