(c) Gmeiner Verlag Rothenburg ob der Tauber im Jahre 1418. Geheimnisvolle Vorfälle halten die Freie Reichsstadt in Atem. Am Anfang steht der Selbstmord einer 14-jährigen Färbertochter, deren eilig bestatteter Leichnam auf rätselhafte Weise verschwindet. Kurze Zeit später schlägt der Leichendieb erneut zu. Als dann auch noch die Frau des Baders tot aufgefunden wird, macht sich große Angst breit. Auf Bitten des örtlichen Franziskanerkonvents beginnt Bruder Hilpert von Maulbronn – ein über die Grenzen seines Klosters hinaus bekannter Meisterdetektiv – den mysteriösen Dingen auf den Grund zu gehen…

Leichendiebstahl wird mit dem Tode bestraft, also muß jemand schon einen verdammt guten Grund haben, dies gleich zweimal zu tun. Zumal eine der beiden Leichen aus dem Franziskanerkloster verschwindet, wo sie aufgebahrt war. Wie gut trifft es sich da, daß Bruder Hilpert von Maulbronn gerade dort einen alten Freund besuchen will, während sein Freund Berengar mit seiner Verlobten Irmengardis deren Tante, der gefürchteten Priorin Jutta von Nordenberg, ihre Aufwartung machen. Eigentlich will Bruder Hilpert nicht in die Sache hineingezogen werden und lieber mit seinem alten Freund etwas plaudern und seinen Urlaub geniessen. Da er aber gerade von diesem um Hilfe gebeten wird, kann er nicht ablehnen und ausserdem ist sein kriminalistischer Spürsinn geweckt: Wie kann eine Leiche aus einem verschlossenen Raum innerhalb eines Klosters entwendet werden, ohne daß es jemand merkt? Also macht sich Hilpert ans Werk, getreu seinem Motto: Traue niemals einem Franziskaner!

Das Buch ist spannend und es ist witzig. Die Atmosphäre des mittelalterlichen Rothenburg ist wunderbar eingefangen und absolut stimmig, die Charaktere sind durchweg authentisch beschrieben. Mir ist das Buch 5 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 wert, absolut zu empfehlen!

Herzlichen Dank an den Gmeiner-Verlag für das Rezensionsexemplar.

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