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Berenike Roithers neuer Teesalon im beschaulichen Kurort Altaussee im Salzkammergut verlangt ihre volle Aufmerksamkeit. Doch bald wird sie aus der gewohnten Arbeit herausgerissen: Ihre Tanzlehrerin Caro, die am mystischen Hallstätter Gräberfeld ein keltisches Tanzritual abhalten wollte, wird tot aufgefunden – in der Mitte entzwei gesägt und in einem Friseursalon zur Schau gestellt. Auch Berenike fragt sich, wer so viel Hass gegen die engagierte Frauenhausmitarbeiterin hegte. Und plötzlich steckt sie selbst mitten in den Ermittlungen …

Den zweiten Berenike-Krimi habe ich mit Genuß verschlungen. Denn Berenike ist sozusagen „den Kinderschuhen entwachsen“, sie hört zu, wenn man mit ihr redet, sie ist organisierter und wesentlich zielgerichteter geworden. Als sehr angenehm habe ich empfunden, daß ihre esoterische Ader nicht mehr so nervend im Vordergrund steht.
Anni Bürkl hat eine Heldin mit Kanten geschaffen. Demzufolge ist ihre Sprache auch nicht glatt sondern stellenweise recht kantig, manchmal eckt man an. Auch daran, daß Berenike in recht unpassenden Momenten von amourösen Emotionen „überfraut“ wird ( DAS musste jetzt sein! 🙂 ). Aber sie ist kein Profi, sie ist kein weiblicher Matula, sie darf das!

Das Thema, Gewalt gegen Frauen, ist gut umgesetzt, auch wenn man stellenweise auf vermeintliche Klischees trifft. Die Frauenhaus-Lesbe kommt ebenso vor wie der islamische Ehegatte. Aber mal ehrlich, sind es wirklich nur Stereotypen? Die Realität sieht, leider, anders aus. (Dieses „leider“ bezieht sich auf das Klischee im Allgemeinen, NICHT auf lesbische Frauen!)

Zum Schluß noch ein Wort zum Buch selbst: Das Cover ist (wieder!) ausgesprochen schön! Ebenso freue ich mich über das angehängte Teebrevier und bin wirklich neugierig auf diesen kanadischen Maple-Tea. Ich werde versuchen, den irgendwo zu bekommen, Tipps nehme ich gerne entgegen!

SIE hat nicht ausgetanzt:

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