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Vorgestern war ich in Göttingen unterwegs und habe einen Blick in die neu eröffnete Thalia-Buchhandlung geworfen – UND auf die dort ausgestellten E-Book-Reader. Einer war von Sony, der andere ein Kindle. Das war sozusagen mein realer Erstkontakt mit fremden Welten. Die Dinger standen nicht unter Glas, nur zum Anstaunen, nein, man konnte sie ausprobieren! Ich habe keine Berührungsängste bei neuen Technologien, also Stift geschnappt und losgetippt. Mal sehen, was das Ding jetzt so macht!

Zuerst mal war ich erstaunt, wie viele Bücher auf dem kleinen Teil Platz haben. Schrift vergrößern, Text markieren, scrollen, alles möglich. Aber ehrlich gesagt nervte mich das Ding nach fünf Minuten, es fehlt eindeutig das „Buchgefühl“, es ist irgendwie unpersönlich. Vielleicht wird es für meine Enkel einmal ganz normal sein, nur noch E-Books zu lesen. Praktisch ist es ja, wenn man bedenkt, daß Schultaschen heute noch gut 20 Kg wiegen oder daß ich zum Beispiel zehn 800-Seiten-Wälzer mit in den Urlaub nehmen könnte, ohne mir einen Bruch zu heben. Aber wie ist es z. B. draussen in der Sonne? Auf meinem Laptop kann ich draussen nur sehr eingeschränkt arbeiten (leider!!!), weil ich im Sonnenlicht auf dem Monitor nichts sehe. Wie ist das mit so einem Reader? Konnte ich natürlich nicht testen, denn hätte ich versucht, den Sony mit nach draussen zu nehmen, wären vermutlich kreisförmig um mich Laserkanonen aus dem Teppichboden emporgestiegen…

So ein bisschen was hat es durchaus von der guten, alten Enterprise. Ist euch mal aufgefallen, wenn Kirk von diesen hübschen Damen in den kurzen Röckchen was zum unterschreiben hingehalten wird, sieht das aus wie ein E-Book-Reader. Naja, so ähnlich…. Oder dieser futuristische Ohrhörer, den Uhura da benutzt. Sowas haben wir inzwischen längst: Bluetooth-Hörer fürs Handy. Irgendwem ist es vor einigen Jahren schon gelungen, ein Licht-Photon ungefähr 2 Meter weit zu „beamen“ und ich wette, irgendwo wird schon an einem Holodeck gebosselt. Roddenberry lag vielleicht gar nicht so verkehrt mit seiner Zeiteinschätzung:“Wir schreiben das Jahr 2200….“

Ich persönlich ziehe aber „echte“ Bücher aus Papier vor. Zum Zeitvertreib und auch zum Arbeiten. Am Besten kann ich mir nämlich Dinge merken, die ich aufschreibe, und zwar handschriftlich! Die Verknüpfung in meinem Hirn läuft nämlich so: Aufschreiben = merken. Da hilft mir dann ein E-Book wenig, wenn ich einen Notizblock daneben liegen habe, um mir Notizen zu machen. Klar, das kann so ein Reader auch, Textstellen markieren und als Notiz abspeichern, aber dann merkt sich das der Apparat, nicht mein Hirn. Aber vielleicht passt sich unser Denkapparat den Methoden an? Warten wir´s ab….

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