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„Selbst der erfahrene Detective Michael Ormewood vom Atlanta Police Department ist schockiert, als er die grausam ermordete Frau vor sich sieht. Das Opfer eines krankhaften Serienmörders? Alles deutet darauf hin, und so ist Michael gezwungen, mit Special Agent Will Trent zusammenzuarbeiten – einem Mann, dem er instinktiv mißtraut. Und mit der Polizistin Angie Polaski, die früher seine Geliebte war – bis sie zur Feindin wurde. Wenig später verschafft sich das Böse Zutritt zu Michaels Haus – und längst Vergangenes sickert in die Gegenwart wie Gift in seine Adern…“

Nach 20 Jahren kommt John Shelley als verurteilter Pädophiler aus dem Knast, verurteilt für ein Verbrechen, das er als 16jähriger unter Drogeneinfluss begangen hat. Das Mädchen, mit dem er damals von einer Party verschwunden war, wurde am nächsten Morgen tot aufgefunden, vergewaltigt und bestialisch zugerichtet.
Er lebt in einer miesen Absteige und macht einen miesen Job, weil niemand „einem wie ihm“ eine anständige Wohnung oder einen guten Job geben will. Trotzdem versucht der schüchterne Mann, sein Leben irgendwie zu leben, kontrolliert von seiner Bewährungshelferin, immer auf der Hut, bloß keinen Fehler zu machen, der ihn sofort wieder in den Knast brächte. Denn dorthin will John auf gar keinen Fall mehr, denn für „einen wie ihn“ ist das die Hölle auf Erden.

Karin Slaughters Protagonisten sind durchweg alle kaputte Typen. Sei es der verurteilte John Shelley oder die Polizisten, die ihn jagen. Jeder von ihnen hat seine Geschichte und keine davon würde es ins Sonntag-Nachmittag-Familienprogramm schaffen. Als Leser hat man sehr schnell Zweifel daran, daß John der wahre Schuldige ist. Leider bekommt man das aber auch sehr schnell heraus, bzw. „serviert“, so daß die Spannung lediglich darin besteht, wie lange es dauert, bis sie ihn endlich zu fassen bekommen. Trotzdem ist die Geschichte spannend und temporeich erzählt und wer einen Blick in die abgrundtief kranke Psyche eines Serienkillers werfen will, wird bestens bedient.

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