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Tag 29 – Warum zur Hölle wurde dieses Buch verfilmt???

Oh jeeeeee, die Liste der schlechten, fürchterlichen, grauenhaften Literaturverfilmungen ist endlos! Aber eines der schlimmsten Beispiele ist wohl “Die unendliche Geschichte” von Michael Ende! Es gibt Bücher, bei denen es sich von selbst verbieten sollte, sie zu verfilmen, und dieses gehört dazu, ganz zu schweigen von Teil zwei und drei. Ende selbst hat sich damals sehr deutlich davon distanziert.

“Die unendliche Geschichte” schafft Bilder beim lesen, fantastische Bilder und Vorstellungen, die für jeden sehr persönlich sind. Kein Film kann die ersetzen, geht einfach nicht!

Tag 28 – Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt!

Literaturverfilmungen sind meistens schwierig und nicht selten schlechter als ihre Vorlage. Das mag daran liegen, daß bei jedem Leser das “Kopfkino” anspringt und man sich seine eigenen Vorstellungen macht. Aber ein Beispiel fällt mir sofort ein: Die Hexen von Eastwick! Genial besetzt mit Cher, Susan Sarandon, Michelle Pfeiffer und Jack Nicholson. Der Film ist magisch, lustig, manchmal unheimlich und die drei Frauen sind einfach toll.
Ich war sehr erstaunt, als ich erfuhr, die Geschichte basiert auf einem Roman von John Updike, ich hatte keine Ahnung, daß er SOWAS geschrieben hat. Hat er auch nicht. Ich kannte den Film vor dem Buch und weil er mir so gefallen hatte, wollte ich das Buch dazu lesen – und war maßlos enttäuscht! Der Daryl van Hoorn im Buch ist nichts weiter, als ein unangenehmer Schürzenjäger, es wird fremdgeschlafen ohne Ende und es hat keinen Funken der Magie, die der Film ausstrahlt. Es war das erste Buch meines Lebens, an dem ich ein Sakrileg beging: ich warf es weg!

Tag 27 – Ein Buch, dessen Hauptperson dein „Ideal“ ist

Ui, da gibt es einige! Pippi Langstrumpf zum Beispiel. Wer wollte nie so sein wie sie? Stark, unabhängig, nicht einzuschüchtern, mit viel Herz und auch noch reich. Also, ich wollte! ;)
Dann wäre da noch Bella Block. Auch ne starke Frau, aber ein ganz anderes Kaliber. Ich glaube, wenn ich in 20 Jahren so sein sollte, kann mich nichts mehr erschüttern. Vielleicht einen Tick weniger zynisch…

Tag 26 – Ein Buch, aus dem du deinen Kindern vorlesen würdest

Nur EINS?! Dann muß ich wohl eine Auswahl treffen, und die fällt auf “Hilfe, die Herdmanns kommen” von Barbara Robinson. Eine herrlich anarchistische Weihnachtsgeschichte mit Tiefgang.

Die Herdmanns sind der Albtraum des braven (Spieß-)Bürgertums, könnten die Ahnen der “Flodders” sein. Die Herdmanns sind arm, Eltern haben sie wohl irgendwo, aber weil das keiner so genau weiß, schlagen sich die zwölf Geschwister irgendwie so durchs Leben – und das ist durchaus wörtlich zu verstehen. Sie rauchen, klauen, lügen und verprügeln andere Kinder und sich untereinander – UND sie schaffen es, sich sämtliche Hauptrollen des diesjährigen Krippenspiels der Schule unter den Nagel zu reissen! Natürlich glaubt jeder an ein totales Desaster, denn die Herdmanns haben von Weihnachten nur soviel Ahnung, als daß es in der Sonntagsschule besseres Essen zu klauen gibt. Aber dann passiert etwas unerwartetes: die Geschichte des Jesuskindes fasziniert sie! Als sie hören, daß Herodes aus Angst vor der Prophezeihung seines Sturzes alle Erstgeborenen töten lassen will, sind sie empört und wollen geschlossen losziehen um Herodes “so richtig zu verkloppen”! Sie nehmen sich der Geschichte auf ihre Weise an und es gibt ein, recht unorthodoxes, Krippenspiel.
Ich habe zu Weihnachten immer diese Geschichte vorgelesen, bis sich meine Tochter beschwert hat, sie sei jetzt kein Baby mehr. Macht nichts, jetzt lese ich sie für mich allein :)

Tag 25 – Ein Buch, bei dem die Hauptperson dich ziemlich gut beschreibt

Tja…hm… spontan fällt mir da niemand ein. Auch nach längerem Nachdenken (seit gestern immer wieder mal) nicht. Ich könnte eine lange Liste erstellen, wer ich gerne WÄRE, allen voran Pippi Langstrumpf, aber die beschreibt mich natürlich nicht.
Frauen in der Literatur sind echt schwierig. Da wäre einmal der Hera-Lind-Typ: Frau hat geschätzte 10 bis 12 Kinder, einen Superjob, selten schlechte Laune UND bekommt die Männer in ihrem Leben locker in den Griff. Bin ich nicht.
Dann kommt der Jane-Austen-Typ: verarmte höhere Tochter, die unstandesgemäß einen Job annehmen muß, alles Leid der Welt erstmal erträgt und dann ihren Prinzen heiratet. Bin ich auch nicht.
Als letztes wäre dann noch der Privatdetektivinnen-Typ (oder Polizistinnen-Typ): meist in einer unglücklichen Beziehung oder gleich solo, weil viel zu abgeklärt für nen Kerl, trinkfest und so mutig, sich in den übelsten Gegenden auch alleine rumzutreiben. Nein, das bin ich erst recht nicht!
Also,leider keine Beschreibung von mir aufzutreiben :)

Tag 23 – Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat

da ich gestern ja nichts geschrieben habe, gibt´s heute zwei für eins :) musste ganz schön suchen, diese dünnen Dinger übersieht man ja so leicht! die wenigsten Seiten hat “Heinrich der kleine Prinz” von Max Bollinger mit 48. Erschienen in Coppenraths Goldener Bibliothek und sehr hübsch.