Kurzbeschreibung
Die schrecklichen »Fischmorde« halten ganz Japan in Atem: Immer wieder werden im Großraum Tokio kunstvoll zugerichtete Leichen gefunden. Da die Opfer allesamt Europäer sind und die japanische Polizei im Dunkeln tappt, nimmt sich ein internationales Expertenteam der Fälle an und muss sich zunächst im Dschungel einer fremden und völlig andersartigen Kultur zurechtfinden.

Der Krimi selbst ist nichts besonderes, eine Hannibal-Lecter-Geschichte über einen sehr abstrusen Serienmörder. Trotzdem ist das Buch äußerst interessant zu lesen, der Spannungsbogen wird im Zusammenprall zweier völlig gegensätzlicher Kulturen erzeugt, der westlichen und der asiatischen. Zwei Ermittlerteams, die völlig unterschiedlich an ein Problem herangehen, von denen das eine absolut hierarchisch, das andere oberflächlich chaotisch handelt.
Gewöhnungsbedürftig ist auch, daß die Handlung aus der Sicht mehrerer verschiedener Ermittler erzählt wird und das manchmal auf eine sehr einfache, formale Weise. Das mag daran liegen, daß die Autorin selbst lange Zeit als Ausländerin in Japan lebte und den asiatischen Formalismus übernommen hat. Wer die japanische Denkungsart verstehen will und auch, warum es gerade den Japanern nicht gelungen ist, den Fall aufzuklären, ist mit diesem Buch bestens bedient. Wer sich nicht für Japan interessiert, sollte das Buch besser beiseite legen.
Sehr gut fand ich auch das ausgesprochen ausführliche Glossar. Es war sehr hilfreich.
Für Japanfans ein echt interessantes und auch spannendes Buch!

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