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Buchmesse in Leipzig. Die ganze Stadt fiebert der Präsentation des neuen Romans von Bestsellerautor Willi Lachmann entgegen. Doch die Lesung endet im Fiasko: Vor den Augen von mehr als 100 Gästen wird der Leipziger Autor kaltblütig erschossen.
Kommissar Kroll übernimmt die Ermittlungen. Der erste Verdacht fällt auf Lachmanns Verleger, zu dem der Schriftsteller offenbar nicht das beste Verhältnis hatte. Aber dann findet Kroll heraus, dass Lachmann mit Recherchen zu einem Mordfall beschäftigt war, der bereits 16 Jahre zurückliegt …

Vom 17. – 20.03.2011 ist dieses Jahr die Leipziger Buchmesse und was liegt da näher, als einen Leipziger Krimiautoren auf eben dieser Messe zu ermorden? Aber wer will Willi Lachmann ans Leben? Er war, nach J.S. Bach, der berühmteste Sohn der Stadt, bei allen beliebt, großzügig und vor allem sorgte er durch eben diese Popularität für eine Menge Einnahmen für die Stadt Leipzig.
Zufällig befindet sich Kommissar Wiggins unter den Gästen eben jener Lesung, bei der der Autor, der auch sein Freund war, vor aller Augen erschossen wird. So starten die Ermittlungen ohne den geringsten Zeitverlust und schnell wird klar, dieses Verbrechen hat tiefere Gründe als Eifersucht, Rache oder gar simple Gier. Wiggins und sein Kollege Kroll finden schnell heraus, daß Lachmann an der Recherche zu einem alten Fall saß. In seine Wohnung wurde eingebrochen aber alle Wertgegenstände sind noch da, nur das Arbeitszimmer gleicht einem Schlachtfeld. Nur ein kleiner USB-Stick, auf dem einige merkwürdige Kürzel gespeichert sind, könnte eine Spur sein…

Messewalzer ist ein ausgesprochen spannendes Buch, das den Leser in die dunkelsten Seiten der DDR-Zeit mitnimmt, gut recherchiert und ohne Pathos erzählt. Leipziger Lokalkolorit (im wahrsten Sinn des Wortes „Lokal“ 🙂 ) kommt ebenso zum Zuge wie die Freundschaft zweier Kollegen und Partner,ohne von der Handlung abzulenken. Dieser Krimi hat mir wirklich gut gefallen! Empfehlenswert für alle Leipzig-Fans und die, die es werden wollen… nicht nur für Buchmesse-Besucher!

Meinen herzlichen Dank an den Gmeiner Verlag für dieses Rezensionsexemplar 🙂

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