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Charlotte MacLeod lässt hier den Exzentriker Peter Shandy, Professor am Landwirtschaftlichen College im fiktiven Balaclava, Massachusetts, zum ersten Mal auftreten. Rund um sein College geschehen haarsträubende Dinge in Schnee und Eis – auch, weil Shandy ein gespaltenes Verhältnis zu Weihnachten hat. Vor allem aber, weil die Organisatorin der Weihnachts-Lichterwochen tot aufgefunden wird. Nur Shandy glaubt nicht an einen Unfall. Mit Mutterwitz, Humor, der Hilfe von Freunden und der Zuneigung einer wunderbaren Frau betätigt sich Shandy als Hobbydetektiv bis sich ihm die überraschende Lösung fast wie von selbst präsentiert.

Pünktlich vor Weihnachten entdeckte ich diesen herrlich altmodischen, skurrilen Kriminalroman. Jedes Jahr im Dezember verwandelt sich das kleine College in den Augen Peter Shandys in ein Irrenhaus. Dann nämlich, wenn während der sogenannten Lichterwoche alle Häuser weihnachtlich geschmückt und beleuchtet zur Touristenattraktion mutieren. Alle Häuser bis auf seines. Professor Shandy hat sich jahrelang geweigert, dabei mitzumachen und sich so den Unmut der Organisatoren zugezogen. Dieses Jahr allerdings besorgt er sich wirklich alles, was blinkt, leuchtet und bimmelt, verwandelt sein Haus in eine weihnachtlich-kitschige Wunderkerze, schliesst ab und fährt in Urlaub. Aus seinem durchaus halb lustig gemeinten Racheplan wird unversehens blutiger Ernst, als er bei seiner Rückkehr die Organisatorin der Lichterwoche tot in seinem Haus vorfindet und er nicht an einen Unfall glaubt. Peter Shandy macht sich ans Ermitteln und dabei lernen wir all die verschrobenen, weltfremden, neidischen, liebenswerten Bewohner des Campus kennen.

Das Buch ist genau das, was ich mir unter einem „Winterkrimi“ vorstelle. Unterhaltsam, spannend, atmosphärisch stimmig, mit Humor erzählt 🙂

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