Literaturverfilmungen sind meistens schwierig und nicht selten schlechter als ihre Vorlage. Das mag daran liegen, daß bei jedem Leser das „Kopfkino“ anspringt und man sich seine eigenen Vorstellungen macht. Aber ein Beispiel fällt mir sofort ein: Die Hexen von Eastwick! Genial besetzt mit Cher, Susan Sarandon, Michelle Pfeiffer und Jack Nicholson. Der Film ist magisch, lustig, manchmal unheimlich und die drei Frauen sind einfach toll.
Ich war sehr erstaunt, als ich erfuhr, die Geschichte basiert auf einem Roman von John Updike, ich hatte keine Ahnung, daß er SOWAS geschrieben hat. Hat er auch nicht. Ich kannte den Film vor dem Buch und weil er mir so gefallen hatte, wollte ich das Buch dazu lesen – und war maßlos enttäuscht! Der Daryl van Hoorn im Buch ist nichts weiter, als ein unangenehmer Schürzenjäger, es wird fremdgeschlafen ohne Ende und es hat keinen Funken der Magie, die der Film ausstrahlt. Es war das erste Buch meines Lebens, an dem ich ein Sakrileg beging: ich warf es weg!

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