Was macht der/die Autor/in eigentlich, wenn ein Buch komplett fertig und im Handel ist? Aufatmen, na klar, ein bisschen Werbung ( http://www.bod.de/index.php?id=296&objk_id=329859 !!! ), einige tiefgreifende Gespräche darüber führen und vielleicht ein paar Interviews.
Mir persönlich geht es so, daß sich mein Kopf erstmal wie ein totales Vakuum anfühlt, luftleerer Raum, Sparflamme. Ich bewundere ja so Produktivitäts-Genies wie Sebastian Fitzek, die in ihrem derzeitigen Roman schon den nächsten ankündigen ( Splitter → Augensammler ), also de facto bereits wissen, was sie als nächstes zu schreiben gedenken. In meinem Kopf herrscht das Nichts. ABER: Die Natur verabscheut ein Vakuum, das wußte schon Aristoteles. Und während mein Hirn im Wachzustand auf Leerlauf schaltet, macht es nachts Überstunden – wenn ich schlafe!

Ich SCHREIBE im Schlaf, d. h., ich träume, daß ich schreibe. Es ist nicht so, daß ich mich selbst sehe, wie ich am Computer sitze und tippe, das ginge ja noch. Nein, ich formuliere komplette Sätze wie: „Er stand auf und öffnete das Fenster“ oder: „Sie zog ihren Mantel an und verließ das Haus“. Nicht gerade hochliterarisch, schon klar, aber irgendwie doch faszinierend. Ich formuliere komplette Dialoge, die auf meinem Traummonitor auftauchen und nicht nur das. Neuerdings „lese“ ich die auch laut vor. Mein Freund zieht es zur Zeit jedenfalls vor, in SEINEM Zimmer zu schlafen!

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