(c) Amazon

In der Kirche des kleinen Dorfes Witzwort bei Husum liegt eine grausam zugerichtete weibliche Leiche. Kommissar Jan Swensen gerät schon bald unter Druck: Im Laufe der Ermittlungen werden in verschiedenen Kirchen der Region weitere ermordete Frauen aufgefunden – mehrere von ihnen waren Mitarbeiterinnen eines großen Lebensmittel-Discounters.
Das Werk eines Serienmörders? Und welche Verbindung gibt es zu der Frau, die seit einer Herztransplantation von seltsamen Träumen geplagt wird?

Wieder einmal beginne ich eine Reihe mit dem vierten Fall (das wird langsam eine Gewohnheit 😉 ), aber auch dieses Mal ist das kein Problem, da es sich um einen abgeschlossenen Fall handelt, in den man sich sehr gut einlesen kann.
Kommissar Swensen ist gerade zu seiner Lebensgefährtin, der Psychotherapeutin Anna, gezogen und die überredet ihn, mit zum „Biikebrennen“ zu kommen, eine Art nordisches Volksfest mit anschliessendem Grünkohlessen. Der Spass währt aber nicht lange, denn der örtliche Pastor erhält einen Anruf, daß in seiner Kirche eine grausig zugerichtete Frauenleiche liegt. Und dabei bleibt es natürlich nicht, es gibt mehr Frauenleichen, die immer brutaler hingemetzelt werden und absolut keine Spuren. Die einzige Verbindung besteht in einer Supermarktkette, in der einige der Frauen gearbeitet haben und den Chefs dort ein Dorn im Auge waren. Swensens Chef gerät ebenfalls immer mehr unter Druck, die Staatsanwaltschaft will Ergebisse sehen, zumal es noch einen mehrere Jahre zurückliegenden Frauenmord gibt, der nie aufgeklärt werden konnte und niemand eine noch schlechtere Statistik gebrauchen kann.

Dieser Krimi hat mir ausnehmend gut gefallen, er ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Das gesamte Drumherum, die nordfriesische Geschichte z. B. ist gut recherchiert, die Nebenhandlungen ebenso. Leider kann ich hier nicht zu sehr ins Detail gehen, weil ich sonst zuviel von der Handlung verriete, aber auch der medizinische Teil ist interessant und sehr spannend!
Besonders gut gefallen hat mir die Hauptfigur Jan Swensen. Ein nordfriesischer Buddhist, der in Gedanken immer Ratschläge seines Meisters aus seinem buddhistischen Kloster orakelt bekommt. Erinnert ein wenig an „Qwai Chang Caine“, man erwartet immer so einen Satz wie :“Du musst noch viel lernen, Grashüpfer!“ Aber es passt zu ihm, zu seiner Figur, es wirkt niemals künstlich. Beste Krimiunterhaltung mit einem Hauch Thrill, von dem ich garantiert mehr lesen werde!

Herzlichen Dank an den Gmeiner Verlag für dieses Rezensionsexemplar 🙂

Advertisements