(c) dtv-Verlag

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Wir handeln nicht mit Antiquitäten, wir handeln mit Trödel«, sagt Herr Nakano zu Hitomi, die sich um eine Aushilfsstelle in seinem Laden bewirbt. Der eigenwillige Nakano, ein Herr alter Schule, liebt neben schönen alten Dingen auch schöne junge Frauen. Sein Geschäft, eine Enklave in der hektischen Innenstadt Tokios, wird zum Treffpunkt liebenswert-skurriler Zeitgenossen. Hier kommen sich zwischen Nudelimbiss und Nacktfotos auch die junge Verkäuferin Hitomi und der Laufbursche Takeo allmählich näher. Doch westliche Einflüsse und aggressive Geschäftsmethoden machen vor Herrn Nakanos altmodischem Laden nicht halt.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Hitomi erzählt, die in Herrn Nakanos Laden arbeitet. Man sieht den Trödel fast vor sich, kann die staubige Luft beinahe riechen, es wirkt sehr familiär. Tatsächlich ist die Beziehung der drei vollkommen untypisch für ein japanisches Arbeitsverhältnis, in der fast jede Förmlichkeit fehlt. Zum Beispiel schickt Herr Nakano Hitomi los, um seine ältere Schwester auszuspionieren, als diese einen Liebhaber hat 😉 Überhaupt wird sehr offen über Sex geplaudert, in Japan ist man da wesentlich unverkrampfter als in Europa.
Mir hat das Buch sehr gefallen, die ganze Atmosphäre, die vorsichtige Annäherung zwischen Hitomi und Takeo, die witzigen Momente, es liest sich wirklich sehr gut, ein wunderbares Buch.

5 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂

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