(c) Gmeiner Verlag

23.12.2011. Privatdetektivin Katinka Palfy sitzt in einem heruntergekommenen Bamberger Boxclub und observiert ihre Zielperson. Sie hofft, den mutmaßlichen Kunsthehler an diesem Abend in flagranti bei einem Deal zu erwischen. Kurz darauf wird draußen eine Leiche entdeckt, auf deren Trenchcoat ein eigenartiger Hundepfotenabdruck zu sehen ist. Als später am Abend Blitzeis den Verkehr lahm legt, sitzen alle im Club fest und sind auf ihre eigene Cleverness angewiesen, um herauszufinden, was sich zugetragen hat und wer von ihnen der Mörder ist …

Dieser Krimi ist leider ein Beispiel dafür, daß das Ergebnis trotz hervorragender Zutaten nicht ebenso hervorragend sein muß. Die Zutaten wären:
– gut gezeichnete Charaktere
– die klassische „verschlossenes-Zimmer“-Situation
– eine Leiche
– mehrere Verdächtige mit Geheimnissen
– leichte, flapsige Sprache, durchaus komisch und ironisch

Könnte also alles prima sein. Leider geben diese Zutaten kein rundes Ganzes. Der Erzählfluß wird immer wieder massiv gestört durch nicht zur Geschichte passenden/gehörenden Intermezzi. Eine Person „erzählt“ etwas, geschrieben wird es aber wie ein Zeitungsbericht. Die Krönung war, als die Autorin auch noch einen Hund erzählen ließ!
Ebenso störend fand ich die totale Unprofessionalität der „Ermittlerin“. Das Beste an dem Buch waren die Rezepte des in der Geschichte besprochenen Weihnachtsmenüs… Hatte mir sehr viel mehr davon versprochen, schade. 😦

Herzlichen Dank an den Gmeiner Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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