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Totengleich setzt einige Wochen nach dem Ende von Grabesgrün ein und stellt die junge Dubliner Polizistin Cassie Maddox in den Mittelpunkt des Geschehens, die nach den schrecklichen Ereignissen von Knocknaree in einer anderen Abteilung arbeitet. Als eine Leiche gefunden wird, die Cassie wie aus dem Gesicht geschnitten ist und Ausweispapiere auf Cassies alten Undercovernamen Lexie Madison bei sich trägt, wird der Tod der Fremden zunächst geheim gehalten. Die Mordkommission muss nicht nur die Frage klären, wer diese Frau erstochen hat, sondern auch herausfinden, wer sie überhaupt ist. Frank Mackey, Cassies ehemaliger Chef als Undercoveragentin, sieht nur eine Möglichkeit, den Fall aufzuklären: Cassie muss in die Rolle der Toten schlüpfen und das Leben ihrer Doppelgängerin fortführen, um den Mörder zu finden. So wird Cassie ins Umfeld der Toten eingeschleust und beginnt ein doppeltes Spiel, das sie emotional bald tiefer gefangen nimmt, als es ihre Professionalität als Undercoveragentin eigentlich erlaubt.

Eine wirklich spannende Geschichte. Nicht nur, daß eine Frau mit einer nicht existenten Identität herumläuft, nein, sie gleicht auch noch der Ermittlerin, die diese Identität einst erfand, wie ein eineiiger Zwilling! Wäre es nicht denkbar, daß gar nicht die Studentin das Mordopfer sein sollte sondern eigentlich die Polizistin Cassie?
Fünf Studenten leben in einem ererbten Herrenhaus ausserhalb eines kleinen Dorfes. Eine davon ist das Mordopfer. Die fünf gelten als arrogant, merkwürdig, verschroben und sind im Dorf absolut unbeliebt. Immer wieder kommt es zu Anschlägen auf das Haus, eingeschlagene Fenster, Farbbeutel gegen die Hauswand usw. Cassie wird verdrahtet und mit einer angeblichen Amnesie in die Gruppe eingeschleust, denn ihr Chef ist sich sicher, der Täter ist unter ihren Mitbewohnern zu finden. Cassie/Lexie beginnt mit ihren vorsichtigen Ermittlungen und ist einerseits fasziniert vom Miteinander der Gruppe, andrerseits bewegt sie sich durch ein emotionales Minenfeld. Und sie beginnt zu wünschen, der Mörder käme davon …

Dieses Buch ist wirklich sehr spannend. Man möchte natürlich wissen, was passiert ist, wer „Lexie“ wirklich war und zittert immer mit, ob Cassie nicht jeden Augenblick enttarnt wird. Besonders gut gefallen hat mir, daß die Autorin so viel Wert auf die emotionale Verfassung der einzelnen Gruppenmitglieder gelegt hat und auf die Interaktion untereinander. Ein sehr tiefgründiger Krimi, empfehlenswert 🙂 🙂 🙂

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