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„Eine Mischung aus ‚Einer flog über das Kuckucksnest‘ und ‚Love Story‘.“ STERN Mel ist eine unbotmäßige 17-jährige: halb Punk, halb Verführerin. Dass sie sehr krank ist und vielleicht blind wird, macht sie nur noch trotziger, noch hungriger aufs Leben. In einer Augenheilstätte im thüringischen Masserberg, wo sie zahllosen Torturen ausgesetzt ist, begegnet sie einem kubanischen Arzt und verliebt sich in ihn. Sie sind ein ungleiches Paar: Lolita und IM Skalpell. Und sie sind in Gefahr. „Zum Heulen schön, zum Lachen traurig.“ Matthias Altenburg „Ein ernsthaftes, zärtliches Buch in kaltschnäuziger Verpackung.“
Mel ist eine Rebellin. Sie ist komplett unangepasst, sowohl äusserlich als auch politisch. Sie ist rotzig, frech, kaltschnäuzig und egoistisch. Freunde sind für sie Menschen, die ihren Interessen dienlich sind, als da wären: Waschlappen, Westzigarretten und coole Klamotten. Denkt man. Aber so ist es nicht wirklich. Warum sonst sollten ihre Freunde sie sonst so abgöttisch lieben? Und das tun sie. Unter der rotzfrechen Schale steckt eine sensible, künstlerisch begabte Person, die wortwörtlich eine Todesangst hat und ganz einfach nur Leben will. Und zum Leben gehört die Liebe. Ausgerechnet „der Neue“, ein Kubaner, der nach dem Studium in der DDR hängengeblieben ist, hat es ihr angetan, obwohl sie ihn zurst mal nicht ausstehen kann. Und er hat ein dunkles Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt und das ihn in die Fänge der Stasi getrieben hat. Er weiß genau, diese Liebe zu seiner auffälligen, minderjährigen Patientin ist brandgefährlich. Und trotzdem kann er sich Mels Zauber nicht entziehen…
Dieses Buch ist wirklich schön. Es ist tragisch und lustig, die Sprache ist direkt und trotzdem poetisch. Ich denke, jeder, der in (oder auch nur mit) der DDR aufgewachsen ist, kann sich gut da hineinversetzen. Für die, die nach 1989 geboren wurden, gibt es einen guten Einblick, wie es damals war.

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