(c) Amazon

Erik Winter ist ein ungewöhnlicher Kommissar : Seine Vorliebe für guten Jazz und elegante Anzüge hat sich in Göteborg ebenso herumgesprochen wie sein ungeordnetes Privatleben und sein feines psychologisches Gespür. Letzteres verlangt der jüngste Mord ihm ab, denn weder das Opfer noch der Täter sind bekannt. Erst eine alte Frau und eine Kinderzeichnung weisen den Weg zur Lösung… Ake Edwardson verbindet auf brillante Weise die Spannung eines klassischen Krimis mit psychologischem Tiefgang und einer faszinierenden Figurenzeichnung. Eine Mischung, durch die er in Schweden zum Kultautor wurde.

Eine weibliche, unbekannte Leiche an einem See. Und zwar so total unbekannt, daß eine Identifikation über Monate unmöglich ist. Nur, wo soll man einen Täter suchen, wenn man das Opfer nicht kennt? Einziger Anhaltspunkt: die Frau hat irgendwann in ihrem Leben wenigstens ein Kind entbunden. Darauf konzentriert sich Kommissar Winter: WO ist das Kind? Mehr hat er nicht, an das er sich halten kann.
Diese Frage stellt sich irgendwann auch eine alte Dame: Wo sind das Kind und seine Mutter? Auf dem Spielplatz, auf dem die Beiden ab und zu auftauchen, hat sie sie schon lange nicht mehr gesehen. Es dauert noch eine Weile, bis Kommissar Winter einen Zusammenhang zwischen der Vermisstenmeldung der alten Dame und der Toten am See herstellt und trotzdem macht es die Suche nach ihrem Mörder nicht leichter. Denn auch mit einem Namen bleibt die Tote seltsam unsichtbar, als gäbe es sie gar nicht richtig. Winter muß all sein psychologisches Gespür aufbringen, um hinter das Geheimnis ihres Lebens – und ihres Mörders – zu kommen.

Ein spannender Schwedenkrimi, der zwar manchmal Längen hat, weil es irgendwie nervt, daß es monatelang nicht weitergeht, aber andererseits bezieht es den Leser in die Frustration eines Ermittlers mit ein, der auf der Stelle tritt. Winter ist ein sympathischer Typ von dem ich hoffe, noch mehr zu lesen!

Advertisements