(c) Amazon

Lernen Sie die Radleys kennen, eine total verbissene Familie.
Auf den ersten Blick wirken sie wie eine ganz normale Familie: Vater Peter ist Arzt, Mutter Helen kümmert sich um die beiden pubertierenden Kinder Clara und Rowan. Doch warum erstickt Peter fast am thailändischen Salat, warum nimmt jedes Tier
vor Clara Reißaus und warum kann Rowan nachts nicht schlafen und hat trotz Lichtschutzfaktor 60 Probleme mit der Haut?
Das Geheimnis der Radleys ist so unfassbar wie offensichtlich: Sie sind abstinente Vampire!

Also eigentlich sind die Radleys ziemlich normal. Vater Radley ist Landarzt, Mutter Radley ist Mitglied im örtlichen Lesekreis, Sohn Radley übt sich erfolglos in Lyrik und Tochter Radley ist in der vegetarischen „Ich-esse-keine-Tiere“-Phase. Das sie einen enormen Ibuprofenverbrauch haben, fällt nicht so auf (Papa ist schliesslich Arzt!), aber daß in ihrem Garten nie ein Vogel zwitschert, jeder Hund in ihrer Nähe knurrt und jault, jede Katze flüchtet und die Pferde durchgehen, das merken die Menschen im Dorf sehr wohl. Clara und Rowan sind die Freaks der Schule, ohne genau zu wissen, warum eigentlich. Denn das sie Vampire sind, haben ihre Eltern ihnen bisher verschwiegen! Bis Clara auf einer Party einen zudringlichen Jungen beißt, um ihn sich vom Leib zu halten. Am Ende ist der unerwünschte Verehrer tot und Familie Radley muß (rote!) Farbe bekennen.

Bis auf das Original (Dracula) mag ich eigentlich keine Vampirromane, schon gar nicht diese süßlichen Teenager-Gothic-Schnulzen, aber die Radleys sind – eben anders 🙂 In ihrem „verbissenen“ Bemühen, so normal wie nur möglich zu erscheinen, gibt es immer wieder situationskomische Momente, sei es nun Peter Radley, der gerne mal die Blutproben seiner Patienten kosten würde oder Sohn Rowan, der schon zum Frühstück Berge fast rohen Fleisches vertilgt. Besonders gefallen hat mir die Liste der historischen Personen, die als Vampire durchs Leben gingen, u.a. Lord Byron und Jimi Hendrix 😉 Wer also einen Vampirroman ohne Buffytouch, Rüschenhemden und Weltschmerz lesen möchte, der lese „Die Radleys“! 🙂

Advertisements