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Dieser außergewöhnliche All-Age-Krimi hat die Herzen von Lesern, Buchhändlern und Kritikern aus aller Welt im Sturm erobert!

Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht das Opfer eines Giftmordes in ihrem Gurkenbeet entdeckt! Da jeder ihren Vater, den sanftmütigen Colonel de Luce, für den Mörder zu halten scheint, nimmt die naseweise Flavia persönlich die Ermittlungen auf. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia schließlich, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist …

Mit einem Wort, dieses Buch ist absolut HINREISSEND!
Das Coverbild ließ mich sofort an Christina Ricci als „Wednesday“ aus der „Addams Family“ denken. Flavia lebt als Jüngste von drei Schwestern auf einem alten Landsitz, und die drei hassen sich wirklich von Herzen. Ophelia (Feely) hat nur Augen für ihr Spiegelbild, Daphne (Daffy) die Nase nur in Büchern: was mir als Dauerleserin nicht wirklich mißfällt 🙂 . Flavia hat sich mit Leib und Seele der Chemie verschrieben, was sie zuerst mal dazu nutzt, sich an Ophelia dafür zu rächen, von ihr in den Wandschrank gesperrt worden zu sein. Sie präpariert einfach ihren Lippenstift mit Giftefeu…Wahre Schwesternliebe eben!
Seit dem Tod der Mutter kümmert sich ausser der Köchin und Dogger, dem Hausfaktotum, niemand um die Mädchen, denn ihr Vater, der Colonel, hat sich ganz und gar in seine eigene Welt zurückgezogen. Flavia und Dogger werden unvermutet zu Komplizen, als sie gemeinsam einen Streit des Colonels mit einem Fremden belauschen. Und eben diesen Fremden findet Flavia frühmorgens im Gurkenbeet! Grund genug für sie, ihren analytischen Verstand einzuschalten…

Das Buch hat einen wundervollen schwarzen Humor, der mich oft lauthals lachen ließ. Flavia ist eine unerreichte Zynikerin und eine begnadete Giftmischerin, was umso besser wirkt, als sie mit ihren elf Jahren eiskalt ihre kindliche Naivität einsetzt, um ganz unauffällig das ganze Dorf zu verhören. Das Buch ist spannend, denn obwohl die Heldin ein Kind ist, kann man es nicht als „Jugendroman“ abtun. Dafür sind die geschichtlichen Hintergründe, die chemischen Kenntnisse und die literarischen Anspielungen zu komplex. Ich habe mich wunderbar amüsiert und sage es noch einmal: HINREISSEND! 🙂 🙂 🙂

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