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Germain Chaze ist ein gutmütiger, großer „Teddybär“ von Mann, eine Seele von Mensch, nur leider nicht besonders schlau. Seine Kumpel betrachten ihn als liebenswerten Trottel, seine Mutter als Fußabtreter, er selbst hält sich für dämlich. Bis er auf einer Parkbank Margueritte Escoffier kennenlernt, eine gebildete, zierliche alte Dame von fast 90 Jahren. Zwischen dem unbehauenen, ungebildeten Mittvierziger und der feinsinnigen alten Dame entwickelt sich eine tiefe Beziehung, fast schon eine Liebesgeschichte.

Der Ich-Erzähler Germain berichtet uns, wie er eines Tages Margueritte kennenlernt und wie diese Begegnung sein Leben verändert. Er tut das mit einfachen, direkten Worten, denn diese gebildete Art zu reden ist nicht sein Ding. Man merkt aber sehr schnell, so dämlich, wie er selbst von sich denkt, ist er gar nicht. Seine Schulbildung mag mangelhaft sein, dafür hat er viel von der „Intelligenz des Herzens“ und durchaus Lebensklugheit, hat geschickte Hände und einen grünen Daumen.
Margueritte liest ihm Romane vor und wider Erwarten fasziniert ihn das. Nicht nur, daß sich sein Wortschatz erweitert, es bringt ihn zum Nachdenken. Über sich, sein Leben, seine Ziele. Das nervt ihn aber auch, strengt ihn an. Und als Margueritte ihm eröffnet, daß sie erblinden wird und ihm deswegen nicht mehr lange wird vorlesen können, wächst Germain über sich selbst hinaus…

Ein wirklich bezauberndes Buch mit einer wunderbaren Liebesgeschichte, ezählt mit Humor und viel Herzenswärme. Unbedingt lesenswert! 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂

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