„An der Küste von Suffolk wird eine Leiche mit abgehackten Händen an Land getrieben. Überraschenderweise stellt sich heraus, daß der Mann eines natürlichen Todes gestorben ist. Doch warum wurde er nach seinem Ableben verstümmelt? Und von wem? Ein Fall für Scotland Yard.“
Eigentlich wollte Inspector Adam Dalgliesh nur ein paar Tage Urlaub bei seiner Tante Jane verbringen, weit entfernt von London und seinen Morden, und in Ruhe über ein persönliches Problem nachdenken. Nämlich, ob er heiraten soll oder nicht. Dazu kommt er aber nicht, denn kaum ist er angekommen, stürmen die mehr oder minder skurrilen Bewohner des Ortes Monksmere das Haus seiner Tante Jane um ihn um Rat zu fragen, was sie wegen des Verschwindens eines anderen Dorfbewohners unternehmen sollen. Dalgliesh, der keine Lust hat, sich während seines Urlaubs in etwas hineinziehen zu lassen, gibt ihnen den Rat, sich an die örtliche Polizei zu wenden, zumal er in Suffolk ohnehin keinerlei Befugnisse hätte.
Da klopft es an der Tür und die eben noch erwähnte örtliche Polizei steht mit der Nachricht im Raum, der Vermisste wäre tot und mit abgehackten Händen an der Küste angespült worden. Plötzlich sind alle Anwesenden verdächtig, sogar Tante Jane, deren Hackbeil vor Wochen aus der Küche gestohlen wurde…

Herbstzeit ist für mich immer die Zeit für Krimis, die „very british“ sind. Kaminfeuer, abgeschiedene Dörfer, düstere Herrensitze, Butler und Haushälterinnen, exzentrische Schriftsteller und Scotland Yard. All das findet man wunderbar vereint in den Krimis von P. D. James, gewürzt mit einer kräftigen Mischung aus Niedertracht und Gemeinheit. Sehr spannend bis zum Ende. Die Auflösung zum Ende ist zwar ein wenig langatmig aber doch stimmig zum Charakter des Täters. Meine Empfehlung: auf´s Sofa, Five-o-clock-Tea, ein paar Kekse und geniessen!

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